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Samstag, 16. Februar 2013, 15:56

... Leichter Wind, Fototasche an den Haken, 200 mm Tele-Aufnahmen von Gebäude-Details gemacht. Belichtungszeiten zwischen 1 und 15 Sekunden ...

Ich nehme mal an, du hast den Bildstabilisator nicht ausgeschaltet. Ich dachte allerdings eher an Bilder mit Fisheye, Blende 8 und 2/100 sec. und endlich mal auslösen zu können, ohne immer eine Hand am Stativ zu haben, auch wenn man 60 - 80 m über dem Wasser steht.

Gérard

42

Samstag, 16. Februar 2013, 17:20

wenn so ein aufgehängtes Gewicht erst mal pendelt wäre schon denkbar daß es auch am Stativ zerren kann...
Genau das ist es. Ganz leichtes Pendeln reicht, um völlig unscharfe Bilder zu erzeugen.
Gruß vom pano-toffel

43

Samstag, 16. Februar 2013, 17:25

... Ich dachte allerdings eher an Bilder mit Fisheye, Blende 8 und 2/100 sec. und endlich mal auslösen zu können, ohne immer eine Hand am Stativ zu haben, auch wenn man 60 - 80 m über dem Wasser steht.
Wenn der Wind so stark ist, dass man das Stativ festhalten muss, dann würde ich keinesfalls noch ein "Segel" an den Haken hängen. Das Richtige wären Gewichte, die sehr weit unten an den Stativbeinen angebracht sind, ohne dass sie pendeln können.
Alternativ kräftige Spikes, die man tief genug in den Boden treten kann, ähnlich wie bei Vermessungs-Stativen.
Gruß vom pano-toffel

44

Samstag, 16. Februar 2013, 17:43

Zitat

Bevor ich das Stativ (Manfrotto 055XPROB) beschwert hatte, gab es scharfe Bilder.

Das 055 ist dafür auch nicht geeignet.
Ich habe es selbst jahrelang eingesetzt, und die Mittelsäule ist beweglich, selbst wenn sie ganz eingefahren ist.

45

Samstag, 16. Februar 2013, 18:03

Das Richtige wären Gewichte, die sehr weit unten an den Stativbeinen angebracht sind, ohne dass sie pendeln können.

Ich kann aufgrund meiner Mittelsäule (Manfrotto MDEVE Stativ mit Handgriff unten) ohnehin nur ein Aufhängung anbringen, die an den drei Beinen befestigt werden muss. Damit sollte das Pendeln eigentlich verhindert sein. Das Problem mit der Mittelsäule, das Jürgen genannt hat, bleibt vielleicht, obwohl die Konstruktion ja anders als beim 055 ist, ist aber bei eingefahrener Säule und kurzen Belichtungszeiten nicht ganz so dramatisch

Zitat

Alternativ kräftige Spikes, die man tief genug in den Boden treten kann, ähnlich wie bei Vermessungs-Stativen.

Spikes funktionieren eher nicht, da der Untergrund häufig aus Fels besteht.

Gérard

Undertable

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46

Sonntag, 17. Februar 2013, 11:50

Einbein Benro C18T

weiter vorne im Thread habe ich als Mittelsäulensersatz für Panostativ(e) verschiedene Einbeine verglichen .
Bei mir kamen letztendlich 2 Carbon-Einbeine von Sirui zum Einsatz weil Sie
a) über das Metallgewinde an deren Griffteil aufgenommen einen guten Rundlauf hatten,
b) auch bei aufmontierter Kamera noch vergleichweise steif waren,
c) Carbonrohr generell leicht ist
d) gerade das P-326 mit seinen 6 Segmenten ein schönes kleines Packmaß hat.

Nachteilig war daß beide Modelle am unteren Ende einen Gummifuß mit versenkbarem Spike fest verbaut/eingeklebt hatten.
Um in diesem speziellen Anwendungsfall NPA mit Kamera befestigen zu können mussten sie bearbeitet werden:
-Entfernen des Fußes durch kürzen/absägen des unteren Carbonrohrs.
-Ausdrehen des Carbonrohrs (Passdurchmesser für Einsatz)
-Drehen einer Metallbuchse mit dem grossen Fotogewinde (3/8-16 UNC)
-Einkleben der Gewindebuchse.

Hier hat soulbrother ein Einbein mit 3/8" Gewinde gesucht und mit dem Benro C18T auch tatsächlich eins gefunden, das dieses Gewinde von Haus aus an beiden Enden hat. Das hab ich mir mal genauer angeschaut und möchte es meinem Vergleich hinzufügen:

Auf den ersten Blick ähneln die Rohrsegmente zumindest optisch stark denen der Sirui-Einbeiner. Das Benro (4 Segmente) ist ca. 4cm kürzer als das kleine Sirui (6 Segmente) im modifizierten Zustand (abgesägter Fuß u. eingeklebte Gewindebuchse). Da die Rohrsegmente des Benro im Durchmesser kleiner als die des Sirui sind kam es mir zunächst irgendwie instabiler vor aber der Test sollte Klarheit schaffen.
Dazu hab ich das Benro mit original aufgeschraubtem Kunststoffteller und Handschlaufe auf den Rotator geschraubt. Am anderen Ende habe ich lediglich den Fuß abgeschraubt und mit bereits vorhandenem 3/8" Gewindebolzen Ringhalter mit Kamera montiert.

Wie man sieht sind Rundlauf und Durchbiegung ähnlich gut wie beim Sirui. Bei null Bastelaufwand ist das Benro meinen Recherchen zufolge gegenwärtig sogar rund 15€ billiger ( Sirui P-326 / Benro C18T ).

Hier noch ein paar Details:

Die Verbindungen beider Hersteller unterscheiden sich nur gering, sind also vom Prinzip her gleich:


Am Griffteil ähnelt das Benro dem Sirui ebenfalls. Bei beiden Modellen lassen sich die Teller abschrauben. Je nachdem wie herum man den Gewindebolzen einschraubt kann man beide Fotogewinde nutzen. Beim Benro braucht man hierfür ein Werkzeug, beim Sirui geht das von Hand durch drehen am (größeren) Teller.


Großes Fotogewinde an beiden Enden, das sollte man meines Erachtens so standardisieren. Zumindest sollten sich andere Hersteller hier ein Beispiel nehmen.
Schließlich ist es doch ein gutes Verkaufsargument wenn sich die Einbeiner auch für andere Zwecke einsetzen lassen. Benro zeigt daß dies keine Preisfrage ist.


Herausdrehbarer Fuß

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (20. Februar 2013, 05:28)


47

Sonntag, 17. Februar 2013, 17:43

Hallo Oliver,

vielen Dank für Deine sehr instruktiven Erläuterungen und Bilder zum Thema Einbeinstative und Mittelsäulenverlängerung.

P.S. Wenn es sie denn gäbe, würde ich Dich für die Ehrendoktorwürde der Panografie vorschlagen.
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

Eine Auswahl meiner Panoramen

| D800 | 16er/10,5er Fisheye-Nikkor | Pano-Maxx | Capture NX2 | PTGui Pro | Panorama Studio 3 Pro |

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48

Sonntag, 17. Februar 2013, 20:07

Hallo Tom,

gern geschehn. Bin geschüttelt und gerührt :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (19. Februar 2013, 12:57)


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49

Montag, 18. Februar 2013, 20:45

zum Panostativ

Die mittige Gewindebohrung auf der Unterseite bekommt vielleicht mal noch nen Haken

für die Gewindebohrung hat sich heute ein anderer recht praktischer Zweck gefunden. Mit der Adaption auf den größeren Außendurchmesser der FLM-Nivellierplatte hab ich mir Feisol`s Option verbaut, die Beine über die Mittelsäule zusammenklappen zu können.
Sprichwörtlich ist meine Mittelsäule "im Handumdrehen" oben heraus- und auf der Unterseite wieder eingedreht. Ähnlicher Effekt mit einem Packmaß von 50cm:

Für die zugehörige FEISOL-Stativtasche leider um Rotator und Nivellierer zu lang aber da wird sich sicherlich noch was Passendes finden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (18. Februar 2013, 21:32)


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50

Freitag, 1. März 2013, 18:11

Nadirvergleich bei unterschiedlichem Auszug Sirui P-326

Heute hab ich nochmal den Nodalpunkt justiert. Um zu sehen was ohne Mittelsäule möglich ist hab ich den NPA samt Kamera und Linse direkt auf den Rotator geschraubt bzw. mit einem Reduzierstück von 20mm Länge dazwischen.


Anschließend habe ich Nadirbilder gemacht bei jeweils unterschiedlichem Auszug des Teleskoprohrs. In der Praxis würde man für bessere Stabilität je nach Bedarf erst die dickeren Segmente ausziehen. Hier hab ich umgekehrt mit den dünnen Segmenten begonnen.

Sirui P-326:


Sirui P-424:


Benro C18T:


Zielstock:

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (2. März 2013, 17:53)


51

Samstag, 2. März 2013, 21:16

Abdruck?

Da hier immer vom "Abdruck" die Rede ist, eine etwas ketzerische Anmerkung:

Mit einem vernünftigen Bodenbild, was einen größeren Bodenbereich abdeckt, kann man vor allem auch alle Bodenschatten ohne Retusche (!) eliminieren, die zumindest bei meinen Panoramen quasi immer eine große Rolle spielen. Das Verdecken des Stativ ist da fast sekundär, die Größe des Stativabdrucks unwichtig. Die Nachteile beim Aufstellen des Stativs mit den kleinen Füßen in freier Natur oder unebenen Boden überwiegen.

Aber vom Handwerklichen her: jeden Respekt!

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52

Sonntag, 3. März 2013, 00:10

Hallo Malum,

Deine Anmerkung verstehe ich keinesfalls als ketzerisch. Du teilst hier Deine Erfahrung und vom Erfahrungsaustausch lebt doch ein solches Forum. In diesem Sinne also bitte immer her damit.

Kannst Du bitte grob Deinen Workflow mit dem Bodenbild umreißen? Machst Du die Bodenbilder Freihand und zupfst sie dann im Photoshop entsprechend passend hin? Oder fügst Du die schon beim Stitchen mit rein und maskierst?

Obwohl mich insbesondere Kugelpanoramen zwar schon ein paar Jahre faszinieren und beschäftigen ist es doch so daß mein persönlicher Schwerpunkt auf der Bastelei von Teilen meines Equipments liegt. Natürlich soll mir das dann auch einen Nutzen bringen und muss entsprechend erprobt werden. Langfristig wird schließlich nur das zum Einsatz kommen, was sich in der Praxis auch bewährt. So hat sich zumindest bei mir für einreihiges Arbeiten das Ministativchen mit aufgesetztem Einbein bewährt. Nicht nur aufgrund dessen relativ kleinen "Abdrucks" und Schattenwurfs sondern auch weil`s so klein und leicht ist daß man es in die Fototasche stecken kann. Abstriche bei der Stabilität

Zitat

Nachteile beim Aufstellen des Stativs mit den kleinen Füßen in freier Natur oder unebenen Boden überwiegen.
nehme ich z.B. im Urlaub oder auf Wanderungen gern in Kauf wenn mir ein Stabiles Stativ zu sperrig und zu schwer ist. Andereseits gibt es aber auch geplante Situationen, wo Equipment problemlos mit dem Auto hintransportiert werden kann oder eben nur kurze Strecken getragen werden muss. Da darf dann auch gerne stabileres Equipment zum Einsatz kommen das mehr Komfort bietet. Bei unproblematischem Boden dürfen meiner Meinung nach die Vorteile eines kleinen, leicht zu transportierenden Stativs gerne mit dem kleinen "Abdruck" kombiniert werden. Es kommt halt immer auf den Anwendungsfall an.

53

Sonntag, 3. März 2013, 06:17

Hallo Untertable.

Verfolgte diesen thread nicht , da sich doch so stark entwickelt hat , erlaube mir auch meine erafhrungen dazu beitragen.

Die ganze überelgung erinnert mir an eine schnelle lokomotive, die auf den gleisen wunderbar donnert , leider falsche richtung fährt.

1. Sinrui - hat einen schöncheitsfehler , oder besser gesagt - einen konstrutkionsfehler. Der gewindesprung bei den schrauben zu klein ist , gewinde zu dicht ist. Um eine schraube locker zu machen / blockieren braucht man 3 bis 4 handbewegungen *2. Bei 12 schrauben + drei schrauben am monopod um stativ ausstellen braucht man um 40 bis 50 *2 handbewegungen. Es schliesst ergonomische anwendung praktisch aus - was bei mobilem einsatz besonders wichtig ist.
2. So kleinen stativ mit langer seule muss auch am boden ziemlich genau nivelliert werden . Kein problem im zimmer , auf asphaltstrasse , aber in der natur, wo boden selten eben ist, sollte man stativ nivellieren . Und das mit der beinenlänge durchfüchren ist möglich, aber nicht wirklich einfach und schnell. wenn es nicht gemacht wird, passiert dass die mittelseule nicht senkrecht steht und obere ende deutlich von der schwerpunktlage abweicht , was unstabilität erhöht , also das ganze umkippen kann.
3. Überhaupt so lannge seule, wenn nicht oben gehalten wird ist sehr unstabil. Bei etwas wind , erschüterungen usw. die kamera oben wackeln wird. Es ist typische selbstunstabieliesierende ( labile) konstruktion ( wie ein pendel mit dem gewicht in oberer lage).
4. Man sollte keinen angst von etwas grösserem nadirfleck haben . es hat vorteile - nähmlich fishey am rande die grösste verzerrung hat , schlechteste abbildungsqualität. Wenn man diesen randbereich zum bild beifügt , dort abbildungsqualität schlechter ist . Es ist sinvoll nicht zu kleine stitchingfläche anwenden , damit randbereich des objektivs nicht zu gross genommen wird , besonders oben und unten / grösste verzerrungen/. Wegen bildqualität es ist immer vorteilhaft die ausschnitte vom bildzentrum zu verwenden , so passiert eben durch einen nadirbild. Man kann locker etwas mehr abzudecken was zu gunsten bildqualität ist - aufwand ist der selbe.


Ich lege sehr grosser aufmerksamkeit an ergonomie bei mobiller fotografie , da möchte ich so wenig wie möglich zu tragen und möchte nicht mehr als notwendig der zeit für die bedienung des equipments zu verlieren. Lieber fotografie ein pano mehr , als in der zeit 60-80 mal drehe den hand um- um den stativ ausstellen.


Deswegen benutze ein sehr leichter stativ ( um 650 gramm ) mit klemmen ( 2 ausziehbare segmente) . um die spreizung etwas beschrenken, unten in der führung der seule habe einen ring montiert ( foto) . Das ganze ist nicht wirklich super stabil , jedoch wenn kein wind weht, mit 30 sek habe oft belichtet . Mittelseule eigentlich wegen stabilität kann ich nicht mehr als paar cm ausziehen ( das ganze inkl nandiradapter passt in einen flugzeugtauglichen koffer)
Ich glaube den ganzen konstruktionsaufwand lässt sich durch optiemierung der komputerarbeit vermeiden.
»Panpan« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_3325.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (3. März 2013, 09:37)


54

Sonntag, 3. März 2013, 09:39

Hallo Undertable,

anbei die 8 Haupbilder von einem Panorama, an dem ich gerade arbeite. Wie man sieht, sieht man kein Stativ.
Dafür aber viel Schatten. Am Freihand-Bodenbild kann man die typische Körperhaltung und die nach
Schattenwurf optimierte Standposition erkennen. Wichtig ist, die Kamera minimal höher als die
normale Position zu halten, damit auch der Kameraschatten verschwinden kann. Hängt von der
Bodenstruktur ab, ob das geht, ansonsten ist der Kameraschatten zu retuschieren.



Kontrollpunktqualität in PTGUI inkl. Bodenbild: 0,7
Ein paar Tupfer auf die Schatten im Maskenreiter in PTGUI und fertig, Stativ spielte keine Rolle.

Bei Panoramen mit langer Belichtung geht Freihand logischerweise nicht. Dann hat man meist
mit sehr viel mehr Schatten von künstlichen Lichtquellen zu kämpfen.
Bodenbild schräg vom Stativ aufnehmen, in PSD in die untere Würfelseite einfügen.
Geht oft auch fast ohne Retusche. Auch dabei spielt das Stativ keine Rolle.

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55

Sonntag, 3. März 2013, 13:04

Hallo Panpan,

zu 1.)
bitte das Folgende nicht falsch verstehen, ich meine das wirklich nicht böse aber um es mit Deinen Worten auszudrücken: wenn ein Zug in die falsche Richtung fährt, dann doch der " mit Deiner Vermutung
1. Sinrui - hat einen schöncheitsfehler , oder besser gesagt - einen konstrutkionsfehler. Der gewindesprung bei den schrauben zu klein ist , gewinde zu dicht ist....
Um Etwas berechtigerweise als einen Konstruktionsfehler deklarieren zu können sollte man meines Erachtens zumindest den Wissenstand der beschuldigten Entwickler haben. Das bedeutet allgemein fachlichen Background aus der Branche und auch tieferen Einblick in die spezielle Materie verbunden mit einer gewissen Erfahrung in dem Bereich.

Auf Deine Umschreibung passt meiner Meinung nach die Gewindesteigung (P). Allem Anschein nach verwendet Sirui sogar eine größere Steigung als einige andere Hersteller:

Zitat

Um eine schraube locker zu machen / blockieren braucht man 3 bis 4 handbewegungen

Ich bin kein Stativ-Konstrukteur und kann daher nur Vermutungen äußern. Daher nehme ich stark an daß die Eigenschaft/Haptik, wie gut sich eine solche Schraubklemmung sicher anziehen und wieder lösen lässt (so daß z.B. ein Bein leicht hearusgleitet) in großem Maße von den verwendeten Paketen an Kunststoff-Klemmringen/-Segmenten abhängig ist. Wenn man mal einige solcher Schraubklemmverbindungen demontiert hat fällt auf daß das Prinzip zwar immer dasselbe ist, sich aber diese Klemmring-Pakete in Anzahl, Material und Form stark unterscheiden. Das ist vermutlich die Kunst einer guten Konstruktion!

Die Gewindesteigung allein beeinflusst zwar Kraft und Selbsthemmung einer Schraubverbindung, ist aber meines Erachtens nicht allein dafür verantwortlich ob man zum Lösen nun 3 oder 4 Handbewegungen braucht. Natürlich braucht es bei einer kleineren Steigung mehrere Umdrehungen oder Handgriffe um die Mutter eine bestimmte Strecke herauszudrehen. Das ist aber hier nicht relevant, weil man bei einem geschickt konstruierten Klemmringpaket zum Lösen der Verbindung "nur" die Selbsthemmung des Gewindes überwinden muss.

Wenn ich nach Betätigung meiner Exemplare schätzen darf sind dies Umdrehungen von:
- Sirui ca. 90°
- Benro ca. 100°
- Feisol ca. 45°
- Giottos ca. 100°

Das erweckt in mir den Eindruck, daß unter meinen Testkandidaten gerade Feisol seine Hausaufgaben gut gemacht hat denn bei kleiner Steigung (hoher Kraft) muss am wenigsten gedreht werden um die Verbindung zu lösen. Wer da andere Erfahrungswerte hat darf mich hier gerne korrigieren.


zu 2.)

Zitat

2. So kleinen stativ mit langer seule muss auch am boden ziemlich genau nivelliert werden... in der natur, wo boden selten eben ist, sollte man stativ nivellieren .
Sehe ich genauso. Aus diesem Grund haben alle meine Lösungen eine Nivelliereinrichtung (Kugelköpfe Sirui G-10 / G-20 , Nivelliereinrichtung FLM LB 15 )

Zitat

das mit der beinenlänge durchfüchren ist möglich, aber nicht wirklich einfach und schnell.
Die Durchführung ist eigentlich einfach, wenn man erst mal weiß auf welche Libelle man sich verlassen kann. Nach einer Präzisionslibelle ausgerichtet stimmt z.B. die Dosenlibelle in meinem NPA einigermaßen. Die des Rotators liegt aber daneben und ist somit unbrauchbar. In meinem Anwendungsfall ist das nicht weiter schlimm da sie ohnehin vom aufgeschraubten Einbein verdeckt wird.


zu 3.)

Zitat

Überhaupt so lannge seule, wenn nicht oben gehalten wird ist sehr unstabil. Bei etwas wind , erschüterungen usw. die kamera oben wackeln wird.
Eine lange (Mittel-) Säule kostet natürlich immer Stabilität. Dennoch gibt es, so man sich dafür entscheiden will, recht große Unterschiede im Schwingungsverhalten. Als Entscheidungshilfe habe ich meine Erfahrungen denke ich ausrreichend detailliert gegenübergestellt.

zu 4.)

Zitat

Man sollte keinen angst von etwas grösserem nadirfleck haben
Wenn ich den Nadir möglichst klein halten will, dann hat mich in dieser langen Abhandlung letztendlich auch die technische Machbarkeit gereizt
Ein Nadirfleck hat bei mir bislang aber noch keine Angszustände ausgelöst. Es gibt tatsächlich Schlimmeres in der Welt :-)

Zitat

fishey am rande die grösste verzerrung...abbildungsqualität schlechter...
Der Sachverhalt ist mir bekannt. Darüber entscheidet die Situation:
Bei Vorhaben in web-Auflösung und Böden mit weniger interessanten Details kann man das Nadirbild getrost vernachlässigen. Für höhere Auflösungen mit Zoom-Potenzial und strukturierten Böden ist ist es förderlich.

Zitat

Wegen bildqualität es ist immer vorteilhaft die ausschnitte vom bildzentrum zu verwenden...durch nadirbild.
Mit ein Grund warum ich meinen NPA um die Nadirfunktion erweitern wollte. Über die Zweckmäßigkeit gibt es geteilte Meinungen. Das haben wir ja in Robert`s thread schon ausgiebig diskutiert

Zitat

grosser aufmerksamkeit ...an ergonomie bei mobiller fotografie... wenig wie möglich zu tragen...nicht mehr als notwendig der zeit für die bedienung des equipments zu verlieren. Lieber fotografie ein pano mehr als in der zeit 60-80 mal drehe den hand um- um den stativ ausstellen.

Deswegen benutze ein sehr leichter stativ...mit klemmen...spreizung etwas beschrenken...in der führung der seule...ring montiert...nicht wirklich super stabil , jedoch wenn kein wind weht, mit 30 sek habe oft belichtet .
Die Vorzüge eines solchen Stativs kenne und schätze ich ebenfalls. 70% aller Fotos die ich zuhause mache, für die Bucht oder Forenbeiträge aber auch kleine Ausflüge in der Nähe entstehen mit diesem Billigstativ:

Dieses Modell hat von Haus aus bereits eine arretierbare Ringklemmung an der Mittelsäule. Einzig oben habe ich basteln müssen. Da das originale Wechselsystem für DSLR kaum zu gebrauchen ist hab ich ne Hebelklemme von RRS draufgemacht. Die kostet zwar ein Vielfaches vom Stativ aber die häufige Anwendung rechtfertigt das in meinem Fall.

Für Panoramen setze ich das Stativ aber nicht ein. Dafür ist es meines Erachtens zu anfällig für Schwingungen. Mit dessen relativ harten Füßen ist es zumindest bei mir indoor nicht zu gebrauchen. Es würde sich beim Drehen und rasten des Rotators permanent verschieben.

Zitat

Ich glaube den ganzen konstruktionsaufwand lässt sich durch optiemierung der komputerarbeit vermeiden.
Im Umkehrschluß könnte ich jetzt sagen daß sich die Computerarbeit durch eine geschickte Konstruktion reduzieren ließe. Schon die Wortwahl lässt erkennen wo wir zwei unsere Vorlieben haben: Für Dich ist Konstruktion ein "Aufwand". Ich hingegen konstruiere und bastele sehr gern. Und schon sind wir wieder bei der Diskussion in Robert`s thread angelangt: Verschiedene Wege führen zum Ziel.

Sorry für den Roman aber da musste ich etwas weiter ausholen :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (3. März 2013, 15:25)


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Sonntag, 3. März 2013, 13:44

Hallo Malum,

herzlichen Dank daß Du Dir die Zeit genommen hast Deinen Worflow auch mit Bildern kurz zu erläutern.
Das klingt recht einfach und ich bin erstaunt daß PTGUI scheinbar so gut mit mit Freihandbildern umgehen kann.

Auch der folgende Tipp ist sehr aufschlussreich:
Wichtig ist, die Kamera minimal höher als die normale Position zu halten, damit auch der Kameraschatten verschwinden kann.
Werde das auf jeden Fall mal ausprobieren.

57

Sonntag, 3. März 2013, 14:57

Sparen am Gewicht kann man übrigens auch, wenn man gar kein Stativ benutzt. Da kann trotzdem was herauskommen, siehe hier (allerdings wegen Stativverbot) Freihand aufgenommen, wie viele meiner Panoramen innen.




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Sonntag, 3. März 2013, 15:23

Glückwunsch. Ist wirklich gut geworden. Hast Du da Deine Schnur mit dem Lot benutzt oder wirklich vollkommen freihändig?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (3. März 2013, 15:32)


59

Montag, 4. März 2013, 14:14

Zitat

Um Etwas berechtigerweise als einen Konstruktionsfehler deklarieren zu können sollte man meines Erachtens zumindest den Wissenstand der beschuldigten Entwickler haben. Das bedeutet allgemein fachlichen Background aus der Branche und auch tieferen Einblick in die spezielle Materie verbunden mit einer gewissen Erfahrung in dem Bereich.


Kannst sich selbst überzeugen . Schaut im geschäft ein stativ mit der schraubenklemme wo die notwendige handbewegung nicht grösser als an einem motorradgashebel ist. Was für eine erleichterung !.
Mit einer kleiner handbewegung ist die schraube blockiert / locker .
bei sinrui brauchst oft 3 bewegungen ( jeweils um diese ca 30 grad), bei 9 - 12 schrauben das ist schon eine schöne masochistische übung - eigentlich kostet zeit.
bei anderen konstruktione wird das so schnell wie mit einer hebelklemme gemacht - eine bewegung nach vorne / hinten.
wenn einmal pro jahr ein stativ ausstelen willst - spielt keine rolle , aber wenn alle paar minuten bei einem ausflug - man kann es besser lösen.



bin sicher das in paar jahren sinrui solche lösung einführen wird. Die haben darüber nicht gedacht.

Selten phantasiere ich bei technischen problemem.

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Dienstag, 5. März 2013, 06:42

Hallo Panpan,
Schaut im geschäft ein stativ mit der schraubenklemme wo die notwendige handbewegung nicht grösser als an einem motorradgashebel ist.
Welches Stativ genau ist es denn von dem Du so begeistert bist? Dann könnte ich mir das in der Tat bei Gelegenheit mal irgendwo anschaun und vergleichen.

Zitat

bei sinrui brauchst oft 3 bewegungen ( jeweils um diese ca 30 grad)
Ich arbeite nicht bei Sirui, nicht einmal in der Branche, und fühle mich auch sonst nicht verpflichtet für die unbegründet Werbung zu machen. Ich besitze und benutze aber nun schon eine Weile 2 Stative und 2 Monopods von Sirui und alle Verschraubungen* lassen sich sehr leicht und mit nur einem Handgriff anziehen und wieder lösen. Alle Rohrsegmente* rutschen nach dem problemlosen Lösen sehr leichtgängig von alleine raus.

* edit: einzig die Mittelsäulenklemmung beim M-3204 hat Verbesserungspotenzial. Da muss man tatsächlich bis zu 3 mal ranfassen. Auch gleitet sie etwas schwergängig.

Zitat

bei anderen konstruktione wird das so schnell wie mit einer hebelklemme gemacht - eine bewegung nach vorne / hinten.
Vergleichst Du jetzt die Schraubklemmung mit der Hebelklemmung? Beide haben ihre Vor- und Nachteile und beide haben ihre Daseinsbrechtigung

Zitat

Die haben darüber nicht gedacht.
Das vermutest Du allenfalls

Zitat

Selten phantasiere ich bei technischen problemem.
Das behauptet auch Keiner. Allerdings liegt hier meines Erachtens auch kein technisches Problem vor

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (5. März 2013, 07:28)