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Dienstag, 6. November 2012, 14:11

o.b. (ohne backup) - Die Geschichte des Backups ist eine Geschichte voller Mißverständnisse

Teil 1

Hallo Datenschützer und die, die es werden wollen.

Ich hoffe, Ihr verzeiht mir, dass es in diesem Thread weder um Panoramen noch um Panorama-Technik geht.

Frei nach dem Motto "Neulich gings noch" möchte ich Euch heute ein paar Erfahrungen und Anregungen zum Thema Datensicherung, Backup oder Disaster-Recovery mitteilen. Schließlich gibt es neben der eigentlichen Panoramafotografie einen Haufen digitaler Daten, die im Laufe der Zeit rasant anwachsen. Im Falle eines Datenverlusts bedeutet das für den Privatanwender häufig Ärger und Trauer um viele Stunden mühsamer Arbeit und für den professionellen Panoramafotografen kann das sogar schnell einmal zu einer existentenzbedrohenden Situation werden, wenn wichtige Projekt- oder Buchhaltungsdaten nicht mehr wiederhergestellt werden können.

Ich nehme an hoffe, dass der eine oder andere bereits seine Daten in irgendeiner Form sichert. Sei es durch einfache 1:1 Kopien auf externe Datenträger oder mit Hilfe eines Backup-Programms. Aber hat Euch auch schon einmal der Gedanke beschlichen, was wäre wenn es wirklich einmal zum absoluten Totalausfall kommt? Wenn es während Eurer Abwesenheit in Euren Räumlichkeiten brennt und selbst die sorgsam angelegten Datensicherungen nicht mehr zu gebrauchen sind? Wenn die Medien aufgrund eines technischen Defekts nicht mehr lesbar sind? Letzteres ist mir passiert. Zwar war es nicht der klassische GAU, da ich noch andere Zugriffsmöglichkeiten auf die Daten hatte, aber es hatte ausgereicht, um mir die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn zu zaubern.

Es wurde also Zeit, das bestehende Datensicherungskonzept noch einmal zu überdenken und neu aufzustellen.

1. Backup-Software
Googelt man nach Backup-Software, so werden meist die "Testsieger" und Consumer-Lösungen wie Acronis TrueImage, O&O Drive Image oder Paragon Festplatten-Manager genannt. Ich kenne sie alle und habe sie auch teilweise eine ganze Zeit genutzt. Überzeugt hat mich keines dieser Programme, da vielfach die Geschwindigkeit zu wünschen übrig ließ und der Umgang mit zigtausenden Dateien so manches Backup-Programm an die Grenzen stoßen läßt. Es lag daher nahe, einmal über den Tellerrand zu schauen, ob es nicht bessere Alternativen gibt. Und es gibt sie.

1.1 Personal Backup (kostenlos) - personal-backup.rathlev-home.de
Das von Dr. Jürgen Rathlev entwickelte Personal Backup ist seit Jahren unter "Insidern" ein echter Geheimtipp, wenn es um Datensicherung geht. Hochfunktional. schnell und dazu noch kostenlos. Was spricht also gegen den Einsatz dieses Tools? Um es kurz knapp und prägnant zu sagen: Die Benutzerschnittstelle, die an die Anfänge von Windows 95 erinnert! Man mekt dem Programm sehr deutlich an, dass es im Laufe der Jahre gewachsen ist und ergänzende Funktionen nach und nach dazu gekommen sind. Dies führt unweigerlich dazu, dass man z.B. eine so triviale Aufgabe wie eine inkrementelle Datensicherung mit definierten Inkrementen nur hinbekommt, wenn man sich sehr intensiv mit der Bedienoberfläche und den dazu gehörigen Schaltern auseinandersetzt. Ich kenne zwar Anwender, die das erfolgreich geschafft haben; ich persönlich habe aber nach einem Testzeitraum von rund 3 Monaten kläglich aufgegben, weil ich einfach keine Lust mehr hatte, mich mit "Fehlverhalten" der Software bedingt durch Fehlbedienung auseinanderzusetzen. Und das, obwohl ich annehme, dass ich einigermaßen im Thema drinstecke. Nun denn, Personal Backup ist eine hochfunktionale Backup- und Synchronsationslösung, die sich vorrangig an Anwender wendet, die sich intensiv mit diversen Schaltern und deren Auswirkungen auseinandersetzen möchte.

1.2 Duplicati (kostenlos) - www.duplicati.com
Duplicati ist im klassischen Sinne kein echtes Backup-Programm wie wir es von Acronis und Konsorten kennen. Es ist vielmehr ein Backup-Client, der seinen Schwerpunkt im Bereich der Online-Backups hat. So werden Amazon S3, Windows Live SkyDrive, Google Drive (Google Docs), Rackspace Cloud Dateien oder WebDAV, SSH und FTP Dienste unterstützt. Wer einen eigenen FTP Server mit genügend Platz betreibt oder einen der genannten Online-Dienste bereits nutzt oder nutzen möchte, sollte sich dieses kostenlose und unter LGPL veröffentlichte Programm unbednigt anschauen. Es verfügbar für Windows und Linux. Es gibt übrigens eine Besonderheit: Vor dem eigentlichen Transfer der Daten können diese vor dem Upload mit AES-256 verschlüsselt und signiert werden.

1.3 Z-DBackup (kostenlos bzw. ab 25,- EUR) - www.z-dbackup.de
Vielleicht weniger bekannt als die großen Marktführer (nach Verkäufen), aber dennoch nicht weniger interessant: Z-DBackup. Ein mittlerweise 10 Jahre alter Tausendsassa in Sachen Backup und durch den Berliner Entwickler Andreas Baumann zu einem der leistungsstärksten Backup-Lösungen für Windows entwickelt worden. Das Besondere an diesem Programm ist, dass so genannte Module dazu geladen werden können, um spezielle Aufgaben wie das Sichern geöffneter Dateien oder Sicherungslaufwerke wie Iomega REV oder Tape-Laufwerke zu unterstützen. Z-DBackup verrichtet seine Aufgaben zuverlässig und vor allem schnell und läßt sich trotz der vielen Funktionen und Features sehr intuitiv bedienen, so das praxistaugliche Sicherungskonzepte auch von weniger IT-affinen Anwendern umgesetzt werden können. Es gibt eine funktionseingeschränkte Freeware-Version und eine Pro-Version, die für Privatanwender 25,- EUR und für Firmen für 30,- EUR angeboten wird. Einige Module sind auch kostenpflichtig und man sie je nach Bedarf dazukaufen oder zusammen mit dem Hauptprogramm als Paket erwerben. Einziger bitterer Nachgeschmack ist die so genannte Aktivierung, die für die Module oder die private Lizenz notwendig ist. Ändert sich die Hardware oder ist bei der privaten Lizenz eine Neuinstallation notwendig, so läßt sich das Paket nur einmal im Jahr reaktivieren. Danach muss man eine für die Reaktiverung 7.- EUR bezahlen. Komische Sache. Wen das nicht abschreckt, da er sicher nicht öfter seinen PC neu aufsetzen muss, erhält für mein Empfinden eine wirklich leistungsstarke und preiswerte Backup-Lösung.

Bericht Computerwoche 05.10.2012: http://www.computerwoche.de/hardware/storage/2519599/

1.4 Genie Backup Manager Pro (ca. 70,- EUR) - www.genie9.de/BackupManager
Laut Website des Herstellers: Backup & Disaster Recovery für Profis und KMU. Durchgängig intuitiv bedienbar und dennoch gibt es keine Funktionalitäten, die professionelle Anwender vermissen müssen. Allen voran, die Möglichkeit so genannte Offsite-Backups in der Amazon S3 Cloud verschlüsselte Daten abzulegen bishin zur Scripting-Engine, die mich die Lage versetzt, Plugins zu generieren, die bspw. meine Datenbanken und zugehörigen Daten meines Buchhaltungsprogramms automatisch sichert, wobei es egal ist, ob ich gerade darin arbeite oder die Applikation geschlossen ist. Zudem spielt es auch keine Rolle, ob ich als User angemeldet bin oder nicht. Der Backup-Job wird durchgeführt.

2. Online-Speicher / Offsite-Backups
Mitunter ist es sinnvoll die wirklich wichtigsten verschlüsselten Daten auf einen Onlinespeicher auszulagern. Hintergrund ist, falls tatsächlich der unmögliche Fall eintreten sollte, dass keine meiner Backups mehr zu gebrauchen sein sollten, dass ich zumindest die Möglichkeit habe, einen Stand herstellen zu können, der mich sehr kurzfristig in die Lage versetzt, wieder arbeitsfähig bzw. handlungsfähig zu sein. Klingt paranoid, aber unverhofft kommt bekanntlich oft und im Real Life trage ich normaler Weise auch keine Aluminiumhüte! Sei es drum, schauen wir uns die interessantesten Angebote einmal genauer an.

2.1 CrashPlan - www.crashplan.com
CrashPlan ist eine Onsite, Offsite und Cloud-Speicherlösung, die kontinuierlich definierte Verzeichnisse des lokalen PCs sichert. Dazu ist es notwendig eine proprietäre Client-Software zu installieren, mit deren Hilfe man Backup-Jobs definieren kann. Die Software ist für Windows, Mac, Linux und Solaris verfügbar. CrashPlan bietet unterschiedliche Pakete an. Von kostenlos bis rund 50US$/Jahr ist man dabei. Das CrashPlan+ Paket wird mit "unlimited online storage" beworben. Und das für nur 50US$ pro Jahr. Klingt also sehr attraktiv, um sich das einmal näher anzuschauen. Der Client ist schnell installiert und auch ein erster Backup-Job ist ebenso schnell angelegt. Und dann heißt es warten. Je nach Datenmenge kann so ein Backup schon einmal ein paar Tage dauern. In meinem Fall hatte ich rund 1 TB an Daten zu übertragen. Die Sicherungsgeschwindigkeit hängt unmittelbar davon ab, ob der zu sichernde PC parallel zum Arbeiten genutzt wird und wie das CP-Rechenzentrum ausgelastet ist (Load Balancing). Ich habe meinen Test irgendwann nach vier Tagen unverrichteter Dinge abgebrochen, da so eine Art der Sicherung nicht meinen Anforderungen genügt. Ich muss ein Backup im Worst Case schnell verfügbar haben und kann nicht tagelang darauf warten, dass die Daten Bit-weise hereintröpfeln. Zwar bietet CP auch die Möglichkeit HDDs einzusenden oder sich zusenden zu lassen, aber alles gegen Gebühr und mit den üblichen Postlaufzeiten DE<->US.

Jährliche Kosten für das CashPlan+ Paket mit unlimitierten Speicherplatz: 50 US$ / ~39 EUR

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Dienstag, 6. November 2012, 14:12

Teil 2

2.2 STRATO HiDrive - www.strato.de/online-speicher

Das HiDrive wird mit Speicherplatz von 20 bis 500 GB für Privatnutzer angeboten, wobei die 100 GB Version aktuell für 0,00 EUR im ersten Jahr und danach mtl. 4,90 EUR angeboten wird, wenn man sich für einen 24 Monatsvertrag entscheidet. HiDrive ist hochperformant. Es gibt Freigabe-Optionen für bestimmte Bereiche des Onlinespeichers und es können Lauftwerke mit SMB/CIFS in die eigene Netzwerkumgebung angelegt werden. Zusätzlich wird FTP/ SFTP/ FTPS unterstützt. Und auch WebDav und Rsync kann genutzt werden. Wer nicht so viel Speicherplatz für seine externen Daten benötigt, ist mit HiDrive sicher ganz gut bedient. Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Jährliche Kosten für 1 TB - Paket HiDrive Pro: 239,40 EUR

2.3 ElephantDrive - home.elephantdrive.com
Genau wie bei CrashPlan kommt auch bei ElephantDrive eine proprietäre Software zum Einsatz, die Windows und Macs unterstützt. Ergänzend dazu werden Android und einige NAS Hersteller unterstützt. 2GB sind kostenlos verfügbar und für den Personal Account zahlt man für 100 GB Speicherplatz 9,95US$/Monat bis 169,95US$/Monat für 2 TB. Hervorzuheben ist die direkte Unterstützung von Network-Attached-Storages. Damit ist eine Echtzeit-Datensicherung in Verbindung mit ElephantDrive möglich.

Jährliche Kosten für 1 TB: 866,38 US$ / 678 EUR

QNAP & Cloud Services: http://www.qnap.com/useng/index.php?lang=en-us&sn=1084

2.4 Symform - www.symform.com
SymForm ist ein weiterer Cloud-Dienst, der eine Besonderheit aufweist: Statt für Speicherplatz zu bezahlen, kann man alternativ nicht genutzten eigenen Speicherplatz auf der lokalen HDD oder dem NAS SymForm zur Verfügung stellen. Dort werden dann fragmentierte und verschlüsselte Daten der Nutzer abgelegt. Es soll darüber hinaus möglich sein, die Bandbreite für den Zugriff auf die Daten zu limitieren, damit man nebenher im Netz noch arbeiten kann. Ich habe das nicht getestet, da mir bei bei dem Gedanken nicht so wohl dabei war. Wer sich nun aber für "Bucks" statt "Bytes" entscheidet, für den sind die ersten 10 GB kostenlos; weitere 2 GB schlagen mit US$0.15/Monat zu Buche. Auf das Jahr gerechnet zahlt man also 1800US$ für 1 TB Speicherplatz oder gar nichts, wenn man sich für die Pay-with-Bytes Variante entscheidet, sprich 1 TB nutzen und 1 TB zur Verfügung stellen. So habe ich das Konzept zumindest verstanden.

Jährliche Kosten für 1 TB: 1800 US$ / 1408 EUR

2.5 Google Drive - drive.google.com
Auch für Google Drive wird eine proprietäre Software angeboten, die das Handling der Daten auf dem PC übernimmt. Selbstverständlich gibt es, neben den klassischen Desktop-OS, auch Support für Android und iOS. Maximal 5 GB Speicherplatz sind für angemeldete Google-Benutzer kostenlos. 25 GB kosten dann 2,49US$/Monat, 100 GB 4,99US$/Monat und 1 TB 49,99US$/Monat. Wer die Google-eigenen Apps für Text, Tabellen, Präsentatitionen etc. nutzt, belegt keinen Speicherplatz für die Daten.

Jährliche Kosten für 1 TB: 599,88 US$ / 470 EUR

2.6 DropBox - www.dropbox.com
Weit verbreitet und vielen bekannt für schnarchlangsame Datenübertragung bei der Präsentation von Panoramen. 2 GB sind kostenlos und können durch Empfehlungen auf weitere GB aufgestockt werden. Danach kann man 100 GB für 9,99US$/Monat bzw. 99US$/Jahr, 200 GB für 19,99US$/Monat bzw. 199US$/Jahr und 500 GB für 49,99US$/Monat bzw. 499US$/Jahr buchen. Auch hier wird eine proprietäre Software zum Handling der Daten angeboten.

Jährliche Kosten für 1 TB / Paket Dropbox für Teams: 795 US$ / 622 EUR

2.7 Amazon Simple Storage Service - aws.amazon.com/de/s3
Amazon betreibt neben dem bekannten Vertriebsportal auch einige IT-Services u.a. auch Cloud-Dienste. Die Cloud nennt sich Amazon Simple Storage Service (S3) und ist für Einsteiger erst einmal verwirrend, wenn nicht sogar abschreckend. Also alles andere als "Simple". Wer sich mal eben schnell einen Überblick über die zu erwartenden Kosten verschaffen möchte, stellt fest, dass Amazon penibel unterscheidet

(a) in welcher Region der Speicherplatz zur Verfügung gestellt werden soll (USA Standard, West, EU, Asien oder Südamerika)
(b) wieviele PUT, COPY, POST, LIST- oder GET-Anfragen zu erwarten sind
(c) wieviel Traffic zu erwarten ist
(d) ob redundanter Speicherplatz verwendet wird oder nicht

Zu (a): Amazon betreibt weltweit verteilt eigene Rechenzentren. Je nach dem wer in welcher Region dieser Welt auf die Daten hauptsächlich zugreift, wird eine präferierte Region ausgewählt. Da Personal- und Betriebskosten regionsabhängig ermittelt werden, können sich hier Abweichungen für die Nutzung der S3 ergeben. In unserem Fall wird man wohl auf ein Rechenzentrum in der EU entscheiden.

Zu (b): Mit PUT, COPY, POST, LIST- oder GET-Anfragen sind - einfach ausgedrückt - Dateioperationen gemeint. Also etwas in die Cloud hochladen, auflisten, kopieren oder herunterladen. Wie zum Teufel soll man nun aber vorhersagen, wieviele Anfragen monatlich entstehen? Am Beispiel eines Backup-Jobs kann man das vielleicht deutlicher beschreiben. Lokal wird eine Datensicherung erzeugt: 1 x wöchentlich (Fr) eine Vollsicherung und 4 inkrementelle Sicherungen (Mo-Do). Die Vollsicherung inklusive der vier Inkremente haben ein Volumen von rund 1 TB und werden auf ein NAS gespeichert, von wo aus wöchentlich die S3 automatisch betankt wird. Sprich 1 x wöchentlich werden 5 Dateien in die S3 geladen. Das sind dann 5 PUT-Anfragen pro Woche und 20 im Monat, die das NAS anstößt. Sollte es fallweise notwendig sein Daten wiederherzustellen, sind das dann GET-Anfragen.

Zu (c): Um bei meinem Beispiel mit der Datensicherung zu bleiben, sind das rund 4 TB an Traffic ohne Overhead.

Zu (d): Optional kann eine Ausfallsicherheit des Speicherplatzes zugebucht werden, die immer so groß sein sollte, wie das gebuchte Kontingent oder benötigte Volumen.

Da sich Amazon offenbar bewußt ist, dass die Preisermittlung nicht so einfach ist, wird ein so genannter SIMPLE MONTHLY CALCULATOR angeboten. Nach dem Start wählt man in der linken Navigation den Punkt "Amazon S3" aus. Wenn mich nicht alles täuscht, ist es der zweite Menüpunkt von oben.

In diesem Beispiel fallen demnach folgende Kosten an:

- Region Europa
- Volumen 1 TB
- Redundanter Speicher 1 TB
- Traffic 4 TB
- PUT, COPY, POST, LIST- oder GET-Anfragen: 20
- GET-Anfragen: 1

Monatliche Kosten: 222,63 US$ / 174 EUR
Jährliche Kosten: 2671,56 / 2090 EUR

Inkl. kostenlosem Nutzungskontingent für neue Benutzer.



Somit ist auch klar: Von allen genannten Cloud-Diensten ist S3 am teuersten, wenngleich die Zielgruppe eine andere ist und Sicherheit sowie Performance ihren Preis haben.

3. Quintessenz oder wie es im Moment bei mir aussieht
Image-Backups unter Windows sind vergeudete Zeit und suggerieren eine zweifelhafte Sicherheit. Meistens ist man mit dem Neuaufsetzen eines OS schneller am Ziel als mit der Rücksicherung eines Backup-Images, das vermutlich nicht fehlerfrei funktioniert. Ich sichere deshalb nur noch die wichtigsten Daten wie z.B. die Raws, den LR-Katalog, die Pano-Projekte, Mail-Datenbanken, Korrespondenzen und natürlich den ganzen Buchaltungskram samt FA & Co auf ein NAS von QNAP mit 4 TB Kapazität für Nutzdaten. Das NAS hat 3 GB RAM, DualCore-CPU und ist so rasend schnell, als würde man mit der internen HDD arbeiten. Die Platten sind für den 24/7-Dauereinsatz ausgelegt und sollte tatsächlich mal eine HDD ausfallen, macht das nichts, weil sie im RAID 5 Verbund laufen. Als Backup-Software nutze ich Genie Backup Manager Pro. Die wichtigsten Daten sichere ich zusätzlich in der S3 direkt vom NAS.

Und Ihr? Wie siehts bei euch aus?

Grüße aus dem digitalen Fort Knox von Horsty

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Horsty« (6. November 2012, 16:49)


3

Dienstag, 6. November 2012, 14:36

Hallo Horsty,

ganz herzlichen Dank für diese Marktübersicht. Finde ich sehr interessant. Ich nutze mehrere externe USB 3.0 Festplatten, auf die ich meine Anwendungsdaten abwechselnd mit Microsoft SyncToy 2.1 sichere. Die Optionen zur Datensynchronisierung zwischen verschiedenen Laufwerken finde ich grundsätzlich ganz okay, die Auswahl der zu sichernden oder zu synchronisierenden Ordner und Dateien und die damit verbundenen Operationen sollte aber flexibler sein. Das von Dir eingesetzte Programm schaue ich mir bei nächster Gelegenheit mal an.
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

Eine Auswahl meiner Panoramen

| Nikon D850 | 16mm Fisheye-Nikkor | Nodalpunktadapter aus Bauteilen von Novoflex, Manfrotto, RRS & Sunwayfoto | Capture One Pro + DxOPhoto Lab | Nikon Capture NX2 | PTGui Pro | Panorama Studio 3 Pro |

4

Dienstag, 6. November 2012, 15:39

Mönsch, da hat sich aber jemand Mühe gegeben und vermute, Du bist ein gebranntes Kind?!?!?
Danke dafür ... ich lese viele neue Anregungen und weiß nun auch, was ein NAS von QNAP ist.
;-)))

Ich selbst habe noch nie meine Haustürschlüssel, mein Portemonnaie oder auch meine Daten verloren, aber ich passe auch auf.
Meine Fotodaten (andere Daten habe ich so gut wie gar nicht) lege ich in Projekten und sehe mich so in der Lage, meine Daten täglich manuell sehr einfach auf eine externe Festplatte legen zu können, ohne mir den Krempel mühsam zusammensuchen zu müssen.
Eine zweite, externe Festplatte liegt bei Freunden (denn an Brände habe ich auch schon gedacht) und diese füttere ich in regelmäßigen Abständen mit neuen Projekten. So ist es sehr unwahrscheinlich, dass zumindest mein fotografisches Lebenswerk der Nachwelt verloren geht!

Dem Cloud-Gedanken misstraue ich irgendwie, weil mir einfach unwohl bei dem Gedanken ist, meine Daten in völlig fremden Hände zu geben. Denn, was mache ich, wenn die abbrennen oder es Schurken sind? Oder auch nur Dilettanten bei der Datenabsicherung nach außen? So lungern bei DopBox nur meine B-Daten herum.

Danke nochmals für Deine Arbeit ... bravo!

Ahoi
Claudia

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5

Dienstag, 6. November 2012, 16:11

eine oder andere Schweißperle auf die Stirn zu zaubern

Hi,

Nicht umsonst hat ONTRACK hauseigene Psychologen.

Anderer Fall, nach einem Datencrash wollte man zurücksichern nur auf den Bändern war nichts drauf, da hat man jahrelang gesichert und nichts, nix, nada auf den Bändern.
Das mach Schweißperlen.
Das heißt ab und zu mal zurücksicher (andere Platte) um zu schauen ob die Datensicherung auch funtioniert oder zumindest die Backups validieren.
Wir hatten einmal auf MOD gesichert als wir nach jahren einige Daten benötigten war kein Zugriff mehr möglich. d. h. auch überlegen worauf ich sichere.
Ein Kollege sicher auf einer Festplatte und die sichert er in einem Safefach seiner Bank, dann lieber Safersex :]
"Wir sind vom internationalen Terrorismus konkret bedroht. Aber eine unmittelbare Gefahr besteht nicht."
Dr. Wolfgang Schäuble (z. Z. Finanzminister), am 05.09.2007

"Wissen Sie, wenn ich vorher immer schon weiß, was alles nicht geht, dann wäre die Welt nie erschaffen worden."
Dr. Wolfgang Schäuble, März 2012 in Brüssel




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6

Dienstag, 6. November 2012, 16:14

Quintessenz oder wie es im Moment bei mir aussieht
Image-Backups sind vergeudete Zeit und suggerieren eine zweifelhafte Sicherheit. Meistens ist man mit dem Neuaufsetzen eines OS schneller am Ziel als mit der Rücksicherung eines Backup-Images, das vermutlich nicht fehlerfrei funktioniert.

Für OS X gilt das nicht! Da ein Mac jederzeit von einer beliebigen internen oder externen Partition mit OS X booten kann, sind Backup-Images die bessere Wahl.
Da OS X auch keine Kopierschutzmassnahmen oder Serien-Nummern einsetzt, kann auch jeder andere Mac von dem Backup-Image booten.

Ein Programm wie CarbonCopyCloner (bis Version 3.4.5 und Mac OS X.7.5 kostenlos) kann das auch inkrementell.


Gruß
Wolf

7

Dienstag, 6. November 2012, 16:16

... Die Optionen zur Datensynchronisierung zwischen verschiedenen Laufwerken finde ich grundsätzlich ganz okay, die Auswahl der zu sichernden oder zu synchronisierenden Ordner und Dateien und die damit verbundenen Operationen sollte aber flexibler sein. ...

Zum Synchronisieren auf externen Platten oder im Netzwerk benutze ich schon seit langer Zeit Allway Sync.

Gérard

8

Dienstag, 6. November 2012, 16:48

Für OS X gilt das nicht! Da ein Mac jederzeit von einer beliebigen internen oder externen Partition mit OS X booten kann, sind Backup-Images die bessere Wahl.
Da OS X auch keine Kopierschutzmassnahmen oder Serien-Nummern einsetzt, kann auch jeder andere Mac von dem Backup-Image booten.

Danke für den Hinweis! Da hast du natürlich recht. Ich korrigiere den Abschnitt.

9

Dienstag, 6. November 2012, 16:52

Interessant fände ich zu erfahren, ob ich der Einzige bin der ein NAS im Einsatz hat?

10

Dienstag, 6. November 2012, 17:28

Das NAS hat 3 GB RAM, DualCore-CPU und ist so rasend schnell, als würde man mit der internen HDD arbeiten.

Da muss man aber schon eine "Krücke" als HD haben. Jede größere HD hat da einen deutlich besseren Datendurchsatz als Gigabit-Ethernet.
Die bezahlbaren NAS mit zwei Giagbit-Ethernet-Schnittstellen kommen leider auch bei Port-Trunking nicht an gute HDs dran. (Wahrscheinlich sind die Prozessoren viel zu langsam.)
Und wehe man schaltet "Alle Grössen berechnen" (OS X) ein! Dann bricht die Performance ein.
Bei internen SSDs oder RAID-Karten gilt das natürlich erst recht.

Gruß
Wolf

11

Dienstag, 6. November 2012, 17:54

Da kann ich nur zustimmen: Backup ist wichtig! Egal mit welcher Technik.

Bei mir läuft täglich ein incrementelles Backup über alle(!) Daten und einmal wöchentlich wird ein Image von der Systemplatte gezogen. Alle Daten werden als Datei-Backup nach dem Opa-Vater-Enkel-Prinzip abgelegt. D.h. es gibt 3 Generationen von Backups. Kommt ein neues hinzu, wird das älteste gelöscht, so sind immer die letzten 3 vorhanden und kann nebenbei auf 3 Wochen alte Daten zurückgreifen.

Andere Erfahrungen habe ich mit dem Image: ein Image funktioniert wunderbar. Ich habe es schon einige Male nutzen dürfen. Innerhalb von 20 Minuten ist das Image zurückgespielt. So flott habe ich kein System mit allen Applikationen neu aufgesetzt.

Michael

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12

Dienstag, 6. November 2012, 18:33

Image-Backups unter Windows sind vergeudete Zeit und suggerieren eine zweifelhafte Sicherheit. Meistens ist man mit dem Neuaufsetzen eines OS schneller am Ziel als mit der Rücksicherung eines Backup-Images, das vermutlich nicht fehlerfrei funktioniert.

Hi,

Das kann ich so nicht stehen lassen.

Ich mache seit Jahren Systemsicherungen, spiele sie auf Wechselplatten, und spiele sie auf weitere Platten zurück und konfiguriere sie usw.
So kann ich über den Dualboot auf unterschiedlich Platten mit Betriebssystem zugreifen, z. B eine zum gamen, eine für die reine Videobearbeitung usw.

Es gab noch nie Probleme und ein OS neu aufsetzen und alles einrichten soll schneller sein, nie, ein System-Backup ist bei mir in ca 12-15 min erledigt.


Grüsse

Klaus
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13

Mittwoch, 7. November 2012, 14:24

Das kann ich so nicht stehen lassen.

Ich mache seit Jahren Systemsicherungen, spiele sie auf Wechselplatten, und spiele sie auf weitere Platten zurück und konfiguriere sie usw.
So kann ich über den Dualboot auf unterschiedlich Platten mit Betriebssystem zugreifen, z. B eine zum gamen, eine für die reine Videobearbeitung usw.

Es gab noch nie Probleme und ein OS neu aufsetzen und alles einrichten soll schneller sein, nie, ein System-Backup ist bei mir in ca 12-15 min erledigt.

Vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich freue mich, dass es bei dir so gut funktioniert. In meinem Fall hatte ich, wie gesagt, mehrfach nicht so gute Erfahrungen mit dem System-Recovery.
Des Weiteren gibt es noch einen Aspekt, der gegen das System-Recovery spricht. Ich zitiere direkt von der Homepage von Z-DBackup :

Zitat

Windows hat die unangenehme Eigenschaft, im Laufe der Zeit immer langsamer und träger zu werden. Das hat zum einen die Ursache darin, dass einmal installierte Programme und Programmversionen sich nie wieder vollständig entfernen lassen. Immer bleiben Reste zurück, sei es
in der Registry oder bei den Modulbibliotheken. Des weiteren hat gerade die Registrierungs-Datenbank die Tendenz, sich immer weiter aufzublähen und ihre Abarbeitung damit zu verlangsamen. Jeder der einmal mit Format C: seine Festplatte geputzt und Windows wieder neu aufgespielt hat, wird sich über die neu bzw. wieder gewonnene Schnelligkeit seines Systems gefreut haben.


Darum macht die Spiegelung einer in die Jahre (oder auch nur Monate oder Wochen) gekommene Windows-Installation auf ein anderes Medium (z.B.: Festplatte, Tape oder DVD) überhaupt keinen Sinn in Bezug auf die Sauberkeit des Betriebssystems. Lediglich ein jungfräuliches,
frisch installiertes Windows, eventuell zusammen mit Service-Packs und den Programmen, die man auf jeden Fall wieder verwenden will und für die es keine neuen Updates gibt , kommt für eine Spiegelung in Betracht.


14

Mittwoch, 7. November 2012, 15:55

Interessant fände ich zu erfahren, ob ich der Einzige bin der ein NAS im Einsatz hat?

Nein ;), ich verwende eine Synology Disk Station DS209.

Des Weiteren gibt es noch einen Aspekt, der gegen das System-Recovery spricht. Ich zitiere direkt von der Homepage von Z-DBackup :

Das unterschreibe ich gern und ich "durfte" es nach einem HDD Crash in meinem Notebook (2. HDD , nicht die System HDD) und der erfolgten Reparatur selbst testen. Das neu aufgesetzte System läuft gefühlt um das doppelte schneller. Der Sony Service hatte das System plattgemacht, weil sie festgestellt haben, das das System zu langsam läuft und ein Rechner in diesem Zustand ihre Werkstatt nicht verlassen darf (Qualitätskontrolle).

Gruß
Karsten

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15

Mittwoch, 7. November 2012, 18:11

Darum macht die Spiegelung einer in die Jahre (oder auch nur Monate oder Wochen) gekommene Windows-Installation auf ein anderes Medium (z.B.: Festplatte, Tape oder DVD) überhaupt keinen Sinn in Bezug auf die Sauberkeit des Betriebssystems. Lediglich ein jungfräuliches,
frisch installiertes Windows, eventuell zusammen mit Service-Packs und den Programmen, die man auf jeden Fall wieder verwenden will und für die es keine neuen Updates gibt , kommt für eine Spiegelung in Betracht.
Hi,

ist doch logisch das ein OS mit Programmen und Programmen und Programmen ... Deinstallationen.... und automatischen Updates (die auch noch liegen bleiben) langsamer wird, da muß man auch regelmäßig SYSTEMPLEGE betreiben. Ist wie mit unseren Autos ohne Wartung und Plege werden die auch immer "langsamer". Ich halte den obigen Text, verzeiht mir, für geschwafel. Wer setzt sein OS alle Monate neu auf, ich kenne keinen.

Grüße vom See

Klaus
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