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kbaerwald

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201

Samstag, 6. Januar 2018, 12:19

Stativ M-440 Monopod 2in1

Hatte vergangene Woche bei Foto Brenner ein Mono-Stativ bestellt, das ich auch gestern bekommen habe. Man kann bei dieser Konstruktion Kameraplatte (oben) und Gummiständer (unten) abschrauben und erhält damit ein stabiles Stativ für OneShot 360 Kameras, wobei man einfach das Stativ umdreht, sodass die dünnen Rohre oben unter der Kamera sind, das dicke Ende auf einem Dreibein ruht:



Unten dann eine "stabile" Dreibein-Lösung (unter dem zweiten Pfeil), oben der "erweiterte" Originalstick der MiSphere (über dem ersten Pfeil). Anschlüsse via Spigot-Adapter. Auszug ca. 180cm, Footprint sieht aus, wie bei Oli beschrieben, recht klein, ich mache dann eine Kappe drauf.

Mobil wäre dann für mich:

- kleiner Bodenabstand ausreichend: Original-Stick plus kleines Dreibein
- großer Bodenabstand: diese Lösung oben.

Passt alles in die kleine Stativtasche des Monopods.

Gruß, Klaus

P.S. Man kann natürlich auch die MiSphere direkt oben auf das Stativrohr schrauben (per 1/4-Zoll-Adapter m/m).

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kbaerwald« (6. Januar 2018, 13:45) aus folgendem Grund: Ergänzung


Undertable

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202

Samstag, 6. Januar 2018, 13:50

Verzeih mir meine kleinen Sticheleien, die sind nicht bös gemeint.
Weiß ich doch. Keine Sorge - alles gut :-)

die Wahl des Nadir und die die Positionierung des Schnittsaums im Gesamtpano erfordern Entscheidungen. Wenn man die Saumstelle über die gesamte Sphäre verfolgt (zumindest bei meinem Exemplar), kann man, bei näherer Betrachtung, "Verwaschungen" erkennen. Ich versuche die Kamera so zu drehen, dass dieser Saum dann in unkritischen Bildbereichen liegt.
Ich achte zuweilen auch drauf dass, wenn möglich, beide Linsen gleiches Licht bekommen. Bei einer im Schatten und einer im Lichteinfall tut sich vielleicht die Überblendung schwer?

Bei meiner defekten Mijia musste ich zusätzlich auch noch auf den Kratzer achten ;-)

Nach unten und oben schauen die wenigsten Betrachter
Ich weiß nicht ob`s Vielen so geht aber ich dreh da prinzipiell immer hin - vermutlich weil ich mich beim Bau von Adaptern und deren Unterbauten schon lange mit dem Aussehen von Footprints beschäftige. Ich finde das oft spannender als das Motiv selbst aber ich bastle auch mehr als dass ich fotografiere :-)

Vielleicht erleben wir ja noch ein Verbesserung der MADV stitching Werkzeuge.
Das wäre toll. Die Hoffnung stirbt ja nie dass sich auch mal Entwickler hierher verirren und vielleicht den ein oder anderen Kundenwunsch hier aufschnappen und umsetzen (upps, war das ein Zaunpfahl?)

Interessant wäre noch wie die Theta das macht.
Mal sehn wenn ich Lust und Laune hab probier ich das mal noch aus.

so sei es (Linse jeweils 153mm über der Skala)

Das kann Jeder mal für sich selbst bewerten

kbaerwald

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203

Samstag, 6. Januar 2018, 14:32

Zitat von »Undertable«



Interessant wäre noch wie die Theta das macht.
Mal sehn wenn ich Lust und Laune hab probier ich das mal noch aus.

so sei es (Linse jeweils 153mm über der Skala)

Schade, dass man nicht an die "Rohdaten" der Theta kommt: so bewertet man eigentlich immer alles durch die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Konverters/Stitchers. Kannst du mir einmal ein paar Halbkugeln (auch DNG möglich?) aus der Mess-Serie der MiSphere zukommen lassen (PM)? Ich würde mir das auch mal per PTGui angucken.

Gruß, Klaus

Undertable

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204

Samstag, 6. Januar 2018, 14:51

MiniStativ ohne Bastelaufwand ca. 42€

Das Tarion A-555 Einbein hat 6 Rohrsegmente (besonders kompakt). Unten wie oben hat es von Haus aus 3/8 Gewinde.
Rohrdurchmesser: Ø28 / Ø25 / Ø22 / Ø19 / Ø16 / Ø13 / Bund d. Gewindebuchse oben (Anschlag Reinrutschsicherung) Ø16



Als Dreibein hab ich den 8-Euro Mikrofon-Tischständer ammoon ausprobiert.


Unter dem Mikrofongewindeadapter hat man nen 3/8" Gewindebolzen. Schraubt man auch die Konterrändelmutti ab ist der Bolzen lange genug dass man ihn ohne Zwischenadapter direkt von unten ins Einbein drehen kann.

Praktisch: verschiedene Beinspreizungen sind schnell und einfach einstellbar.

Achtung: Das Ding ist wirklich billig. An meinem Exemplar sitzt die aufgeschraubte Mittelsäule etwas schräg - aber hey 8 Euro!

Oben kann man mit billigen Kaufteilen z.B. auf die Mijia adaptieren.
Ich hab so ne geschlitzte 3/8" auf 1/4" Gewindebuchse und nen gerändelten 1/4" Doppelnippel aus meinem Fundus genommen:




So schaut das komplette gerät aus:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (6. Januar 2018, 16:19)


Undertable

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205

Samstag, 6. Januar 2018, 16:18

so sei es (Linse jeweils 153mm über der Skala)

Schade, dass man nicht an die "Rohdaten" der Theta kommt...Kannst du mir einmal ein paar Halbkugeln (auch DNG möglich?) aus der Mess-Serie der MiSphere zukommen lassen (PM)? Ich würde mir das auch mal per PTGui angucken.


Gern - Du hast ne PN :-) Den Workflow hab ich für One-Shot-Aufnahmen zwar nicht vorgesehen aber interessant ist es trotzdem was Du draus machst. Wär schön wenn Du`s hier zeigen könntest.

so bewertet man eigentlich immer alles durch die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Konverters/Stitchers.

Das ist halt der einfachere workflow, den ich mit so ner Oneshot-Lösung machen will. Wenn ich anfangen will das Bildmaterial wieder über nen separaten Stitcher wie ptGUI zu stitchen mache ich mir den großen Vorteil des quick-n-dirty wieder zunichte und habe dann nur noch dirty.
Bei der Theta liegt das Equi ja schon gebrauchsfertig in der Kamera vor. Bei der Mijia erzeugt man es in einem Rutsch, wahlweise über MiSphere-Converter oder Madventure. Letzteres hat mich bislang in der PC-Desktop-Anwendung überzeugt: einfach, schnell und akzeptables Ergebnis.

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206

Sonntag, 7. Januar 2018, 09:55

Hallo Mitleserschaft,

Klaus war so nett und hat mein Bildmaterial mal mit ptGUI gestitcht um den Einfluss der jeweiligen Stitcher zu untersuchen.
Nachfolgend seine Ergebnisse die ich mit seiner Zustimmung aus seine PN hier her geholt habe:

Moin Oli

wenn ich deine Aufnahme ohne weitere Bearbeitung in mein kalibriertes System übernehme, so resultiert eine schlechte "bad" Anpassung:



Ich denke unsere beiden Kameras liegen in der Geometrie soweit auseinander, dass die meine Kalibrierung nicht passt. Die Hälften sind nicht nur verschoben, sondern stehen auch in einem Winkel zueinander. Aber genau kann man das erst sagen, wenn wir beide unser jeweiliges System tatsächlich nochmals kalibrieren würden (mit 90 Grad Versetzung).

Erst, wenn ich die CPs manuell setze, stimmt es einigermaßen, ist aber immer noch nicht ideal, weil fast alle CPs am unteren Bildrand liegen. Die Anpassung wird damit auf ein Bildteil hin "verbogen". Das sieht man auch daran, dass deine Vorlage rundlich und in die Länge gezogen worden ist:



Hier nochmals eine Anpassung durch den hauseigenen MADV Stitcher, die aber auch verzogen ist, als ob die Geometrie der Optik nicht stimmt:



Ich bin etwas ratlos, werde der Sache aber noch weiter nachgehen. Mich würde interessieren, ob meine Kalibrierung tatsächlich bei deinem System so auf die Schnelle (ohne CPs) hinhaut.

Gruß, Klaus

kbaerwald

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207

Sonntag, 7. Januar 2018, 10:21

Bei dem Einsatz von PTGui11 ging es mir eigentlich darum herauszufinden, ob prinzipiell noch genug Bildmaterial in den Randbereichen der Halbkugeln zum Stitchen vorhanden ist (Bildpunkte und Projektion der Fisheyes). Das Ergebnis ist zwar verzerrt, weil praktisch nur CPs im Bereich des Oli Meßblatts verwendet wurden, aber es sind alle Bildinformationen vorhanden. Der manchmal verwaschene Bildsaum zwischen beiden Halbkugeln sollte also andere Ursachen haben.

Noch ein paar Gedanken zur Kalibrierung. Ich hatte bereits bemerkt , dass die EXIF-Daten der Halbkugel-"Rohdaten" Informationen enthalten (Kalibrierdaten?), die darauf hindeuten, dass die MADV hauseigenen Stitcher beim Stitchen darauf zugreifen. Wenn ich dem MADV Stitcher Halbkugeln anbiete, die z.B. aus HDR Durchgängen stammen und somit veränderte EXIF Infos haben, werden diese Halbkugeln NICHT verarbeitet: der MADV Stitcher benötigt offenbar Originale.

Kann mir also folgendes Szenario vorstellen: um die Produktionskosten niedrig zu halten, werden offenbare Geometriefehler von Linse und Linsenanordnung durch einen Endtest bestimmt, und die Daten irgendwo in die Firmware der Kamera geschrieben. Die Kamera gibt diese Info dann dem jeweiligen Foto mit. Beim Stitching wird das ausgelesen und die Fehler korrigiert. Was man bei PTGui zu Fuß macht, läuft hier relativ schnell und vereinfacht per Software ab.

Der Android MiSphere Converter arbeitet übrigens nach dem Prinzip des optischen Flow-Stitching und verwendet daher keine der voreingestellten Parameter. Meine HDRs werden also durchweg mit dem Android MiSphere Converter bearbeitet. Dieser sieht übrigens das Messblatt von Oli so:



Da sind schon wesentlich mehr Informationen im Saumbereich enthalten als beim original MADV Stitcher, aber der Gesamteindruck des Panos (hier nicht sichtbar) ist schlecht: Bildbrüche, Verschiebungen etc. Auch scheinen die beiden Halbkugeln nicht parallel angeordnet zu sein. Man müsste noch ein paar mehr Aufnahmen anschauen.

@Oli: hast du mit der neuen MiSphere schon "normale" Aufnahmen gemacht? Werden diese ordentlich dargestellt durch MADV bzw MiSphere Stitcher?

Gruß, Klaus

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208

Sonntag, 7. Januar 2018, 10:23

Kalibrierung

Ich denke unsere beiden Kameras liegen in der Geometrie soweit auseinander, dass die meine Kalibrierung nicht passt. Die Hälften sind nicht nur verschoben, sondern stehen auch in einem Winkel zueinander. Aber genau kann man das erst sagen, wenn wir beide unser jeweiliges System tatsächlich nochmals kalibrieren würden (mit 90 Grad Versetzung)

Nachdem ich mir zu Beginn meiner Mijia-Experimente mit ptGUI vergeblich die Zähne ausgebissen hatte hab ich meine alte (runtergefallene) Mijia per MiSphere-Converter (Android App) auf dem Smartfone kalibriert:

Dem Hinweistext der App entsprechend hatte ich da eine Aufnahme mit senkrecht stehender optischer Achse gemacht, also ein Auge schaut nach unten, das andere nach oben (mehr Kontrollpunkte am Äquator).
Danach mussten von Hand 6 Kontrollpunkte gesetzt werden. Das war per Touch auf dem Smartfone verblüffend einfach und schien auch effektiv.

Meine neue Mijia hab ich noch gar nicht kalibriert. Bei meinen Versuchen mit der bunt karierten Skala hab ich aber zwischen beiden Kameras keine nennenswerten Unterschiede festgestellt.
Beide schielen in etwa gleich (dabei hatte ich gehofft dass die gekippte Mijia aufgrund ihres Falls schielt).
Auch "verschlucken" sie den bunt karierten Bereich gleichermaßen (das aber vermutlich weil ich denselben Stitcher verwendet hab)

Die Kernfrage ist aber WO genau kalibriert wird: in der App oder in der Kamera?

Klar wird die Kamera mit der App kalibriert aber wo werden die Korrekturwerte hinterlegt?
Werden sie in die Kamera geschrieben/hinterlegt so dass auch andere Stitcher korrigiertes Bildmaterial kriegen oder
Werden sie nur in der App (auf dem Smartfone) hinterlegt so dass nur Mi-Sphere Converter korrigiertes Bildmaterial bekommt?

Hier nochmals eine Anpassung durch den hauseigenen MADV Stitcher, die aber auch verzogen ist, als ob die Geometrie der Optik nicht stimmt:


Das Phänomen hatte ich auch schon nachdem ich in Madventure 360 (PC-Desktop-App) bei der Option Gyro Calibration experimentell nen Haken gesetzt hatte:



Danach tat ich den wieder raus.

kbaerwald

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209

Sonntag, 7. Januar 2018, 10:34

O.K. Mit Kalibrierung war ursprünglich die auf PTGui beruhenden Kalibrierung gemeint: also Aufnahme, Kamera auf dem Stativ um 90 Grad drehen, zweite Aufnahme. Es resultieren 4 Halbkugeln mit ausreichenden Stitching Ressourcen.

Kalibrierung MiSphere Converter (Android) ist so, wie von dir beschrieben und vom Manual vorgegeben.

Kaibrierung MADV Stitcher (PC Prog oder Android) sollte meiner Hypothese nach nicht notwendig sein, da bereits werkseitig bereits vorgenommen. Ob das Stitching in der Kamera, der Android app oder später auf dem PC durchgeführt wird, ist dann egal.

Gruß, Klaus

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210

Sonntag, 7. Januar 2018, 10:44

O.K. Mit Kalibrierung war ursprünglich die auf PTGui beruhenden Kalibrierung gemeint: also Aufnahme, Kamera auf dem Stativ um 90 Grad drehen, zweite Aufnahme. Es resultieren 4 Halbkugeln mit ausreichenden Stitching Ressourcen.

Ah, OK. Da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren :-)

Kalibrierung MADV Stitcher (PC Prog oder Android) sollte meiner Hypothese nach nicht notwendig sein, da bereits werkseitig bereits vorgenommen.

Dann versteh ich die Notwendigkeit des Kalibrierens unter MiSphere Converter nicht, denn dann sollte ja Bildmaterial aus bereits kalibrierten Kameras vorliegen?

Ob das Stitching in der Kamera, der Android app oder später auf dem PC durchgeführt wird, ist dann egal.

das wäre zumindest wünschenswert

kbaerwald

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211

Sonntag, 7. Januar 2018, 10:54

"Dann versteh ich die Notwendigkeit des Kalibrierens unter MiSphere Converter nicht, denn dann sollte ja Bildmaterial aus bereits kalibrierten Kameras vorliegen?"

Die Android app stammt ja nicht aus dem Hause MADV. Vielleicht greift der MiSphere Converter garnicht auf diese Parameter zu, das optical flow stitching funktioniert ja auch nach einem anderen Prinzip als die herkömmlichen Stitcher. Ich kann das leider nicht beantworten. Meine Hypothese bezog sich lediglich auf den Workflow im MADV Universum.

Gruß, Klaus

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212

Sonntag, 7. Januar 2018, 11:05

... werden offenbare Geometriefehler von Linse und Linsenanordnung durch einen Endtest bestimmt, und die Daten irgendwo in die Firmware der Kamera geschrieben. Die Kamera gibt diese Info dann dem jeweiligen Foto mit. Beim Stitching wird das ausgelesen und die Fehler korrigiert

Ich glaube dass da schon früher korrigiert wird. Warum?

als ich meinen Funkauslöser unter der Mijia noch besser aus dem Sichtbereich raus knabbern musste bemängelte ich dass meine Befestigungsschraube von beiden Bildhälften sehr unterschiedlich gesehen wird:

Mir fällt jedenfalls auch auf dass meine Befestigungsschraube des Funkauslösers nur in der unteren Halbkugel (=Rückseite des Funkauslösers) zu sehen ist (rote Pfeile). Durch den symmetrischen Aufbau müsste sie theoretisch in beiden Bildern gleichermaßen zu sehen sein. Ebenso fällt auf dass in besagter Halkugel generell mehr vom Funkauslöser zu sehen ist was bei symmetrischem Aufbau ebenfalls merkwürdig ist. Der Unterschied wird auch deutlich wenn man nur den Randbereich betrachtet: oben (vorderseite mit LEDS) ist der Rand breiter (grüne Pfeile) als unten:


Nach einem Firmwareupdate war dieser Fehler offensichtlich behoben und zwar erkennbar im ungestitchten Bildmaterial!

Da laust mich doch der Affe...

Nach einem Firmware-Update von 1.3.102.105.5.15827 nach 1.3.103.106.5.16574 schaut die Mijia nun scheinbar symmetrischer nach unten.
In einem weiteren Test hab ich meine angeschlagene Mijia wie schon zuvor auf den Funkauslöser montiert und diesen mit dem konischen Adapterstück auf den Tisch gestellt.
Jetzt sieht das symmetrischer aus. Die Randabstände sind fast gleich groß und meine Befestigungsschraube taucht nun in beiden Halbkugeln gleichermaßen auf.
Die Abbildung des Gehäuses vom Funkauslöser ist nun auch ausgemittelt. Somit stört weniger schwarz von der Gehäuserückseite:


kbaerwald

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213

Sonntag, 7. Januar 2018, 11:32

Schwere Frage!

Vielleicht hast du beim zweitenmal besser justiert und die Kamera war eher im Lot mit dem Nadir? Gegenfrage: wie kann eine Firmware-Änderung die physische Schieflage von Objektiven (Schielen) korrigieren? Du kannst die rechnerischen Auswirkungen beeinflussen, nicht aber den vorgegeben Bildausschnitt verändern.

Gruß, Klaus

Undertable

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214

Sonntag, 7. Januar 2018, 15:37

Hallo Klaus

sorry für verspätete Antwort. Wir waren zwischenzeitig aus zum Mittagessen :-)

Vielleicht hast du beim zweitenmal besser justiert
Da gabs nichts zu justieren: Die kamera war in beiden Fällen bei maximaler Wiederholgenauigkeit, mit meinem Funkauslöser verschraubt, dessen Teil die Befestigungsschraube als Kriterium war und ist. Die Kamera ist mit dem Funkauslöser spielfrei verstiftet* und Winkelabweichungen gibt es da auch keine da mit der Schraube beide Flächen immer gegeneinader fest verschraubt werden



Testkriterium war ja die Befestigungsschraube, die auf beiden Bildern gleich groß erscheinen muss. Das Kameragewinde dürfte zweifelsfrei mittig (fix) zur Kamera liegen und mein Funkauslösergehäuse ist ebenfalls symmetrisch: Bohrungen für die Kameraschraube und für die Positionierbolzen sind in einer Aufspannung auf der Fräsmaschine gemacht unter Zuhilfenahme eines Messsytems. Ich möchte behaupten dass diese fluchten. Verkehrt herum montieren ist auch nicht weil die Kontaktstifte nur in 1 Position passen ( ein Positionierbolzen verhindert zudem falsche Montage )

*
Der Begriff "spielfrei" klingt für Metaller vielleicht etwas reisserisch. Im Gegensatz zu Schreinern spielt sich für uns zwischen den Millimeter-Strichen auf dem Meterstab noch eine ganze Welt ab: Wir denken und wirken noch in Zehntel und Hunderstel Millimetern, manche von uns sogar in Tausendstel mm - dann allerdings in klimatisierten Räumen. Ich denke so weit muss es in diesem Fall nicht gehen. Deswegen schrieb ich "spielfrei" - passender wäre vielleicht "gefühlt spielfrei"


am Original-Handystick sind die Positionierbolzen übrigens gefedert und haben da etwas Spiel. In meinem Kamerauslöser handelt es sich hingegen um eingepresste Zylinderstifte die in der Länge genau abgestimmt sind. Absolut starre Sache ohne jegliches Spiel. Letzteres wäre in dem Umfang auch nicht für die festgestellten Unterschiede bei der Abbildung verantwortlich zu machen.

...und die Kamera war eher im Lot mit dem Nadir?

Nachfolgend der absolut reproduzierbare Aufbau:

Alles unterhalb der Edelstahl-Befestigungsschraube spielt für die Beurteilung derselben bzw. deren gleich großen Abbildung in den beiden Halbkugeln überhaupt keine Rolle.

Bevor nun die Passungsluft meiner Befestigungsschraube in Ihrer Bohrung für ursächlich gehalten wird:
Um`s zu vereinfachen hätte ich das Gewinde der Schraube auch bis zur Konterfläche hin laufen lassen können. Statt dessen hab ich mich bewusst für ein kurzes Stück Passdurchmesser entschieden. Hauptgrund war dass die Gewindeflanken bei häufiger Betätigung nicht ungewollt die Bohrung vergrößern.




Du siehst, selbst an Stellen wo`s nicht drauf ankommt bin ich kein großer Freund von Weitwurfpassungen ;-)

Somit möchte und kann ich meiner Meinung nach Abweichungen die meinerseits zu`r unterschiedlichen Abbildung der Schraube führten eindeutig ausschließen

Gegenfrage: wie kann eine Firmware-Änderung die physische Schieflage von Objektiven (Schielen) korrigieren?
Gute und berechtigte Frage. Technisch möglich wäre vielleicht eine Korrektur der Sensoren. Ob z.B. eine jeweils unabhängige elektromagnetische Sensoraufhängung bei der Mijia integriert wurde möchte ich stark bezweifeln. Da bin ich aber auch kein Fachmann für.

Du kannst die rechnerischen Auswirkungen beeinflussen, nicht aber den vorgegeben Bildausschnitt verändern
Wie gesagt: Technisch möglich vielleicht bei der Sensoraufhängung (immerhin hat Canon meines Wissens schon seit der EOS400D eine elektromagnetische Sensor-Schütteleinrichtung integriert, die ihn intern von Staubpartikeln befreien soll.) Das könnte ich mir auch zur Korrektur von Neigungen vorstellen. Das die Mijia so was Bord hat glaube ich ehrlich gesagt kaum.

An der geöffneten Mijia ( Bild 1 / Bild 2 ) hatte ich zudem den subjektiven Eindruck dass beide Linsen samt Sensor(en) baulich eine starre Einheit bilden, die über jeweils 4 Schrauben fest mit beiden Seitendeckeln verschraubt ist. Was sich in dieser Einheit befindet wollte ich nicht herausfinden. So kann ich die Miji mit dem lädierten Auge immerhin noch für Tests oder riskante Anordnungen verwenden ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 16 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (7. Januar 2018, 16:53)


Undertable

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Sonntag, 7. Januar 2018, 18:31

Firmware-Downgrade bringt keine Veränderung

mir hat`s keine Ruhe gelassen also bin ich den umgekehrten Weg gegangen und hab die lädierte Mijia per SD-Karte gedowngraded auf die damalige Version 1.3.102.105.5.15827. Damit man sämtliche Einflüsse von außen ausschließen kann hab ich die Kamera samt Funkauslöser diesmal nicht nur hingestellt, sondern fest auf meine Testeinrichtung geschraubt. Dort hab ich sie für beide Testaufnahmen belassen.



Hier die nun eindeutigen Testaufnahmen:





So gern ich auch das Gegenteil bewiesen hätte - ich seh da keinen Unterschied
Also muss ich die Ursachen für die zuvor festgestellten Abweichungen nun doch bei mir suchen obwohl ich mir`s beim besten Willen nicht erklären kann.

kbaerwald

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216

Montag, 8. Januar 2018, 08:13

360 Grad lebt!

Moin

Heute erhielt ich folgende Post. Man kanns kaum glauben - sicher nichts für mich, aber es zeigt, dass der 360-Grad-Hype nicht so schnell vorbei sein wird wie das beim S3D Stereo Pendant der Fall war. Ein wesentlicher Träger des Erfolgs ist mit Sicherheit unsere Smartphone Generation: Aufnahme und Wiedergabe von 360 Panos ist ja auch wesentlich einfacher zu bewerkstelligen als eine S3D Stereo Aufnahme plus deren Wiedergabe.

Warten wir ab, was sonst noch so in der Pipeline ist.

Gruß, Klaus

kbaerwald

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217

Montag, 8. Januar 2018, 08:22

mir hat`s keine Ruhe gelassen also bin ich den umgekehrten Weg gegangen und hab die lädierte Mijia per SD-Karte gedowngraded auf die damalige Version 1.3.102.105.5.15827. Damit man sämtliche Einflüsse von außen ausschließen kann hab ich die Kamera samt Funkauslöser diesmal nicht nur hingestellt, sondern fest auf meine Testeinrichtung geschraubt. Dort hab ich sie für beide Testaufnahmen belassen.

Hier die nun eindeutigen Testaufnahmen:

So gern ich auch das Gegenteil bewiesen hätte - ich seh da keinen Unterschied
Also muss ich die Ursachen für die zuvor festgestellten Abweichungen nun doch bei mir suchen obwohl ich mir`s beim besten Willen nicht erklären kann.

Moin Oli

da geht es um Millimeter - optische Messbänke sind aus gutem Grund sehr solide aufgebaut. Ausserdem gibt es immer noch den menschlichen Faktor! Dein Ansatz mit dem Firmware Downgrade ist jedenfalls logisch und zeigt, dass ein zweiter Weg zum Ergebnis nie schadet.

Gruß, Klaus

Undertable

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Montag, 8. Januar 2018, 17:42

Hallo Klaus,

mir war`s schon wichtig der Ursache auf den Grund zu gehen.

Nach wie vor halte ich meine Anschraubbasis des Funkauslösers für sehr wiederholgenau. (alle Freiheitsgrade sind sehr genau definiert)

Einzige Fehlerquellen die ich mir vorstellen kann wären
a) ich hatte die Schraube zuvor nicht richtig festgezogen
b) festgezogen aber Schmutz zwischen Kamera und Funkauslöser oder
c) unterschiedlicher Stand (Schmutz unter dem Füsschen)

c) dürfte sich höchstens auf das Erscheinungsbild der Tischoberfläche auswirken auf dem das Ganze stand, nicht aber auf`s Aussehen der Schraube.
Die sollte von der Kamera immer gleich sehen werden, egal wie schräg sie fest mit ihr verbunden steht

Was soll`s - es wird ein Rätsel bleiben.

Ich will ja hier keine Unwahrheiten verbreiten oder die Mitleserschaft verunsichern.
Gut dass Du nen Einwand hattest - besten Dank :-)
Jetzt wissen wir wenigstens was Sache ist

kbaerwald

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Dienstag, 9. Januar 2018, 11:58

St. Martin in Ettlingen

Moin

da der Tag sonnig begonnen hat, bin ich gerade mal zu Fuß zur Kirche St. Martin rüber und habe ein paar HDRs "geschossen". Das folgende Pano ist also das Ergebnis dieser Aufnahmeserie (-2,-1,0,+1,+2). Halbkugel-Aufnahmen mit Photomatix bearbeitet, dann das Ergebnis an den Converter (Android) übergeben. Das resultierende Pano mit LR von groben Farbquerfehlern befreit und so farblich abgestimmt, dass das gedämpfte Licht im Inneren der Kirche erhalten bleibt (ich mag keine farblich hochgedrehten Innenaufnahmen, wie man sie so häufig findet).

Der Footprint (Dreibein) wurde kurz per PS retuschiert, der Rest blieb. Man sieht recht gut, dass der Converter mit der einen oder anderen Kachelfuge am Boden so seine Probleme hat, insgesamt jedoch hält sich jedoch die sog. Saumproblematik (wie sie in den "Labor"-Aufnahmen von Oli zum Ausdruck kommt) in Grenzen.

Gruß, Klaus


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Dienstag, 9. Januar 2018, 13:16

Hallo Klaus

hab die Naht erst beim reinzoomen überhaupt erkennen können.
Das ist wirklich passabel!

Hast Du auch in irgendeiner Form entrauscht?