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Donnerstag, 11. Oktober 2018, 14:34

Noch mal PTGui Control Points

Hallo zusammen,

war schon mal ein Thema, ist aber schon etwas her. Auf den beiden Vergleichsfotos liegen die Kontrollpunkte perfekt. Nirgends Abweichungen zu erkennen. Im Preview sieht man allerdings einen deutlichen Versatz. Lege ich noch mehr CP dazu und richte das Bild aus, passiert gar nichts. Nur mit dem Maskieren-Werkzeug verschiebe ich die kritische Stelle in einen weniger auffälligen Bereich. Das kann aber nicht die Lösung sein.

Mein Denkfehler?

Danke und Gruß

Tom
»Tom58« hat folgende Dateien angehängt:

2

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 15:04

Es ist schwer auf grund Fotos die richtige Diagnose zu stellen. In jedem Fall die Versetzung zu gross ist. Motiv ist sehr einfach zum fotografieren.

Liegt die Kamera gut im Adapter ?
Ist der Stativ nicht zu weich ?
Die Belastung des Stativs durch die Kamera in NPP Adapter ist nich achsial. Durch Hebelwirkung, wenn Stativ zu weich ist , wird er geneigt , NP Point wird versetzt , deckt sich nicht mit Drehpunkt des Adapters.

Von so einem Motiv sollten die Bilder absolut korrekt gestitcht werden .

Was für eine Kamera und ein objektiv überhaupt verwendest ?

Ralf Michael

Fortgeschrittener

Beiträge: 77

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Beruf: Entwicklungsingenieur

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3

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 15:38

Servus Tom

Zunächst fällt mir auf, dass die Überlappung riesig ist, was aber nicht zu diesem Fehler führt (unter der Voraussetzung, der NPA ist korrekt eingestellt!!).

Eine Fehlerquelle kann immer die Wolkenbildung, Äste und Blattwerk sein. Je nach Windstärke zog die Wolke ein Stück weit weiter und/oder das Blatt bewegte sich. Ich würde Punkt 19, 4 und 5 also löschen. Punkt 2 ebenfalls. So dicht am Rand liegend, könnte er zu einer Verzerrung führen.

Danach "delete worst controll points", "optimizer" und in die Tabelle geschaut, ob und welcher Punkt abweicht. Sind die Werte >5? Falls ja, spricht vieles dafür, dass der NPA falsch eingestellt ist. Das wäre mein erster Ansatz.

Mehr Punkte bringen übrigens selten was ein. Wichtiger wäre zu wissen, wie Du den Stitcher konfiguriert hast. Z.B. Lens Settings/ Minimize lens distortion.... Definiere mal einen Master und versuche die Option "Heavy + lens shift"
Wurden die Punkte von Hand gesetzt oder automatisch gesetzt??

Gruß

Ralf
Kugelpanoramen aus dem Raum Main-Tauber, Odenwald, Steigerwald, Spessart, Rhön, Frankenhöhe, Vogelsberg,Taunus, Hohenlohe und aus dem Neckar-Odenwald-Kreis sowie Tipps und Tricks rund um das Thema der Panoramafotografie
ralf-michael-ackermann.de

4

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:00

Es ist schwer auf grund Fotos die richtige Diagnose zu stellen. In jedem Fall die Versetzung zu gross ist. Motiv ist sehr einfach zum fotografieren.

Liegt die Kamera gut im Adapter ?

ca. 1,5cm Abweichung nach einer Seite. Dürfte bei der Entfernung keine Rolle spielen. Nadirbereich immer ohne jeden Versatz.Habe es jetzt auf 100% mittig geändert.

Ist der Stativ nicht zu weich ?

Einbeinstativ mit Standspinne. Ruhige Bedingungen, kein Wind, Funkauslöser.


Die Belastung des Stativs durch die Kamera in NPP Adapter ist nich achsial. Durch Hebelwirkung, wenn Stativ zu weich ist , wird er geneigt , NP Point wird versetzt , deckt sich nicht mit Drehpunkt des Adapters.

Ich richte jedes Bild mit 1. Wasserwage am NPP Adapter aus und 2. Wasserwaage in der Kamera. Ist also immer gerade, egal wie schief das Stativ steht.


Von so einem Motiv sollten die Bilder absolut korrekt gestitcht werden .

Was für eine Kamera und ein objektiv überhaupt verwendest ?

NX1000 (also sehr leicht) mit 6,5mm Objektiv (ca. 10mm KB)
.



Ich frage mich halt, wenn alle Kontrollpunkte sitzen, wieso dann so ein Versatz überhaupt entsteht? Und warum - egal was ich an den CP mache - sich nichts ändert. Oder habe ich den Sinn der CP nicht richtig verstanden?

5

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:10


Einbeinstativ mit Standspinne. .[/b]


Das könnte die Ursache sein.

6

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 17:42

Servus Tom

Zunächst fällt mir auf, dass die Überlappung riesig ist, was aber nicht zu diesem Fehler führt (unter der Voraussetzung, der NPA ist korrekt eingestellt!!).

Eine Fehlerquelle kann immer die Wolkenbildung, Äste und Blattwerk sein. Je nach Windstärke zog die Wolke ein Stück weit weiter und/oder das Blatt bewegte sich. Ich würde Punkt 19, 4 und 5 also löschen. Punkt 2 ebenfalls. So dicht am Rand liegend, könnte er zu einer Verzerrung führen.

Danach "delete worst controll points", "optimizer" und in die Tabelle geschaut, ob und welcher Punkt abweicht. Sind die Werte >5? Falls ja, spricht vieles dafür, dass der NPA falsch eingestellt ist. Das wäre mein erster Ansatz.

Mehr Punkte bringen übrigens selten was ein. Wichtiger wäre zu wissen, wie Du den Stitcher konfiguriert hast. Z.B. Lens Settings/ Minimize lens distortion.... Definiere mal einen Master und versuche die Option "Heavy + lens shift"
Wurden die Punkte von Hand gesetzt oder automatisch gesetzt??

Gruß

Ralf


Hallo Ralf,

erst einmal vielen Dank für die Tipps.

Das muss ich jetzt Punkt für Punkt durchgehen. Zunächst habe ich den NPA gerichtet, wobei ich nicht glaube, dass die 1,5cm seitlicher Versatz die Ursache sind. Aber egal - jetzt ist es mittig.

Die PTGui Einstellungen arbeite ich nach und nach ab. Zur Überlappung: ich dachte, je mehr desto besser? Kollegen arbeiten mit einem 8mm Vollformat in 45° Schritten. Das sind eigentlich mehr Doubletten als Überlappungen. Das halte ich dann doch für übertrieben. Bin jetzt bis Montag in der Fränkischen Schweiz und werde da sicher mit vielen Fotos zurück kommen. Also reichlich Material zum testen. Den NPA schließe ich als Fehlerquelle eigentlich aus. Mit 2 Wasserwaagen und dem justierten NPA kann es nicht an der Hardware liegen.

Nochmals danke und bis dahin...

Tom


Nachtrag: Also irgendwie verstehe ich das ganze Control Point Prinzip nicht! Ich habe jetzt einmal alle (waren wirklich viele) 'schlechten' CP gelöscht und siehe da - fast perfektes Ergebnis! Äh....was nutzen mir dann die ganzen CP???? Lösche ich demnächst alle >5 und fertig ist das perfekte Pano???. Sorry, ist mir echt zu hoch, der Algoritmus.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom58« (11. Oktober 2018, 18:27)


7

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 18:27


Ich richte jedes Bild mit 1. Wasserwage am NPP Adapter aus und 2. Wasserwaage in der Kamera. Ist also immer gerade, egal wie schief das Stativ steht.[/b]


Da liegt der Fehler.

Wenn nach jedem Bild richtes Kamera zur wasserwage neu ein , versetzt die lage der NPP in Raum.

Wenn dreibein verwendest , bekommst keine Stitchingprobleme mehr.

Kamera muss nicht im Lot positioniert werden , das kann man später im Programm eventuell korriegieren , aber muss sie sich unbedingt um no paralaxa Point des Objektivs drehen.

einmal eingestellt darf man nicht mehr die Lage im Raum ändern - nur das Drehen über NPP ( möglichst genau , aber eine gewisse Tolleranz ist vorhanden) führt zum fehlerlosen Stitching.

8

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 21:52


Ich richte jedes Bild mit 1. Wasserwage am NPP Adapter aus und 2. Wasserwaage in der Kamera. Ist also immer gerade, egal wie schief das Stativ steht.[/b]


Da liegt der Fehler.

Wenn nach jedem Bild richtes Kamera zur wasserwage neu ein , versetzt die lage der NPP in Raum.

Wenn dreibein verwendest , bekommst keine Stitchingprobleme mehr.

Kamera muss nicht im Lot positioniert werden , das kann man später im Programm eventuell korriegieren , aber muss sie sich unbedingt um no paralaxa Point des Objektivs drehen.

einmal eingestellt darf man nicht mehr die Lage im Raum ändern - nur das Drehen über NPP ( möglichst genau , aber eine gewisse Tolleranz ist vorhanden) führt zum fehlerlosen Stitching.


Das wirft jetzt etwas mein Panorama-Weltbild über den Haufen!!

Ich stelle mir das immer so vor, dass das Stativ (Einbein mit Standspinne steht stabil, glaub mir) die Drehachse ist und ich immer versuche, per Wasserwaage eine eventuelle Neigung (auch beim Dreibein unvermeidlich) auszugleichen. Ich arbeite übrigens 50% mit Dreibein. Da gibt es auch kein einziges Bild ohne Stitchingfehler. Ich stelle das Dreibein 1x ins Wasser und - ohne dass ich auf die Wasserwaage schaue oder irgendetwas an der Kamera verändere - drehe ich meine 45° Runden.

Wenn das Nachjustieren falsch ist, justiere ich das Stativ (Dreibein oder nicht) einmal mit der Wasserwaage horizontal aus und drehe dann meine Runden, leichte Schräglagen (an der Wasserwaage sichtbar - sowohl beim Dreihbein als auch beim Einbein unvermeidlich) ignorierend. Also zeigt die Kamera mal nach unten mal nach oben - richtig? Streuben sich mir die Haare!

Würde mir andererseits viel Arbeit sparen. Denn ich richten nach jedem 45° Klick die Kamera in jeder Achse neu aus. Nur dachte ich, dass dies in Übereinstimmung mit der Horizontlinie geschieht. Die Erde ist - bekannter Maßen - eine Scheibe und die Wasserwaage mein künstlicher Horizont. Ist der gerade, ist die Welt in Ordnung.

Noch mal nachgedacht verstehe ich allerdings, dass die Veränderung der NEIGUNG von Foto zu Foto nicht gut ist. Durch diese Änderungen werden die Anschlusspunkte automatisch immer nach oben oder unten versetzt. Wasserwaage (Horizont) ja, aber nicht die Neigung ändern - richtig? Andererseits kompensiere ich ja mit der Anpassung der Neigung nur die Geländeunebenheiten. Im Idealfall bleibt das Motiv immer im Zentrum der Linse. Ich steige langsam nicht mehr durch, ist auch schon spät. Aber Dein Satz mit dem Marathon wird immer verständlicher ;-))

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Tom58« (11. Oktober 2018, 22:45)


9

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 23:07

1. Da bezahlbare Wasserwaagen sehr ungenau sind, ist es vergebliche Liebesmüh einem vermeintlichem Nullpunkt nachzulaufen.
2. Entscheidend ist aber, dass du durch das Nachjustieren den Objektivmittelpunkt vom LPP weg bewegst.

Gruß
Wolf

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10

Freitag, 12. Oktober 2018, 02:49

eine Anmerkung zur Aussage "Einbein mit Standspinne steht stabil..."

mal angenommen die Standspinne samt Nivellierkalotte als Fuß hätte optimale Steifigkeit, verbleibt oberhalb noch die Steifigkeit des Einbeins selbst. Bislang hat noch jedes Einbein aus meiner umfangreichen Sammlung mehr oder weniger stark nachgegeben wenn bei entsprechendem Auszug gearbeitet wird: Da der Schwerpunkt der Kamera samt Linse nie direkt auf der Rotationsachse liet biegt sich der Stab in sich mehr oder weniger stark durch. Bei sicherem Stand bedeutet dies, dass sich die Kamera oben in Richtung des Schwerpunkts von der Rotationsachse weg bewegt. Beim Schwenken eiert der Nodalpunkt dann auf einem Kreis um die gedachte Schwenkachse herum. Das habe ich im folgenden Link mal bildlich dargestellt:

http://www.panorama-community.de/wbb/ind…64171#post64171

Dennoch kann ptGUI erstaunlich gut mit solchen Abweichungen umgehen, so dass man trotz gewisser Abweichungen gute Resultate bekommt wenn man mit der Software richtig umgeht.

Was will ich damit sagen?

Wenn der Nodalpunkt richtig eingestellt ist, man brauchbares Equipment verwendet und sich beim Fotografieren keine Fehler einschleichen dürfen Stitchingfehler auch beim Bedienen der Software erforscht werden. Da gibt es Vieles zu beachten und wie so oft erfordert auch dies eine gewisse Übung - das muss ich ich ileider selbst mmer wieder feststellen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (12. Oktober 2018, 03:25)


Undertable

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11

Freitag, 12. Oktober 2018, 07:09

Was die Wasserwaagen angeht kann ich Wolf nur beipflichten und möchte behaupten dass ein Großteil der in Fotoeqipment verbauten Dosenlibellen überhaupt nicht aussagekräftig sind und bestefalls als ganz grobe Orientierungshilfe dienen können. Verantwortlich für die genannten Ungenauigkeiten halte ich nicht mal die Dosenlibellen selbst, sondern vielmehr deren Montage und die Aufsummierung von Form- und Lagetoleranzen der mechanischen Bauteile in die sie eingesetzt werden. So kann z.B. eine Montagebohrung für die Dosenlibelle nicht passen, oder in einem Rotator macht sich Spiel zwischen 2 Teilen bemerkbar weil das federnde Druckstück die Koaxialität verdrückt. Auch in Adaptern summieren sich Abweichungen auf oder die Anordnung spielt vielleicht eine Rolle. So kann z.B. die Wasserwaage die am Rotator angebracht ist oder am Standfuß was völlig anderes anzeigen als eine an einem NP-Adapter oder an nem Schnellwechselsystem weil die Durchbiegung der Säule sich bemerkbar macht.

Alles Dinge ich mit hochwertigen u. teuren Libellen gegengeprüft- und bestätigt bekommen habe.

Bei einer meiner Richtlibellen (für senkrecht stehende Objekte) ist die Libelle nicjt nur simpel in eine vielleicht schräge Bohrung gedrückt sondern wurde in einer etwas größeren Kreistasche mit einer Füllmasse eingesetzt - vermutlich um sie exakt positionieren zu können.

Langer Rede kurzer Sinn:
Wolf hat recht, den Wasserwaagen in Fotoequipment traue ich nicht über den Weg.

Sorry für die vielen Tippfehler in den letzten 2 Beiträgen. Sie wurden auf dem Smartfone getippt was für mich immer ein Glücksspiel ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (19. Oktober 2018, 06:18)


12

Freitag, 12. Oktober 2018, 07:24





Ich frage mich halt, wenn alle Kontrollpunkte sitzen, wieso dann so ein Versatz überhaupt entsteht? Und warum - egal was ich an den CP mache - sich nichts ändert. Oder habe ich den Sinn der CP nicht richtig verstanden?


Durch Paralaxafehler.
Geometrie auf den Bilder ist anders.
Die CP,s werden richtig erkannt , bekommen die gleiche Bezeichnung , aber durch unterschiedliche Geometrie gegenseitige Entfernung zwischen CP,s ist unterschiedlich .

ZB wenn die Kamera im Raum im punkt "A" positioniert ist , die Entfernung zwischen Punkten 1 und 2 beträgt auf dem Foto zB. 50 mm.
Wenn die Kamera zum punkt "B" versetzt wird ( reichen einige mm) , die Entfernung zwischen diesen Punkten 1 und 2 wird sich ändern - zB 52 mm betragen. Das ist ein Grund für Stitchingprobleme.
Wenn nach jedem Foto Kamera neu nivelieren sein muss, bedeuted es , dass das Ganze unstabil ist. Also man könnte sich wundern , wenn Alles fehlerlos gestitcht wäre.

Vom Einbein mit Libelle habe auch Fehler - vom Dreibein , wenn Motiv unbeweglich ist - kaum.

13

Freitag, 12. Oktober 2018, 18:57

Hallo Oli
hallo Wolf,
hallo Panpan,

erst mal vielen Dank für die hilfreichen Tipps. Das mit der billigen Wasserwaage hatte ich schon vermutet. Ich habe eine auf dem Blitzschuh und die hat komplett andere Level angezeigt als die am NPA oder in der Kamera. Ist denn die Wasserwaage der Kamera wenigstens einiger Maßen verlässlich?

Die haarsträubende Konsequenz ist für mich demnach, das System 1x (anhand fehlerhafter Wasserwaagen) gerade auszurichten und dann unbeirrt meine 45° Abschnitte zu knipsen.

Zum Stativ. Das Alu-Vierkantrohrstativ hat 3 Segmente, wovon ich nur 2 ausziehe. Also von ‚Verwinden‘ kann nicht die Rede sein. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die Standspinne nur eine geringe Steifigkeit bietet. Mein Kamerasystem ist sehr leicht. Die Samsum NX1000 wiegt fast nichts und somit fällt nur das 6,5mm Objektiv ins Gewicht.

Ich werde zuhause mal einen Test machen. Die NX1000 mit Einbeinstativ gegen die 600D mit Dreibeinstativ. Dass das Dreibein in Punkto Stabiltät vorne liegt, ist klar. Aber das Einbein ist für unterwegs und extrem transportfreundlich. Bericht folgt.

Panpan: Also mit den CP habe ich das so verstanden. PTGui macht die CP an einem Bild, dann an einem anderen Bild und geht davon aus, dass die auf dem gleichen Niveau liegen. Ist das nicht der Fall, sind die CP auch nicht passend.

Langsam verstehe ich, dass eine Veränderung des Niveaus beim Drehen das Ergebnis zwangsläufig verfälscht.

Wie gesagt, ich werde jetzt ein paar Belichtungsreihen machen, bei denen ich weder den Horizont, noch den Neigunswinkel verändere. Bin mal gespannt.

Nochmals vielen Dank und Gruß aus der Fränkischen Schweiz bei herrlichem Wetter.

Tom

Undertable

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14

Samstag, 13. Oktober 2018, 05:05

Hallo Tom58,

die begrenzte Steifigkeit des Stativs kannst Du glaube ich vernachlässigen wenn Du ansonst alles richtig machst.
Wie gesagt kann ptGUI mit solchen Abweichungen erstaunlich gut umgehen wenn man die Software richtig bedienen kann. Es gibt Leute hier in der Gemeinschaft die weitgehend fehlerfreie Panos direkt aus dem Stitcher holen obwohl das Bildmaterial auf z.T. von Hand gehaltenen Poles geschossen wurde. Und umgekehrt gibt es Leute (wie mich z.B.) die ihr Bildmaterial mit präzise eingestelltem Adapter und solidem Equipment schiessen, beim Fotografieren alles richtig machen und trotzdem mit Stitchingfehlern zu kämpfen haben. Bei mir ist es die mangelnde Erfahrung mit ptGUI.

Die richtige Konsequenz für Dich ist meiner Meinung nach tatsächlich, Deinen Aufbau ggf. nur einmal mit der Lügenbeutel-Wasserwaage grob zu nivellieren und dann stur die Schwenks auszuführen. Geeignetes Equipment (guter Stand und ordentliche Steifigkeit), gut eingestellter Adapter, so wie Sorgfalt beim Schwenken (dabei nichts verruckeln/verschieben) sollten Dir dann Bildmaterial liefern das mit ptGUI weitgehend fehlerfrei gestitcht werden kann.

Nivellieren kannst Du übrigens im Nachhinein, das geht in ptGUI sehr präzise. Deswegen spielt das vorherige Nivellieren mit den Lügenbeutel-Dosenlibellen eine untergeordnete Rolle. Ich persönlich nivelliere mein Minimalbesteck (Monopod auf Ministativ) z.B. gern um sicheren Stand zu gewährleisten, weil große Auszugslängen bzw. Arbeitshöhe bei kleiner Standfläche (kleinem footprint) gefährlich werden kann.

Wünsche Dir viel Erfolg und rate Dir Dich möglichst intensiv mit ptGUI zu beschäftigen. Es ist ein mächtiges Programm und erspart zeitaufwendige Retuschen wenn man richtig damit umgehen kann. Ein Rat den ich selbst auch mal langsam beherzigen sollte wenn ich wieder mal mehr Zeitfür habe :-)

15

Samstag, 13. Oktober 2018, 07:26

Hallo Oli


Panpan: Also mit den CP habe ich das so verstanden. PTGui macht die CP an einem Bild, dann an einem anderen Bild und geht davon aus, dass die auf dem gleichen Niveau liegen. Ist das nicht der Fall, sind die CP auch nicht passend.

Langsam verstehe ich, dass eine Veränderung des Niveaus beim Drehen das Ergebnis zwangsläufig verfälscht.

Tom


Hallo Tom


Ja , aber geht nicht um Niveao im Sinne " senkrecht" , " vertikal".
Ich hätte das Wort " Niveau" durch " Perspektive" ersetzt. Nivelieren theoretisch keine Rolle spielt * . Man muss überhaupt Kamera nicht nivelieren , ist nicht wirklich notwendig.
Notwendig ist beim fotografieren die Lage NPP im Raum festhalten. Darf sich nicht ändern. ( bis auf gewisse Tolleranz)

Die Lage der Kamera ist völlig egal , kann mit dem Kopf nach unten positionert werden , beliebig schräge.
Das kann man im Programm später ändern/korriegieren.
Wichtig ist bei bewegen der Kamera , dass die lage NPP sich nicht ändert.

NPP befindet sich im Objektiv auf der optische Achse , meistens drinnen im Objektiv in der nähe von Kopflinse.

Man kann sich im Raum wo wir fotografieren einen Koordinatensystem X,Y,Z das unbeweglich ist vorstellen.

Bei erstem Foto unsere Kamera ist irgendwo in dem System positioniert. Der NPP hat seine Koordinaten - zB 100 , 150 , 1600 ( mm) .
Wir können Kamera beliebig bewegen , aber NPP muss immer dort bleiben, wo beim ersten Foto sich gefunden hat.
Dann alle Fotos werden aus der gleiche Perspektive geschossen , die Geometrie bleibt auf alle Foto ident , man kann spherisches Panorama korrekt stitschen.

aus der Praxis . Panorama die vor jahren als eine Übung gemacht wurde - Kamera war mit dem kopf nach unten aufgehängt

HIER

Wenn nach jedem Foto willst Kamera nivelieren , dann änderst " händisch" die lage NPP in Raum , man muss überlegen aus welchem Grund ? Wenn stativ stabil wäre , dann hättest die Lage NPP versetzt. Wenn unstabil wäre , dann die Libelle ist zu wenig genau , um NPP exact einrichten , abwohl auf der Weise der Fehler teilweise korriegiert sein könnte. NPP hat seine Koordinaten im Raum verändert


*
Obwohl Kamera muss bei fotografieren nicht zwingend niveliert werden - Kugel ist doch "rund " , nicht senkrecht , nicht vertikal - es ist ratsam den Stativ doch zu nivelieren , damit wir später uns die Arbeit beim Komputer ersparen. Manchmal die Korrektur im Kompter sehr einfach ist, manchmal wenn deutliche senkrechte oder vertikale Elemente auf dem Bild fehlen - mühsam .

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (13. Oktober 2018, 08:09)


16

Samstag, 13. Oktober 2018, 10:12

Hallo Panpan,

Ich denke, ich habe es jetzt kapiert!

Der Fehler liegt eindeutig am Einbeinstativ! Ist doch auch ganz logisch! Man stelle sich eine dünne Stange vor, die unten nur drei dünne Füße hat um nicht umzufallen. Jetzt kommt da oben ein Gewicht mit einem Hebel nach außen drauf (Lage erst einmal völlig egal). Nach dem Hebelgesetz neigt sich also die Stange zur Seite des größten Gewichts. Die dünnen Füße der Standspinne können da wenig gegen machen, auch wenn mein Hebel nicht so riesig ist.

Jetzt drehe ich das System oben und das Gewicht wandert im Kreis außen herum. Somit wird die Stange immer nach außen gezogen, egal was ich mache. Die Linse wandert also um einen mehr oder weniger großen Kreis.

Meine Justage mit der Wasserwaage hält dabei den Schaden noch etwas in Grenzen. Denn ohne diese Justage würde das Objektiv - je nach Gelände - nach oben und unten zeigen. Meine Justage versucht somit wenigstens den Horizont als einzig stabilen Bezugspunkt zu halten. Über die Ungenauigkeit der Wasserwaagen haben wir gesprochen.

Ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich durch das Hebelgesetz - und das Gewicht oben auf dem Stativ - immer eine Kreisbahn um den Nodalpunkt beschreibe. Mich wundert es sehr, dass ich trotzdem noch brauchbare Ergebnisse produzieren konnte. Gute Arbeit von PTGui.

Was jetzt machen? Das Einbein ist so praktisch für den Transport und fällt beim Wandern kaum ins Gewicht. Ich schätze, ich muss diesen Vorteil durch mehr Zeit beim Stitchen bezahlen. Irgendwie bekomme ich ja trotzdem ein brauchbares Ergebnis. Vielleicht finde ich ja mal ein bezahlbares Carbon-Dreibein, dass auch noch ein vernünftiges Packmaß hat.

Wenn auch unbefriedigend - ich denke, ich habe den Fehler gefunden. Komisch nur, dass ich beim Einsatz des Dreibeins auch immer Stitchingfehler habe.

Nochmals danke und Gruß

Tom

17

Samstag, 13. Oktober 2018, 10:26

Hallo Oli


Panpan: Also mit den CP habe ich das so verstanden. PTGui macht die CP an einem Bild, dann an einem anderen Bild und geht davon aus, dass die auf dem gleichen Niveau liegen. Ist das nicht der Fall, sind die CP auch nicht passend.

Langsam verstehe ich, dass eine Veränderung des Niveaus beim Drehen das Ergebnis zwangsläufig verfälscht.

Tom


Hallo Tom

*
Obwohl Kamera muss bei fotografieren nicht zwingend niveliert werden - Kugel ist doch "rund " , nicht senkrecht , nicht vertikal - es ist ratsam den Stativ doch zu nivelieren , damit wir später uns die Arbeit beim Komputer ersparen. Manchmal die Korrektur im Kompter sehr einfach ist, manchmal wenn deutliche senkrechte oder vertikale Elemente auf dem Bild fehlen - mühsam .


Noch mal zu diesem Satz, Panpan. Bedeutet das, das ich mir wirklich - auch bei unebenem Geände, dem schiefen Stativ usw. - das Nivelieren sparen kann? Erkennt das Programm immer die relevanten Punkte, egal oben weiter oben oder weiter unten bei den Fotos? Das habe ich noch nicht verstanden. Ich versuche mit dem Nivelieren eigentlich immer nur, die Bodenneigung auszugleichen. Das schiefe Stativ bekomme ich damit natürlich nicht in den Griff, das ist mir jetzt klar.

18

Samstag, 13. Oktober 2018, 11:01



Noch mal zu diesem Satz, Panpan. Bedeutet das, das ich mir wirklich - auch bei unebenem Geände, dem schiefen Stativ usw. - das Nivelieren sparen kann? Erkennt das Programm immer die relevanten Punkte, egal oben weiter oben oder weiter unten bei den Fotos? Das habe ich noch nicht verstanden. Ich versuche mit dem Nivelieren eigentlich immer nur, die Bodenneigung auszugleichen. Das schiefe Stativ bekomme ich damit natürlich nicht in den Griff, das ist mir jetzt klar.



Ja, nivelieren nicht wirklich notwendig ist.


Stellt Dich vor , man befindet sich genau in der Mitte in einem Fussbal Ball. Wir wissen nicht wo sich da oben/unten usw befinden. ( Abgesehen von der Gravitation)
So positioniert ist die Kamera. Für den Stitching spielt es keine Rolle - die Kamera bei jedem Foto muss sich genau in der Mitte des Balles befinden. Also NPP mus sich in der Mitte befiden - darf sich nicht bewegen.

Wenn nicht nivelierst , Panorama kann trotzdem korrekt gestitcht werden ( vorrausetzung NPP hat sich nicht bewegt ) und dann Panorama ins Lot kannst im PTGUI zu bringen. Doch hast ganze Kugel von Innen fotografiert , musst nur die Kugel richtig umdrehen - das kann die Software machen.

Manchmal ist mühsam Panorama im Programm ins Lot zu bringen , besonders wenn kann man nichts vertikales oder horizontales auf dem Panorama finen. Deswegen in der Praxis lohnt sich doch Stativ zu nivelieren. Aber es DARF MAN NICHT nach jedem Foto machen.
Ausnahme sind Fotos vom Einbein / Mast in den Händen gehalten , wo wird dank der Libelle in der Lage sind den Fehler etwas minimieren , aber der Restfehler bleibt immer da.
Da Du meinst , das Dein Einbein stabil ist , und doch nach jedem Foto nivelierst , bewegst damit den NP Punkt , damit der Paralaxafehler wird eingeführt. Das ist der Grund für Deine Probleme mit dem Stitching.

Dein Fehler entsteht nicht das nicht genug genau nivelierst , sonden das es machst nach jedem FOTO und das Ganze nicht stabil ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (13. Oktober 2018, 19:20)


19

Samstag, 13. Oktober 2018, 21:43



Noch mal zu diesem Satz, Panpan. Bedeutet das, das ich mir wirklich - auch bei unebenem Geände, dem schiefen Stativ usw. - das Nivelieren sparen kann? Erkennt das Programm immer die relevanten Punkte, egal oben weiter oben oder weiter unten bei den Fotos? Das habe ich noch nicht verstanden. Ich versuche mit dem Nivelieren eigentlich immer nur, die Bodenneigung auszugleichen. Das schiefe Stativ bekomme ich damit natürlich nicht in den Griff, das ist mir jetzt klar.



Ja, nivelieren nicht wirklich notwendig ist.

Da Du meinst , das Dein Einbein stabil ist , und doch nach jedem Foto nivelierst , bewegst damit den NP Punkt , damit der Paralaxafehler wird eingeführt. Das ist der Grund für Deine Probleme mit dem Stitching.

Dein Fehler entsteht nicht das nicht genug genau nivelierst , sonden das es machst nach jedem FOTO und das Ganze nicht stabil ist.


Wie in meinem vorletzten Beitrag geschrieben habe ich festgestellt, dass ein Einbein mit einem Hebelgewicht am oberen Ende gar nicht stabil stehen kann. Die Kamera-Schwerpunkt steht ja nicht genau auf der Stativ-Achse. Somit entsteht automatisch beim Drehen eine Kreisbahn um den Nodalpunkt. Je ebener der Untergrund ist, desto geringer fällt die Kreisbahn aus. Aber das ist - meiner Meinung nach - die Fehlerquelle für die Stitichingprobleme. Bei einem Dreibein passiert das nicht. Aber wie gesagt, der Transport-Komfort von so einem Einbeinstativ ist schon beachtlich. Der Preis ist mehr Zeit am Computer die Stitichingfehler auszubügeln.

Ralf Michael

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20

Samstag, 13. Oktober 2018, 23:21

Wie in meinem vorletzten Beitrag geschrieben habe ich festgestellt, dass ein Einbein mit einem Hebelgewicht am oberen Ende gar nicht stabil stehen kann. Die Kamera-Schwerpunkt steht ja nicht genau auf der Stativ-Achse. Somit entsteht automatisch beim Drehen eine Kreisbahn um den Nodalpunkt. Je ebener der Untergrund ist, desto geringer fällt die Kreisbahn aus. Aber das ist - meiner Meinung nach - die Fehlerquelle für die Stitichingprobleme. Bei einem Dreibein passiert das nicht. Aber wie gesagt, der Transport-Komfort von so einem Einbeinstativ ist schon beachtlich. Der Preis ist mehr Zeit am Computer die Stitichingfehler auszubügeln.


Hallo Tom.

Das mag ich so nicht stehen lassen. Ich habe sehr viele Panoramen mit dem Einbeinstativ als auch mit einem 6m Hochstativ erstellt. Auf Reisen verwende ich fast immer das Monopod.

Das Problem der Instabilität bzw. der Kreiselbewegung des Adapters entsteht durch die Standspinne, die ich aus diesem Grund erst gar nicht verwende. Ich drehe das Stativ von Hand. An der Stange ist eine Rohrlibelle von Manfrotto befestigt. Da man einen Drehwinkel von 90 Grad ohne Hilfsmittel sehr gut abschätzen kann, arbeite ich einzeilig mit 4 Einzelaufnahmen. Dann funzt das ohne jedes Problem. Auch dann, wenn es auf 6 Meter Höhe beim Hochstativ zu einer Abweichung kommt, habe ich so gut wie keine Probleme beim Stitchen.

Hier mal die Vorgehensweise von Jan = https://youtu.be/WFVSBrRT5S4
Und hier mein Hochstativ im Eigenbau bei gleicher Vorgehensweise, auch mit Video (nicht so gut wie das von Jan) und mit Ergebnissen.

Gruß

Ralf
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