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1

Samstag, 21. April 2012, 08:46

gesucht: eine Art Mittelsäulenverlängerung

Hallo Gemeinde,

angeregt durch Tobias Nadir-Thread möchte ich in einem aktuellen Bastelprojekt, zu Gunsten eines kleineren Abdrucks, den Abstand eines Ringadapters zum Kugelkopf vergrössern.
Der Fußdurchmesser beträgt 20mm. Ein Verlängerungs(Rohr)stück zwischen Adapter und Kugelkopf sollte nicht dicker sein.

Ideal wäre natürlich ein Foto-Muttergewinde am unteren Ende und das männliche Gegenstück, ein Foto-Gewindebolzen, oben.
Im Prinzip also eine Art Mittelsäulenverlängerung. Denkbar wäre auch eine Mittelsäule, den Teller könnte man auf 20mm abdrehen. Unten wäre halt eine Gewindebohrung schön.

Was würdet Ihr empfehlen

Gruß
Oliver

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable2« (22. Februar 2013, 21:13)


2

Samstag, 21. April 2012, 09:32

Hi,

Schau sich mal nach Stativ Querausleger um, gibt es z.B. Von bilora mit Gewinde.

Gruß Daniel
Wenn ich was anpacke, ist es schlimmer als wenn zwei was loslassen.

marijonas

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3

Samstag, 21. April 2012, 10:27

Oder ein Benro Einbein. Mein dickeres hat im Fuß zumindest ein 3/8" Gewinde. Umgedreht montiert kannst Du in den Fuß den Gewindebolzen mit 1/4" oder 3/8" einschrauben.
Es gibt noch ein dünneres mit 12mm Durchmesser beim dünnsten Segment. Dr. Lang kann Dir sicherlich den Fussdurchmesser und das Gewinde Mal nachmessen.
Kommt halt darauf an, ob Du überhaupt so etwas langes suchst.

4

Sonntag, 22. April 2012, 22:29

hab mir soeben diesen Zielstock geordert. Sieht nach Alu-Teleskoprohr in stylischem Grün aus und kostet nicht die Welt.
Vielleicht lässt der sich Zweckentfremden, evtl, etwas kürzen und entsprechend adaptieren. Gewindebohrer und Schneideisen für die beiden Fotogewinde hab ich da.
Berichte wieder wenn ich ihn in Händen halte

5

Sonntag, 29. April 2012, 13:28

...Berichte wieder wenn ich ihn in Händen halte

Schaumstoff, Trageschlaufe und Gabelstück hab ich gleich entfernt. So findet man dann am oberen Ende das kleine Fotogewinde mit einer Rändelmutter zum Kontern vor:

Die Teleskopelemente haben im eingesteckten Rohrende jeweils ein geschlitztes Kunststoffteil. Durch direkte Rohrdrehung wird der kegelige Gewindefortsatz eingeschraubt und das Kunststoffteil gespreizt.
Einen Anschlag beim Ausziehen gibt es nicht, aber mit der Markierung kann man eigentlich gut umgehen. Die Klemmung selbst ist wie ich finde ordentlich fest und lässt sich auch schön handhaben

Da das Kleine Fotogewinde nicht bis zur Stirnfläche ausgeschnitten ist lässt sich das Rohr nicht komplett anschrauben.
Wie abgebildet mit der Rändelmutti gekontert eiert das obere Ende beim Drehen am Rotator doch sehr deutlich

schraubt man anstelle der Rändelmutti einen Distanzring dazwischen eiert es kaum noch und dürfte diesbezüglich ausreichend genau sein.
Da es Wochenende war und ich mit Hauseigenen Mitteln am anderen Ende nicht adaptieren konnte hab ich an der Stelle abgebrochen, bzw ein Foto Monopod im ähnlichen Preissegment verwendet.

marijonas

Mega-User

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Beruf: Wasserträger

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6

Sonntag, 29. April 2012, 13:49

Hallo Oliver,

hättest ja einfach mit ´nem 10er Bohrer die Kontermutter leicht senken können ;-) . Oder?

Das Grün ist ja Klasse!

Gruß

Richard

7

Sonntag, 29. April 2012, 15:19

zuhause müsste ich die Mutter mit der Handbohrmaschine bohren und gleichzeitig mit der Hand halten.
Beim 10er Bohrer in so ein kleines Alu-Teil versuche ich das nicht. Ich brauche meine Greifwarzen noch

zur Thematik passt jetzt grad der Lieblingsspruch eines ehamligen Arbeitskollegen:
"Du hast halt Hände wie ein Schraubstock - Nicht so stark aber so dreckig" :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (30. April 2012, 21:23)


8

Montag, 30. April 2012, 21:18

Pimp My Zielstock

Hab den Zielstock heute etwas gepimpt und auf den Rotator appliziert:

Der Zielstock-Fuß wurde abgesägt und durch einen 3/8" Gewindeeinsatz ersetzt.
Den Gewindebolzen am anderen Ende hab ich auch erneuert, den Rundlauf und die Befestigung optimiert.
Ein 3/8" Gewindebolzen erspart mir den Einsatz meines Wasserhahn-Überwurfs ;-)
Da der Stock nen kleineren Durchmesser hat lässt sich die Dosenlibelle des Rotators noch ablesen. Hier die Bilder:

Die Handhabung, speziell das Aus- und Einfahren sowie die Klemmung ist recht angenehm.
Verglichen mit dem dickeren Einbein wird im Nadir mehr vom Stativ oder in meinem Fall vom Rotator sichtbar:

Einziger Nachteil und der ist leider nicht unbedeutend:
Der Zielstock ist deutlich instabiler als das dickere Einbein.
Schon bei 1,2m macht sich Nachfedern beim Drücken des Auslösers bemerkbar und das im Haus.
Im Freien dürfte man bei Wind so seine Freude haben ;-)
Ich hab mit einer Auslöseverzögerung von 10s gearbeitet, dann sind die Resultate gut, aber der Zeitvorteil im Eimer.
Spaßeshalber hab ich auch mal bei 2m probiert. Da biegt sich der Zielstock dann derart durch, daß ich die Beinchen meines Stativs weiter spreizen muss. Sonst kippt die Kombi.

Alles in Allem würde ich sagen eine preiswerte-, leichte- und kompakte Lösung für einreihiges Arbeiten in begrenzter Höher und in geschlossenen Räumen.
Kaum teuerer bei weniger Bastelaufwand ist man mit billigen Einbeinern besser bedient. Die wackeln weniger, sind nen Tick kompakter.
Dass die dickeren Einbeiner dann im Nadirbild sichtbar sind ist nicht wirklich ein Nachteil, da sie lediglich das Stativ abdecken, das ohnehin weg-retuschiert werden muss.

9

Donnerstag, 10. Mai 2012, 06:08

Habe mich dazu entschieden den Zielstock durch ein Carbon-Einbein zu ersetzen und auch beim Kugelkopf ne Nummer größer zu nehmen.
Meine Kombination sieht von unten nach oben jetzt so aus:

Velbon Mini Maxi
Sirui G-20
PT4Pano Rotator "plus"
Sirui P-326
Agno`s Plug for Bracket MrotatorT - Manfrotto 300N
Agno`s RingT8S

Sigma 8mm 3.5
EOS 400D



(Arbeits-) Höhe ausgefahren: 1,76m
(Arbeits-) Höhe eingefahren: 0,65m
Gewicht Kamera mit Fisch, Ring und Plug: 1,2Kg
Gewicht Stativ, Kugelkopf, Rotator und Einbein 1,1Kg
Gesamtgewicht: 2,3Kg

Als 2m-Mann schaue ich bei voll ausgefahrenem Einbein ungebückt durch den Sucher. Das obere Ende federt voll ausgefahren zwar auch ein wenig, schwingt aber recht schnell aus, so daß sich im Gegensatz zum Zielstock in dieser Höhe durchaus damit arbeiten lässt. Der Zielstock bog sich voll ausgefahren durch das Kameragewicht derart durch, daß ich die Beine des Stativ weiter spreizen musste damit die Kombination nicht kippt. Nicht so beim Sirui Einbein. Der größere Kugelkopf erscheint mir vertrauenserweckender als der C-10.

Zu den Sirui-Kugelköpfen sei noch erwähnt daß die Befestigungs-Senkschrauben der von Haus aus montierten Schnellwechselhalter derart verklebt sind, daß man sie mit Werkzeug nicht mehr lösen kann. Das war bei meinen Exemplaren C-10 und G-20 so. Zum Aufbohren der Schraube und vor Allem zum Nachschneiden des Gewindes an der Kugel ist eine Drehbank empfehlenswert.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (10. Mai 2012, 06:31)


10

Donnerstag, 10. Mai 2012, 09:38

Vielen Dank, Undertable, für die ausführlichen Beschreibungen!

Viele Grüße Daniel
Wenn ich was anpacke, ist es schlimmer als wenn zwei was loslassen.

12

Donnerstag, 10. Mai 2012, 14:16

Wie stabil dreht sich die Kamera denn im Nodalpunkt?
Ich kann nicht so ganz glauben, dass diese Komponenten bei Auszug auf Augenhöhe wirklich stabil sind.
Schwankt das System mehr oder weniger als 1-2 cm?
Wenn es so viel ist, bin ich mit Einbein und Wasserwaage ebenso genau.
Gruß vom pano-toffel

13

Donnerstag, 10. Mai 2012, 16:44

Wie stabil dreht sich die Kamera denn im Nodalpunkt?
Ich kann nicht so ganz glauben, dass diese Komponenten bei Auszug auf Augenhöhe wirklich stabil sind.
Wie oben bereits erwähnt:
Das obere Ende federt voll ausgefahren zwar auch ein wenig, schwingt aber recht schnell aus, so daß sich im Gegensatz zum Zielstock in dieser Höhe durchaus damit arbeiten lässt. Der Zielstock bog sich voll ausgefahren durch das Kameragewicht derart durch, daß ich die Beine des Stativ weiter spreizen musste damit die Kombination nicht kippt. Nicht so beim Sirui Einbein...

Schwankt das System mehr oder weniger als 1-2 cm?
Kann ich Dir nicht sagen, ich warte halt kurz bis es sich beruhigt hat. Wir reden hier vom Vollauszug 1,73. Da schaue ich als 2m Mann gerade stehend durch den Sucher. Man muss ja auch nicht immer bis ganz nach oben, nur wenn man es möchte geht es.
Falls Du die bleibende Durchbiegung meinst ist es mir ehrlich gesagt egal ob`s 1 oder 3cm sind solange mir das im Ergbenis nicht auffällt
Wenn es so viel ist, bin ich mit Einbein und Wasserwaage ebenso genau.
Und wem das Einbein noch zu viel ist der erreicht mit dem Lot am Objektiv vermutlich ähnliche Präzision (Danke Cornelius). Das zweifelt auch Keiner an, zumindest wenn`s schön hell ist. Ich zitiere mal vom Nadir Pfad:
Bei einer "geschickten" Einbeinlösung ist der Nadirabdruck des Adapters samt Stativ derart gering dass es nicht mit den anderen Lösungen zu vergleichen ist.
Bei ausreichend Licht eine klasse Lösung!


Gruß
Oliver

Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (10. Mai 2012, 17:09)


14

Donnerstag, 10. Mai 2012, 22:58

Wie stabil dreht sich die Kamera denn im Nodalpunkt?



und hier noch ohne Kamera. Für 6 Segmente ist das meines Erachtens noch brauchbar

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (10. Mai 2012, 23:22)


15

Freitag, 11. Mai 2012, 00:24

Vielen Dank für diese aussagekräftigen Bilder!
Der Stab steht erstaunlich gut, das ist viel besser als ich vermutet hatte!
Wenn Du jetzt noch die Kamera um einen halben Stabdurchmesser nach vorne schiebst, geht die Abweichung schon fast gegen Null!

Danke für's Zeigen!
Gruß vom pano-toffel

16

Freitag, 11. Mai 2012, 00:40

nix zu danken, hat mich letztendlich auch interessiert :-)

17

Freitag, 11. Mai 2012, 23:06

Nach dem Übereinanderlegen der Bilder muss ich meinen Spruch von weiter oben widerlegen:
...Kaum teuerer bei weniger Bastelaufwand ist man mit billigen Einbeinern besser bedient. Die wackeln weniger, sind nen Tick kompakter...
leider eiern sie allerdings schon ohne aufgesetzte Kamera derart daß sie meines Erachtens nicht für diesen Zweck geeignet sind. Dies liegt nicht nur an der Ungenauigkeit der originalen Kamera-Anschraubbasis (billiges Plastikteil mit 1/4" Stahlbolzen) sondern auch daran daß die ausgezogen geklemmten Rohrsegmente nicht zueinander fluchten. Will man für`s Ende des dicken Rohrs einen Rotator-Adapter drehen, der auch den Rundlauf verbessern soll so sei auch erwähnt daß es sich um ein Profilrohr handel daß innen nicht komplett rund ist - das macht es etwas aufwändiger.

Für`s gleiche wenige Geld würde ich persönlich den Zielstock vorziehen und mit diesem zumindest bei aufgesetzter DSLR nicht vollausgezogen arbeiten. Die Segmente fluchten zueinander relativ gut und es handelt sich um simples rundes Alu-Rohr. Dadurch ist es einfacher auf den Rotator adaptiert.

abschließend noch die Gegenüberstellung:




Obwohl alle 3 auf gleiche Höhe ausgezogen sind hinkt der Vergleich ein wenig. Das Sirui Einbein (Carbon) ist ca. 6 mal so teuer wie das Walimex-Alu. Dem entsprechend muss man bei Letzterem natürlich Abstriche machen. So ist z.B. die Kamera-Basis ein billiges Plastikteil, das mit 3 Schrauben am Umfang ins Alurohr verschraubt ist. Bei der vorgesehenen Verwendung stört das nicht unbedingt. Wenn man es aber wie hier umgekehrt auf einen Rotator schraubt macht sich eben ein schlechter "Planlauf" bemerkbar ;-)
Das Sirui hat an der Stelle bereits ein Metallteil das gut läuft. Ich musste lediglich noch auf den Rotator adaptieren. Das Alu-Rohr des Zielstocks ist innen komplett rund. Ein einfaches Drehteil verbesserte den Rundlauf entsprechend.

Das Walimex ist meines Erachtens für diese Anwendung nicht zu gebrauchen. Man hat den Eindruck daß es nicht nur an der Kamerabasis eiert sondern auch an den einzelnen Segmenten in sich. Der Zielstock läuft nach Bastelei ohne Last schön rund allerdings biegt er sich mit aufmontierter Kamera etwas durch. Das Hauptproblem des Zielstocks ist daß er voll ausgefahren nachfedert. Das macht das Sirui voll ausgefahren zwar auch jedoch kommt es deutlich schneller zum Stillstand.

Interessant wäre z.B. noch ein Carbon mit 4 Segmenten. Logischerweise ist das Packmaß größer aber die bessere Steifigkeit dürfte hier von Vorteil sein. Das Sirui P-424 beispielsweise hat dickere Rohre (36/32/28/25) aber ich wollte es nicht opfern da es auch dickere Schraubverschlüsse als das P-326 hat (48/44/40), die möglicherweise schon im Bild auftauchen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (12. Mai 2012, 11:41)


18

Samstag, 12. Mai 2012, 12:00

Wenn Du den Rotator nicht unten, sondern oben einbauen würdest, spielt die Fertigungs-Präzision des Rohres bzw. Einbeins keine Rolle mehr. Dann zählt nur noch die Verformung durch Biegen. Ist das mit Deinen Bauteilen machbar, oder hätte das einen anderen Nachteil?
Gruß vom pano-toffel

19

Samstag, 12. Mai 2012, 13:20

Mit einem Außendurchmesser von 55mm ragt der Rotator rund 10mm über die Objektivkante in den sichtbaren Bereich des 8mm Fisches. Je weiter der von der Linse weg ist umso kleiner sein Fußabdruck.
Mit einer Art Stange/Verlängerung/Einbein/ wollte ich einen kleinst möglichen Fußabdruck erreichen. Mit der geschilderten Kombination bleibt der Abdruck des Rotators gerade noch weitgehend auf dem Stativ, das ohnehin wegretuschiert werden muss.

Wenn ich jetzt mit dem Rotator weiter hoch gehe wird dessen Fußabdruck natürlich wieder größer

20

Montag, 14. Mai 2012, 22:55

hier noch das Sirui P-424 (noch mit Wasserhahn-Überwurf am unteren Ende)


Mit entsprechendem Drehteil anstelle des Wasserhahn-Überwurfs erhoffe ich mir noch besseren Rundlauf - evtl. Morgen
Die relativ großen Verschraubungen schatten jetzt zwar den Rotator ab, überragen diesen aber kaum.
»Undertable« hat folgende Bilder angehängt:
  • 02_Vergleich_crop_a.jpg
  • 01_Vergleich_b.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (16. Mai 2012, 05:00)