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1

Montag, 25. Juni 2012, 19:31

Raw-Entwicklung: DxO Optics Pro vs. Lightroom

Hallo,

ich bin vor kurzem auf DxO Optics Pro aufmerksam geworden. Als LR-User frage ich mich, ob es Anwender gibt, die damit arbeiten und über ihre Erfahrungen berichten können.
Viele Grüße, Micha

iceman_fx

Mega-User

Beiträge: 578

Wohnort: Riesa / Dresden

Beruf: Webdesigner / Webentwickler / Fotograf

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2

Montag, 25. Juni 2012, 19:53

Ich habe früher LR benutzt, bin dann zu DXO 4 (bis einschließlich v6) und letztes Jahr wieder zurück zu LR 3.
DXO ist an sich eine feine Sache, solange man einen sehr schnellen Rechner hat.
Die Bedienung ist vorbildlich, die Qualität (sofern ein Objektivmodul da ist) sehr gut und es ist auf die reine Bildentwicklung optimiert.

Was mich aber seit der Version 4 stört, ist die mangelhafte Rauchreduzierung.
Es ist nicht so, dass es das nicht kann, nur kommt es bei bestimmten Motiv- und Lichtsituationen zu hässlicher Moire-Bildung, welches vom Support auch nicht wegzubekommen war. Und auch die Optimierungsleistung ist ohne verfügbares Objektivmodul eher nur zweitklassisch.

Was zumindest bis Version 6 überhaupt keinen Spass machte, ist die Dauer der Bildentwicklung.
Da kannst Du Kaffekannen trinken, bis alle Bilder fertig entwickelt sind. LR ist da ein Vielfaches schneller.

Allerdings habe ich gehört/gelesen, dass die aktuellen v7 in vielen Punkten wesentlich verbessert worden sein soll.

3

Dienstag, 26. Juni 2012, 06:23

Hallo Micha,

ich habe sowohl DXO als auch LR in Benutzung, beide in der neuesten Version. Seit LR 4 hat Adobe wieder die Nase vorn, man kann aber mit beiden Programmen zu sehr guten Ergebnissen kommen. Alle Angaben sind natürlich völlig subjektiv.

LR-Vorteile:
- man kann auch Bilder verwalten, verschlagworten etc.
- die Schärfungs- und Entrauschungsfähigkeiten sind seit LR 4 besser
- ich liebe den Klarheitsregler (gut, gibt es in DXO auch in ähnlicher Form)
- vor allem in den Lichtern lassen sich viele Details noch zurückholen
- man kann Galerien ausgeben, Fotobücher gestalten, Diashows machen und und und
- was der iceman schreibt ist richtig, LR ist deutlich schneller

DXO-Vorteile:
- Arbeitet mit sehr genauen Profilen, um gerade in verzeichnungsfreudigen Weitwinkeln die Randbereiche zu korrigieren (kann man in LR und PS viel schlechter anwenden)
- bietet die Möglichkeit, konstruktisch bedingte Eigenschaften von Objektiven leicht zu korrigieren (z.B. verzerrte Personenabbildungen im Randbereich eines Weitwinkelfotos können wieder einigermaßen in Form gebracht werden -> zusätzlich zu den normalen Objektivkorrekturen)
- die fertig entwickelten Bilder wirken auf mich manchmal irgendwie plastischer als in LR, wobei ich nicht sagen kann, woran es liegt (ich weiss, völlig subjektiv und unwissenschaftlich)

In der Summe möchte ich auf beide Programme nicht verzichten. LR liefert in der Massenverarbeitung sehr gute Qualität, DXO ist bei Innen- und Architekturaufnahmen für mich unverzichtbar. Wenn es nur um die Objektivkorrektur geht, könnte man auch PTLens nehmen (ist in PTGui eingebaut, ich habe aber keinen Schimmer, ob man es auch separat in PTGui nutzen kann). Im Übrigen hole ich (für mich) die beste Qualität immer noch aus Capture NX2, aber das ist ein anderes Thema...

Viele Grüße

Toni

4

Dienstag, 26. Juni 2012, 09:21

Habt vielen Dank für eure ausführlichen Einschätzungen und Erfahrungen.

Im Übrigen hole ich (für mich) die beste Qualität immer noch aus Capture NX2, aber das ist ein anderes Thema...

Das ist eine interessante Beobachtung, die ich schon öfter gehört habe. Offenbar kennt Nikon am eigenen NEF doch noch ein paar Stellschrauben mehr, als die Konkurrenz der Raw-Entwickler.
Viele Grüße, Micha