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1

Sonntag, 30. Oktober 2011, 13:39

Sphärisches Panorama mit Canon 10-22mm - 30° oder 45° kippen?

Hallo zusammen,

ich bin dabei mit meiner Canon 7D und dem Canon 10-22mm Weitwinkelobjektiv Aufnahmen zu erstellen. Da ich meist bei 10mm fotografiere, mache ich meine Stops jeweils alle 60°. Da ich aber für mein sphärisches Panorama mehrreihige Aufnahmen benötige, weiß ich im moment nicht genau, wie weit ich meinen Panomaxx kippen muss, um einwandfreie Aufnahmen zu erstellen.

Hier nochmal meine Überlegung zur Bildanzahl:

10mm: 6 Aufnahmen, alle 60°
+45°: 6 Aufnahmen
-45°: 6 Aufnahmen
Zenit: 1 Aufnahme
Nadir: 4 Aufnahmen
alles mal 3, da HDR
--------------------------------
69 Aufnahmen

Ist meine Rechnung korrekt, oder doch zu viel des Guten? :D

Danke für die Hilfe!

Gruß
Sebastian

2

Sonntag, 30. Oktober 2011, 14:11

Du machst zu viele Aufnahmen.
Welche Neigungswinkel Du brauchst, ist motivabhängig.
Du könntest 8 Bilder bei 0° machen (bei 6 hast Du zu knappe Überlappung)
dann je 4 Bilder bei ±45...60° (damit sind Nadir und Zenit geschlossen)
zusätzlich ein Nadirbild ohne Stativ

Das sind 3x17 = 51 Bilder insgesamt

Alternativ kannst Du je 8 Bilder bei ±30° aufnehmen,
dann brauchst Du 1 Nadir und 1 Zenit dazu
und natürlich 1x ohne Stativ.

Das wären 3x19 = 57 Bilder.

Bei der ersten Variante könnte es knapp werden, am Horizont genügend Kontrollpunkte zu bekommen,
und bei der zweiten Variante ist es schwierig mit Leuten und anderen bewegten Motiven, die beim Stitchen nicht zusammenpassen.

Du kannst Dir aber auch ein beliebiges anderes Konzept entwickeln, und das muss nicht unbedingt symmetrisch sein.
Gruß vom pano-toffel

Der Flo

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3

Sonntag, 30. Oktober 2011, 14:56

In Innenräumen bin ich auch immer mit 6 Bildern bei plus und minus 30 Grad gut hingekommen.
Flo

4

Sonntag, 30. Oktober 2011, 15:08

@Der Flo: also bei 0° 6 Bilder alle 60°, und dann nochmal 12 Bilder bei ±30°? Wie hast du es dann mit Zenit und Nadir gemacht?

@pano-toffel: vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung, ich werde beide Varianten von dir mal durchtesten! Bewegte Motive hätte ich nicht.

Auf meine oben genannten 6 Bilder bei 60° bin ich durch eine Tabelle aus dem Internet und einem Fachbuch gekommen, deshalb wundere ich mich, wieso ich doch eher 8 nehmen sollte.

Der Flo

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5

Sonntag, 30. Oktober 2011, 15:23

Nein 6 bei +30 Grad und 6 Aufnahmen bei minus 30 Grad, und bei Null gar nichts.
Diese beiden Reihen haben in Innenräumen genug Überlappung, um in den meisten Föllen einfach stitchbar zu sein.Die Mittelreihe kann man sich dann sparen.
Nadir/Zenith meinetwegen zusätzlich, je nach Geschmack.

Habs aber länger nicht gemacht, da ich fast nur noch mit dem Sigma 8 arbeite.

Aber Du musst einfach selbst mal auprobieren, was bei Dir wann am besten geht. Das kann draußen z.B. ganz anders sein als drinnen, weil bei ner Neigung nach Oben z.B. im Innenraum mehr funktionierende Kontrollpunkte an der Deckenkante zu finden sind, als draußen, wenn Du in den Himmel neigst. Draußen hatte ich, wenn ich mich reichtig erinnere, mit dem von mir genannten Verafhahren manchmal Probleme.

6

Sonntag, 30. Oktober 2011, 16:22

Auf meine oben genannten 6 Bilder bei 60° bin ich durch eine Tabelle aus dem Internet und einem Fachbuch gekommen, deshalb wundere ich mich, wieso ich doch eher 8 nehmen sollte.
Nun, es ist ja auch nicht falsch. Die Überlappung beträgt bei 6 Bildern immerhin etwas mehr als 20%. Bei kontrollpunktreichen Motiven reicht das sicher. Ich hatte schon öfter kontrollpunktarme Motive, und da war das Stitchen mit 8 Bildern merklich einfacher. Probier's einfach!
Gruß vom pano-toffel

marijonas

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7

Montag, 31. Oktober 2011, 05:20

Hallo Sebastian,

als Favorit bei den Setups hat sich bei mir diese Variante herauskristalisiert:

8 Bilder à etwa +45°, damit spare ich mir das Zenitbild und habe in der Natur immer Kontrollpunkte am Horizont. Bei ziehenden Wolken maskiere ich dann großzügig die überlappenden Ecken, dann werden die Übergänge schöner.

8 Bilder à etwa -20°, damit die Stativbeine gerade noch nicht drauf sind, damit schaffe ich es sogar in Menschenmengen die Menschen auf einer Reihe zu haben.

2 Nadirbilder 90° verdreht und ein Viewpointbild.

Macht 19 Bilder je Belichtung. Ich verwende jetzt meist 12mm Brennweite, dafür ist der Setup optimal und die Auflösung etwas größer.
Dein Canon Sensor ist ja breiter, so dass vielleicht 6 Bilder bei 10mm auch gut reichen. Probier´s einfach aus.
Bei 10mm hätte ich am liebsten immer 7 Bilder gemacht.

All meine Amerika-Panoramen in diesem Sommer habe ich so aufgenommen:

http://kugelpanoramen.bplaced.net/amerika.html

Gruß

Richard

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »marijonas« (31. Oktober 2011, 09:09)


8

Dienstag, 8. November 2011, 19:43

Hallo zusammen,

nach über einer Woche testen kann ich eure Tipps nun auch besser nachvollziehen. Ihr hattet recht, 6 Aufnahmen waren oft zu knapp - da ist man mit 8 Aufnahmen wirklich auf der sicheren Seite, vor allem wenn man nicht die Chance hat gewisse Sujets zu wiederholen.

Auch fande ich es nun einfacher die Mittelreihe komplett auszulassen. Mein aktuelles Setup mit 10mm sieht so aus:

- zuerst 8 Bilder bei -22,5° (ist einfach die sichtbare Markierung zwischen 0° und 45° beim PanoMaxx ^^) -> Vorteil ich sehe das Stativ nicht
- dann 8 Bilder bei +45°
- 2 x Nadir um jeweils 180° gedreht, sowie ein Viewport, um Spielraum für Retusche zu haben
- 1 Zenit (zwar nicht mehr notwendig, aber auf die eine Aufnahme kommt es auch nicht mehr an und man hat eine gewisse Sicherheit)

Deckt sich also sehr mit Richards Setup. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knipslichter« (8. November 2011, 20:27)


9

Dienstag, 8. November 2011, 20:16

....
- 1 Zenit (zwar nicht mehr notwendig, aber auf die eine Aufnahme kommt es auch nicht mehr an und man hat eine gewisse Sicherheit)
Die Zenitaufnahme ist sicher nützlich. Ich hatte einige Panoramen gemacht, die im Zenit nur wenig überlappen, und hatte auf das Zenitbild verzichtet. Im Ergebnis konnte man in den Panos einen 6- oder 8-strahligen Helligkeitsverlauf sehen, der durch die natürliche Vignettierung der Einzelaufnahmen entstanden war. Als Lösung gab es mehrere Möglichkeiten: Entweder die Vignettierung vor dem Stitchen wegrechnen, oder doch ein Zenitbild machen. Ich habe lieber eine horizale Reihe aufgenommen, und je 4 Bilder bei etwa ±55...60°. Dann ist die Überlappung wieder so groß, dass es diesen typischen Fehler nicht gibt.
Gruß vom pano-toffel

marijonas

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10

Dienstag, 8. November 2011, 20:22

Hallo pano-toffel,

ich glaube das war damals so. Ich habe es im Zenit immer knapp, manchmal fehlen sogar ein paar Pixel. Strahlen hatte ich noch nie, das Sigma 10-20 vignettiert durchaus. Das macht PTGui anscheinend mittlerweile perfekt.

Gruß

Richard, der tatsächlich auf das Zenitbild meist verzichtet hat.