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Samstag, 21. September 2019, 17:01

Das neue Laowa 4 mm Fisheye MFT im Vergleich

Ich habe heute das Laowa 4 mm Fisheye für MFT bekommen. Und natürlich sofort auf die Schnelle ausprobiert. Im 4:3 Format bildet es fast einen Kreis ab. Dadurch werden auf der langen Bildseite ein paar Pixel verschenkt. Eine Auflösung von gut 7500 Pixeln Breite bietet PTGui bei 100% an. Die Randschärfe des Kreises ist bei weitem besser als mein Exemplar vom Meike 6.5. Hier könnt ihr selbst vergleichen, das Canon 8/15 mit 3 MFT Objektiven: Panorama-Vergleich

Michael

2

Sonntag, 22. September 2019, 10:38

25MPx mit mittelmäßiger Qualität ... :-(

Ich verstehe die Verwendung von Fisheye bei schweren und teuren Kameras nicht ... es ist einfacher und praktischer, nur Xiaomi Mi Sphere und derselbe 24 MPx mit besserer Qualität.
Anstelle eines Fisheye ist es besser, es zu kaufen und es wird nicht ...
Oder PanoHero / Pano5+1 (60-80MPx!) für perfekte Nähte.

Es ist sinnvoll, Spiegelreflexkameras mit 120 MPx zu verwenden. Less ist Sisyphean Labour... :-(

kbaerwald

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3

Sonntag, 22. September 2019, 10:46

Moin Michael

danke für den Vergleich. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer Ausrüstung für "schnelle" Panorama Fotografie. Leider sind die reinen 360-Grad-Kameras mit Doppelobjektiven nicht für viel Belange gut geeignet, meine gegenwärtige Lösung (mFT) mit 6+Zenith+Nadir hat zwar genügend Pixel, ist aber häufig zu umständlich in der Handhabung.

Ich hatte schon an Vollformat mit 8mm (2+Zenith+ evtl Nadir) gedacht, scheue aber vor dem Formatwechsel zurück. Eine "ordentliche" mFT Lösung mit 4mm und 7500 Pixeln würde mir da schon entgegenkommen, auch weil ich nicht nur Panos mit der Ausrüstung mache.

Bei dem Vergleich habe ich bemerkt, dass im Nadirbereich der Laowa-Aufnahme eine leichte Verfärbung der Kiesssteine auf dem Weg zu sehen ist. Das ist ja sicher der überlappende Saumbereich der beiden Aufnahmen - oder war das nur Zufall? Hast du eine Ahnung zu welchem Fisheyetyp das Laowa gehört? Ist der Rand stark komprimiert?

Da ich den Kauf dieses noch neuen Objektivs in Betracht ziehe, würde ich mich freuen, wenn du mir irgendwie die Originalbilder (RAWs?) zukommen lassen könntest. Ich kann dann mit PTGUI selbst ein wenig herumspielen.

Wünsche dir noch ein schönes Wochenende (das Wetter soll ja ab Montag schlechter werden)

Gruß, Klaus

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kbaerwald« (22. September 2019, 12:22)


4

Montag, 23. September 2019, 17:01

Hallo Klaus,

völlig richtig erkannt. Die leichte Verfärbung im Nadir ist genau der Bereich, wo ich das Bodenbild eingebaut habe. Die Verfärbung ist schlicht meine Dödeligkeit, da das Bild ja aus einem anderen Winkel als die restlichen Bilder aufgenommen ist und damit die Steine anders reflektieren (das ganze Bodenbild hat einen leicht anderen Farbstich). Bei einem anderen TestPano war das nicht. Ich habe aber dezente Anzeichen, dass das Loawo etwas anfällig auf Farbstiche ist (habe ich noch nicht weiter verfolgt).

Das Meike hat bekanntermaßen eine recht starke Kompression am Rand. Das Madoka topt das noch mal kräftig - und war völlig unbrauchbar. Das Laowa spielt in einer anderen Liga und hat nach meinem Eindruck eine sehr schwache Randkompression. Zumindest bis 180° Blickwinkel (das Laowa schaut mit 210° ja nach hinten). Deswegen habe ich auch auf die Schnelle das Bodenbild eingebaut. Es fällt quasi kein Schärfeunterschied zwischen Nadir und dem Rest auf. In diesem Punkt bin ich bei MFT das erste Mal zufrieden.

Jetzt muss nur noch ein kleiner PanoHead her. Mr. Nodal Ninja schaut gerade, ob er einen Ring dafür machen kann. Ich bin gespannt.

Michael

kbaerwald

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5

Montag, 23. September 2019, 18:13

Hallo Michael,

das klingt ja sehr gut - nur nochmals zur Klärung: 2 Aufnahmen, Zenith sauber geschlossen und Fußabdruck ziemlich klein? Ist es das, was ich aus 210 Grad FOV herauslese? PTGUI hat ja inzwischen auch das Laowa 4mm Profil übernommen: musst du da noch viele Kontrollpunkte "nachlegen"?

Bin mittlerweile mit einer PEN-F und PocketPANO Vario als Grundbaustein recht zufrieden, steht alles auf einem umgedrehten B.I.G. Monopad mit kurzem Stativ darunter.

Ich denke, ich werde mir das Laowa 4mm anschaffen.

Gruß, Klaus

6

Montag, 23. September 2019, 18:32

Hallo Klaus,

ich habe die Linse am Samstag um 12:50 bei der Post abgeholt. Da waren noch nicht so viele Experimente drin. Daher habe ich zunächst das Schema F durchgezogen. Und dazu gehört leider auch, 4 Bilder alle 90°bei 0° Kippwinkel plus Bodenbild . Der Test mit weniger Bilder steht noch aus, ist für mich aber eher unwichtig. Denn ich möchte die Überlappung wegen sich bewegender Objekte.

Durch die 210° gibt es Sicht der Linse gar keinen Fußabdruck :-) Dieser wird einzig durchs Stativ/Panoadapter erzeugt. Man sieht sogar leicht hinter den Panoadapter - echt drollig. Im Anhang ein Ausschnitt des untere Teils des Bildes. Die Mittellinie zeigt naturgemäß die 180°.

Ja, in PtGui war die Linse schon bekannt. Hatte ich gar nicht mit gerechnet. 2 oder 3 mal hat das automatische Ausrichten nicht funktioniert. Stoische Wiederholung half. Nein, Kontrollpunkte habe ich gar keine hinzugefügt, bei den Wolken mussten ich wenige löschen. Es ist ein ganz normales Pano mit genügend Punkten. Das Bodenbild war auch sehr flott mit wenigen Punkten eingebaut (einmal 4 und dreimal 2). Wer mal mit komischen Linsenrechnungen gearbeitet hat, weiß, das kann auch ganz anders sein.

Michael
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kbaerwald

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7

Montag, 23. September 2019, 19:01

Michael

besten Dank auch für die PM. Werde mich alsbald über das Material hermachen.

Das Bodenbild sieht ja lustig aus: bei dem FOV kommt es nun wirklich auf einen kleinen Adapter an - am besten etwas Maßgefertigtes! Ich habe diesen Effekt zum erstenmal gesehen, als ich die Xaomi 360-Grad-Kamera (siehe Thread hier im Forum) direkt auf eine Beleuchtungsstange gesetzt und diese mit Erdnagel in den Boden gerammt habe. Die Stange war praktisch nicht mehr zu sehen und man kam ohne Nadirbearbeitung aus. Es sah aus als schwebte die Kamera 150 cm über dem Grasboden.

Ich melde mich hier in diesem Thread wieder, wenn ich das Fisheye getestet habe.

Gruß, Klaus

kbaerwald

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8

Sonntag, 29. September 2019, 13:30

Laowa 4mm/2.8 MFT ist angekommen!

Gestern ist nun das Laowa 4mm angekommen, und ich habe die notwendigen Justierungen am NPA vorgenommen. Insgesamt fällt auf, dass das Objektiv, selbst für m43 Verhältnisse, ausgesprochen winzig ist. Grobmotoriker werden ihre Freude haben. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, die Einstellungen an den Drehringen lassen sich mit Feingefühl vornehmen. So ist der Entfernungsring durch einen zusätzlichen Anfasser mit einem Finger leicht zu drehen. Der vordere Teil der 210 Grad FOV Linse wird durch eine metallene Kappe geschützt. Das Ganze natürlich rein mechanisch und ohne elektrische Übertragung an die Kamera - für Puristen.

Bei ersten Aufnahmen fällt auf (wie schon von Michael bemerkt), dass bei klassischer NPA Montage die Abschattung im Nadir und auch an der Seite recht groß ist (FOV 210!). Sphärische Panos erfordern daher also mindestens 3-4 Aufnahmen. Eine Ringkonstruktion würde a. die Abschattung bis auf den Nadir erheblich vermindern und b. zwei Sphären-Panos möglich machen. Vielleicht erbarmt sich ja einer der NPA-Hersteller dieses Problems.

Ich habe mich also auf jeweils vier Aufnahmen beschränkt, welche sich mit PTGui ohne Probleme stitchen lassen. Da bereits ein Profil des Laowa Fish Eye in PTGui vorhanden ist, kann das Pano flott erstellt werden. Man muss halt aufpassen, dass der Algorithmus sich nicht an dem ins Bild ragenden NPA "festsaugt" und dass die Stützpunkte im "wirklichen" Bild liegen. PTGui bietet rund 7500x3750 für das erzeugte Pano an, was fürs zirkulare Fisheye und 20MP-Sensor der zu erwartende Wert ist. Im HiRes Modus (Beispiel im Netz) ergibt das 15000x7500 - für Innenaufnahmen o.k., bei Außenaufnahmen nur statische Objekte!

Die Standardaufnahmen wurden mit Bl.8 und Entfernung 1m vorgenommen. Eine etwaige Beugungsunschärfe bei Bl.8 konnte ich nicht feststellen. Die RAWs wurden in TIF gewandelt und mäßig geschärft, Farbquerfehler (chrom.Ab.) wurden nicht beseitigt, sodass PTGUI eine einigermaßen "unbehandelte" Bildvorlage erhielt. Für ein Fish Eye erstaunlich wenig Farbquerfehler.

Heute morgen war Sonnenschein, die Panos kommen alle aus einer Serie: keine Retusche, Panos direkt aus PTGui mit "Original-Nadir". So kann man alles besser beurteilen (auch meine Fehler ... grins). Hier also drei Panos fürs Forum:







Ich habe alle Panos der Serie für eine Woche ins Netz gestellt. Originalauflösung für alle Pixelpeeper!


Gruß, Klaus

9

Freitag, 4. Oktober 2019, 06:24

Hallo Klaus.

Vielen Dank für den Test und vor allem für die Equi´s,unbearbeitet und in Originalauflösung. Ideal für das eigene Urteil. Die Fehler, die ich finde, sind nicht dramatisch und dürften mit wenig Aufwand behoben sein. Mich überrascht das Ergebnis. Ein 4mm Fish an MFT mit rund 7500x3750 für das finale Panorama; da hätte man leicht(fertig) einen matschigen Pixelbrei vorhersagen können. Was hier nicht der Fall ist. Nicht schlecht für´s "schnelle" Panorama!

Gruß, Ralf
Kugelpanoramen. Die Welt in 360 Grad. < https://www.das-panorama-magazin.de >

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10

Freitag, 4. Oktober 2019, 07:36

Moin Klaus,

produziert nebenbei bemerkt auch einen schönen Blendenstern (ungleiche Zahl der Blendenlamellen?):


Der Footprint macht mich auch neugierig auf die Gerätschaften:


Könntest Du bitte ein Foto des Aufbaus zeigen?

Viele Grüße
Oli

kbaerwald

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11

Freitag, 4. Oktober 2019, 11:33

Hallo Klaus.

Vielen Dank für den Test und vor allem für die Equi´s,unbearbeitet und in Originalauflösung. Ideal für das eigene Urteil. Die Fehler, die ich finde, sind nicht dramatisch und dürften mit wenig Aufwand behoben sein. Mich überrascht das Ergebnis. Ein 4mm Fish an MFT mit rund 7500x3750 für das finale Panorama; da hätte man leicht(fertig) einen matschigen Pixelbrei vorhersagen können. Was hier nicht der Fall ist. Nicht schlecht für´s "schnelle" Panorama!

Gruß, Ralf

Hallo, Ralf,

musste schnell gehen - Objektiv bekommen, schnell am NPA "eingerichtet" und dann raus auf meine Ettlinger "Teststrecke". Mittlerweile habe ich feinjustiert und die Ecken und Kanten am Footprint sind auch weg.

Die Spielarten der Panorama-Fotografie sind ja vielfältig: der eine möchte gern 'fine art' Werke abliefern, der andere interessiert sich fürs Technische, wieder ein anderer (ich) hat sich in den Kopf gesetzt mit einer FOV 210° Linse und zwei Aufnahmen vernünftige Panos zustande zu bringen ... grins. Hauptsache es macht Spass!

Gruß, Klaus

kbaerwald

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12

Freitag, 4. Oktober 2019, 12:15

Moin Klaus,

Der Footprint macht mich auch neugierig auf die Gerätschaften:

Könntest Du bitte ein Foto des Aufbaus zeigen?

Viele Grüße
Oli

Hallo Oli,

es ist halt der Standard-Ansatz: klassischer NPA (PocketPANO) mit Seitenarm + Mantona Staiv + B.I.G. Monopad M-440 kopfüber. Dadurch wird das Stativ nicht ausgezogen, bleibt aber dennoch in der Ebene ziemlich stabil. Ist ja nicht viel, was es tragen muss: PEN-F und das geradezu winzige Laowa 4mm. Aufnahmen: 4x 90° + Nadir (falls gewünscht).

Sieht zwar schnuckelig aus, da das Stativ vollkommen unter dem NPA verschwindet, aber Seitenarm des NPA ragt doch sehr weit ins Bild. So sind 3-4 Aufnahmen Pflicht. Ich hoffe auf einen Ringadapter, sodass ich vielleicht mit zwei Aufnahmen bei der Linse hinkomme. Der FOV ist sagenhafte 210° und das Fisheye hat an den Rändern keine große Kompression.

Hier die Fotos des Aufbaus:







Gruß, Klaus

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13

Freitag, 4. Oktober 2019, 12:43

Hi Klaus,

vielen Dank für Deine Mühe.
Find ich immer spannend :-)

kbaerwald

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14

Mittwoch, 20. November 2019, 17:08

Das Laowa 4mm mit Slant-System

Der TO, Michael, und ich haben nun eine Weile nachgedacht, wie man das LAOWA 4mm am besten auf einen NPA bringt. Ein Ringsystem wäre genau das richtige, jedoch ist (a) so etwas nicht auf dem Markt und (b) sind die Dimensionen dieses winzigen Objektivs so, dass man sich einen klammernden Ring, der ja immerhin auch die Kamera tragen muss, nur schwer vorstellen kann, da die zur Verfügung stehende Montagefläche zwischen den Skalenringen doch sehr klein ist.

Ich bin nun mit folgendem Ansatz fündig geworden. Nach meinen früheren Erfahrungen mit Canon EOS 5D, Sigma 8mm und einem Slant-System von Agnos (2007) habe ich mich kurzerhand an PT4Pano (Erwin Hopf) gewandt mit der Bitte um Anpassung an eines seiner Slant-Module. Innerhalb einer Woche hatte ich meine Olympus PENF mit dem LAOWA 4mm sowie einem angepassten Slant-NPA plus Rotor zurück. Herr Hopf hat hier ganze Arbeit geleistet. Die Abschattungen beschränken sich im wesentlichen auf einen kleinen Nadirbereich, so dass fast die gesamte Bildfläche fürs Stitchen zur verfügung steht.

Ettlingen, Rosengarten im November (JPG 80%)



Ettlingen, Kirche St. Martin



Ich verfolge diesen Ansatz:

- Objektiv: Bl.8 (keine Beugungsunschärfe!), Entf.Skala knapp unterhalb 1m
- Kamera: manuell, 200 ISO, RAWs und HDR Einstellung (5 Bilder mit 0EV, -2EV, -1EV, +1EV,+2EV Spreizung); Auslösung per Funk - Kamera arbeit Bildsequenz eigenständig in sekundenschnelle ab.
- 4x90 Grad plus 1x Nadir, beim Nadirfoto wird die Kameraschraube gelöst und die Kamera einfach um 90 Grad nach unten gedreht - sehr simpel (s. Foto)

- Vorbehandlung in Adobe LR: einheitl. WA, Schärfe und Rauschreduzierung, Farbquerfehler und Vignettierung pro Serie, sonst nichts! Umwandlung in TIF 16bit für PTGui.
- PTGui 11: vordefiniertes Template. 25 Bilder pro Pano, NPA-Abschattung maskiert. Erster Durchlauf ohne Bodenbild, Optimierung, dann zweiter Durchlauf mit maskiertem Bodenbild. Wenn nötig 3-4 Kontrollpunkte pro Bild mit Boden manuell. Danach meldet der Optimizer meist schon eine durchschn. Kontrollpunkt-Entfernung von 1.3-1.6 (sehr gut). Weitere Optimierung, falls nötig (Vertikale o.ä.).

Alles in allem ein schneller Durchlauf, bei dem ich fast immer ohne weitere Retusche auskomme und eine Menge Zeit spare.



Jetzt zu meinem speziellen Wunsch eines Panos bestehend aus nur zwei 180 Grad Einzelaufnahmen: auf folgendem Bild erkennt man deutlich den Vorteil des LAOWA 4mm mit seinem FOV von 210 Grad. Die erforderliche Stitchingfläche ist ausreichend vorhanden. Ich folge im Wesentlichen dem Vierer-Ansatz: PTGui wird mit 2x180 Grad Bildern plus Bodenbild beladen und das Panorama berechnet.

Stitchingfläche:



Beispiel - zwei Bilder plus Bodenbild



Fazit: alles in allem ist der Ansatz mit Slant-System und durchgängiger HDR-Einstellung bei der PEN-F schnell und reproduzierbar durchzuführen. Ich habe bisher nur wenige Erfahrungen sammeln können (ca. 20-25 Panoramen seit dem Umbau), bin jedoch auf keine nennenswerten Probleme gestoßen.

Gruß, Klaus

Tom58

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15

Samstag, 23. November 2019, 09:12

Hallo Klaus,

immer wieder toll Deine Beispiele und Ausführungen - vielen Dank!

Mit nur 3 Aufnahmen Panos zu machen, finde ich extrem verführerisch! Aktuell habe ich für unterwegs ein 6,5mm an einer APS-C Systemkamera (s. Foto) und mache 6 Belichtungsreihen. Meine Ausrüstung ist schon minimalistisch (bis auf das schwere Objektiv) dachte ich, bis ich das 4mm mit dem Slant gesehen habe.

Ist das letzte Pano unbearbeitet? Die Bildqualität hat mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen. Solche Unschärfen und Farbsäume habe ich mit der APS-C und dem 6,5mm nämlich nicht. Könntest Du mal ein Pano des 4mm in bearbeiteter Endqualität hoch laden? Das wäre toll - vielen Dank!

Gruß und sonniges Wochenende

Tom
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Undertable

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16

Samstag, 23. November 2019, 09:57

Die Bildqualität hat mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen. Solche Unschärfen und Farbsäume...

Vermutlich trete ich jetzt was los aber ganz ehrlich: so richtig haut mich das bisher Gesehene auch noch nicht vom Sockel.

Verglichen mit der 2äugigen Mijia hat man zwar mehr Dynamikumfang, mehr Möglichkeiten mit HDR und auch etwas besseres Rauschverhalten aber rechtfertigt das die Mehrkosten, -den Zeitaufwand und das zu transportierende Equipment wirklich?
Kamera (auch wenn man die schon hat), Objektiv und Nodalpunktadapter samt Rotator u. ggf. Stativ - Letztendlich fotografiert man damit doch nur mit 4mm ein Pano dessen Auflösung für`s Web noch ausreicht, mehr aber auch nicht.

Für simple Urlaubseindrücke reicht mir die Mijia noch völlig aus, solange keine bessere bezahlbare Oneshotlösung auf den Markt kommt.
Und bei ausreichendem Licht finde ich die Bilder auch nicht so viel schlechter als die bisher gesehenen Laowa-Beispiele.
Gerade im Urlaub oder wenn`s generell schnell gehn soll spielen Oneshot-Lösungen ihren Vorteil aus: Stick ausziehen, hinhalten, abdrücken, fertig.

Wenn`s nicht so sehr auf Zeit ankommt schießt man doch lieber mit größerer Brennweite ein paar Bilder mehr und erhält dann auch höhere Auflösungen, die dann schärfer wirken und (mehr) Zoompotenzial haben.

Bei einer Kirche z.B. stellt sich die Frage was man zeigen will, z.B. nur dass ich dort war oder wie die innen aussieht? Dafür würde mir die Mijia reichen (leicht, klein, 1 Auslösung).
Würde ich die Einrichtung so wie auch die bunten Fenster gleichermaßen detailliert und korrekt belichtet zeigen wollen geht kein Weg an HDR vorbei. Und wenn schon HDR, dann soll sich die Mühe auch lohnen.
Dann würde ich mir die zu errreichende Gesamt-Auflösung nicht mit einer 4mm-Brennweite beschränken wollen.

@ Klaus:
Interessant wäre ein direkter Vergleich (kein HDR) von Laowa (z.B. an Olympus PEN) und Mijia am gleichen Standort, z.B. in der Ettlinger Kirche, bei gleichem Licht, beide Resultate unbearbeitet nur gestitcht.
Dann könnte man die Unterschiede vielleicht besser beurteilen? Die CAs wären da z.B. interessant. Da könnte das Laowa punkten?

Eine andere Überlegung ist was man auf Foto-Ausflügen mit sich herum trägt.
Während meine große Ausrüstung (Wechselobjektive) eigentlich nur noch ganz gezielt benutzt wird, nehme ich auf Reisen oder bei Spaziergängen nur noch eine kleine Kamera mit fest verbautem Zoom mit.
Wenn dabei evtl. auch "Geschwind-Panos" entstehen sollen stecke ich zuätzlich auch noch die Mijia ein. Die passt in jede Jacken- oder Hosentasche. Ein ausziehbarer Stick zum Halten verschwindet ebenfalls noch bequem in einer Jackentasche.
Hier hab ich Kamera und Tasche für`s Mijia-Pano kurz abgestellt, weil ich kurz davor noch Fotos geschossen hatte. Ich hätte sie aber auch in die Tasche stecken- und mit der anderen Hand halten können:

Will man z.B. mit dem Laowa Panos schießen braucht man für andere Fotos an derselben Kamera zumindest ein Wechselobjektiv. Das kann man zwar auch in eine Tasche stecken, beult diese aber vermutlich weiter aus?
Den NPA-Adapter samt Rotator müsste man dann aber vielleicht schon in die Handtasche der Frau auslagern, Stativchen (wenn auch ein MIni) ggf. auch :-)

Leider hat zumindest meine Equipment-Trägerin nicht selten eigene Interessen und verplant die Kapazität ihrer Handtasche gern anders als ich mir das vorstelle :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 15 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (23. November 2019, 12:22)


kbaerwald

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17

Samstag, 23. November 2019, 12:00

Hallo Klaus,

immer wieder toll Deine Beispiele und Ausführungen - vielen Dank!

Mit nur 3 Aufnahmen Panos zu machen, finde ich extrem verführerisch! Aktuell habe ich für unterwegs ein 6,5mm an einer APS-C Systemkamera (s. Foto) und mache 6 Belichtungsreihen. Meine Ausrüstung ist schon minimalistisch (bis auf das schwere Objektiv) dachte ich, bis ich das 4mm mit dem Slant gesehen habe.

Ist das letzte Pano unbearbeitet? Die Bildqualität hat mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen. Solche Unschärfen und Farbsäume habe ich mit der APS-C und dem 6,5mm nämlich nicht. Könntest Du mal ein Pano des 4mm in bearbeiteter Endqualität hoch laden? Das wäre toll - vielen Dank!

Gruß und sonniges Wochenende

Tom

Lieber Tom,

ich habe mit sph. Panos vor etwa 12-13 Jahren angefangen (da ist auch das Sigma 8mm auf den Markt gekommen). Letztlich gibt es nicht das "ideale" Panorama-Equipment: es kommt daruf an, wo ich private Prioritäten und fotografische Schwerpunkte lege. Mich reizt auch immer wieder ein minimalistischer Ansatz, daher mein Interesse an einer Zwei-Aufnahmen-Lösung. Ich bin auch sehr an einer (bezahlbaren) One-Shot-Lösung interessiert und werde gleich auch auf Olis Beitrag eingehen.

Ich habe mir gedacht, dass irgendwelche hier hochgeladene Bilder nicht allzu aussagekräftig sind, wenn es um Details geht, und mache dir den Vorschlag mir eine PM zu schicken. Ich habe eine Panorama Serie "Rosengarten" (Slant; 4x Rundum 90 Grad + 1x Bodenbild; je 0,-4EV,-2EV,+2EV,+4EV) mit 25 Aufnahmen auf meinen Google Drive gelegt und bin gerne bereit die Downloadadresse zur Verfügung zu stellen. Da hast du alle Infos direkt aus erster Hand ohne meine Bearbeitungsvorlieben und Fehler. Sind etwa 400MB ORF Rawformat, die Objektivdaten für das Laowa sind ja von Joost bereits in die Datenbank von PTGui eingepflegt. Wenn du den Ansatz mit zwei Aufnahmen austesten möchtest, nimm einfach zwei gegenüberliegende von den vier Aufnahmen, Bodenbild bleibt ja.

Gruß, Klaus

kbaerwald

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Samstag, 23. November 2019, 12:22

Lieber Oli,

eigentlich kann ich dir in keinem der Argumente widersprechen (grins)! Will es mal so formulieren: ähnlich wie deine Begeisterung für "Standbeine" der Panorama-Fotografie und deren Auswirkung auf Darstellung und praktische Anwendung, war ich schon immer auf der Suche nach der "Immer-Dabei-Lösung" für unsere fotografische Nische.

Mir ist schon klar, dass unterschiedlich fotografische Systeme unterschiedliche Qualitäten mit sich bringen, sodass die allseits beliebten Shoot-Out-Vergleiche von Vollformat vs. MFT vs. Kleinstsensor im Qualitätsbereich immer eindeutig sein werden. Aber kommt es nur darauf an?

Natürlich würde ich mir nicht zum Zwecke der Panorama-Fotografie eigens ein MFT-System mit LAOWA 4mm Objektiv (280 Euro) und NPA + Rotor (200-350 Euro) anschaffen! Aber es hat mich schon gejuckt, den FOV von 210mm einmal auszureizen. Ich habe jedenfalls noch kein Objektiv in den Händen gehabt, bei dem ich meine Finger ganz weit hinten an der Kamera anbringen musste! Sonst sind sie nämlich immer mit drauf :D .

Ich schau mal nach, ob ich noch ein Panorama aus dem Theta oder Mija Fundus auf dem PC liegen habe und werde das hier einmal dem Laowa gegenüberstellen.

Schönen Gruß auch an deine (mir unbekannte) Kamera-Equipment Trägerin.

Klaus

Undertable

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Samstag, 23. November 2019, 13:09

Hallo Klaus,

zunächst hatte ich noch überlegt ob ich mein subjektives Urteil überhaupt posten soll, schließlich wollte ich Deiner Begeisterung nicht den Wind aus den Segeln nehmen.
Nachdem Du Dich so intensiv mit der Mijia auseinandergesetzt hattest, und Du die Vorzüge einer so kleinen und leichten Oneshot-Lösung ausgelotet hast, verstand ich Dein aktuelles Projekt als konsequente Optimierung dessen, was mir nicht ganz einleuchten wollte.

Für Deine ehrliche Erklärung danke ich Dir und kann Deinen Antrieb dafür nun gut nachvollziehen.

Auch ich hab den Thread mit dem neuen Objektiv interessiert mitgelesen. Mich hätte z.B. eher die Herausforderung/Machbarkeit gereizt, einen Objektivklemmring dafür zu basteln. Mangels eigenem MFT-System und des im subjektiven Vergleich zur Mijia m.E. nur marginalen Zugewinns an Bildqualität ist es mir persönlich die Sache nicht wert. Dennoch finde ich eine Gegenüberstellung interessant und werde den Thread aufmerksam weiter mit verfolgen.

Ich habe jedenfalls noch kein Objektiv in den Händen gehabt, bei dem ich meine Finger ganz weit hinten an der Kamera anbringen musste!
Das ist tatsächlich interessant.

Ich schau mal nach, ob ich noch ein Panorama aus dem Theta oder Mija Fundus auf dem PC liegen habe und werde das hier einmal dem Laowa gegenüberstellen.
Das wäre lieb. Eilt aber nicht. Mach Dir bitte keinen Stress deswegen.

Grüße richte ich aus wenn ich zu Wort komme :-)
Sie ist noch auf der Arbeit und darf heute Fertigungsteile zählen (Inventur).
Das ist zwar nicht gerade ihre Lieblingstätigkeit aber wenn`s bezahlt wird ;-)