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Sonntag, 26. März 2017, 17:18

DIY Motorischer Panoramakopf

Hallo Pano-Freunde,
Ich möchte euch meinen DIY Motorischen Panoramakopf vorstellen.
Die eigentümliche Bauform ist vor allem zwei Tatsachen geschuldet:

1.
Meinem begrenzten handwerklichem Geschick.
2.
Dem mir zur Verfügung stehenden Werkzeug.
(Säge, Feile, Flex, Bohrmaschine,…) Was man halt so im Haushalt hat.

Hier ein paar Details:
- ATmega328 Chip (Arduino Clone)
- A4988 Motortreiber
- Getriebeschrittmotoren 17HS19-1684S-PG51
- IR Fernbedienung
- 20*4 Display
- Auslösen über Optokoppler Vishay SFH610A-1
- 12 Volt Batteriepack
- Gleitflächen aus Teflonfolie. Näheres hier.

An der Programmierung arbeite ich noch.
Ein Funktionsvideo gibt es aber schon hierzu sehen.
Spannend wird die Gigapanoramafunktion.

Beste Grüße
Robert
»Robert_W« hat folgende Dateien angehängt:
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  • F-005.jpg (136,37 kB - 114 mal heruntergeladen - zuletzt: 1. September 2017, 09:10)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Robert_W« (26. März 2017, 21:09)


2

Sonntag, 26. März 2017, 20:37

Respekt! Mit meiner Eisensäge und dem Lötkolben kriege ich sowas nicht hin! :D

Zeigt das Video einen Testlauf mit gedrosselter Geschwindigkeit? Gerade bei ziehenden Wolken wären mir die Rotationsgeschwindigkeit und die Pausen zu lang.

Ich bin mit dem Sigma 8mm Fisheye in wenigen Sekunden einmal um 360° herum, dann noch ein Nadirfoto und fertig.

Ich kenne auch die Situation, wo man mit einem Gigapixel-Motorkopf in einiger Entfernung beobachtet, ob niemand das Stativ umläuft.

Auf Deine damit geschossenen Panoramen bin ich jedenfalls gespannt!

Vielen Dank für Deine Vorstellung!

Ach ja: Im Titel fehlt das "r" bei "Schrittmotoren".

3

Sonntag, 26. März 2017, 21:19

Hallo panox,

vielen Dank für deinen Hinweis!

Ja, die Geschwindigkeit ist recht langsam.
Der Motor kann in ca. vier Sekunden um 360⁰ drehen.

Bei dem Beispiel ist eine Aufnahmezeit von 2,5 Sekunden programmiert.
Die Stammt noch von einer Belichtungsreihe in einem geschlossenen Raum.
Da braucht man schon etwas Zeit.

Der Aufnahmeablauf ist wie folgt:
- Nach dem Erreichen der Position eine Sekunde warten.
- Kamera auslösen.
- Eingestellte Aufnahmezeit abwarten.
- Weiter zum nächsten Stopp.

Beste Grüße
Robert

pocketPANO

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Beruf: Ingenieur

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4

Montag, 27. März 2017, 10:01

Sieht wirklich interessant aus. In dieser Richtung habe ich mir auch schonmal Gedanken gemacht, habs aber noch nicht weiter verfolgt. Aber ich hab ein paar Fragen *g*

Wie sieht es mit dem durch das Getriebe verursachten Spiel aus? Was schätzt du, wieviel das ist?
Reicht die Kühlung der Treiber auch bei längerem Betrieb? Stichwort Gigapixel...
Hast du schon Erfahrungen wie lange die Batterien halten?
Kannst du etwas dazu sagen, wie die Lagerung der Achsen ausgeführt ist?
Was ich so gelesen hab, haben die Motoren 4Nm Drehmoment mit dem Getriebe. Aus deiner Erfahrung: ist das eher über- oder unterdimensioniert für so eine DSLR?

Ansonsten Respekt für die ganze Säge- und Feilarbeit! Dieses Fachwerkgerüst hätte ich ohne CNC Fräse nicht angefangen *g*

Schöne Grüße,
Lutz

5

Montag, 27. März 2017, 18:49

Hallo Lutz,

also Spielfrei ist das Getriebe sicherlich nicht.
Das kann man aber auch für einen Stückpreis von 40€ nicht erwarten.
Wenn der Kameraarm nach unten steht, also ohne Last, kann ich ihn bei einer Hebelarmlänge von 23cm um ca. 4mm bewegen. Die Achse selbst sitzt bombenfest im Motor.
Da kann man aber bestimmt eine bessere verwindungsfreiere Aufnahme hinbekommen.

Habe ich aber eine Last am Getriebe anliegen, was ja eigentlich immer der Fall ist, spielt das keine Rolle.
Ich habe mal einen Versuch gemacht, indem ich 10 Mal nacheinander dieselbe Position angefahren habe. Und es passt. (Mit dem Kameraarm,rauf, runter, rauf...)
Auch dreht die ganze Konstruktion immer nur in eine Richtung. Damit ich keine Lastwechsel habe.

Temperatur Probleme habe ich nicht. Ich habe am A4988 Poti ein Vref von 0,87 eingestellt.
Ist ein Mittelding zwischen dem errechneten Wert und Einem empirisch ermittelten. Jedenfalls werden die Treiber nicht über 38⁰ Warm.

Genaue Angaben wie lange die Batterien halten kann ich nicht machen. Zum ständigen Testen und Programmieren benutze ich ein Netzteil.
Für ca. 15 einfache Kugelpanoramas reicht es aber schon. Bei intensiver Nutzung können die aber schon mal warm werden.

Das Lagern der Achsen war auch bei mir die Gretchenfrage. Letztendlich habe ich das recht simpel gelöst.
Eine Madenschraube klemmt an der Achse...
Diese PTFE-Folie ist eine tolle Sache. Das ist so glatt wie eine Teflon Bratpfanne ;-)

Ja, das Drehmoment am Getriebe ist 4Nm.
Meine Kamera mit Objektiv wiegt zusammen ca. 1,5 kg. Bei 23 cm Hebelarm kann der Motor das sicher und problemlos bewegen.
Mir ist auch ein Motor mit 27 zu 1 Getriebe empfohlen worden. Dieser hat aber nur 3Nm Drehmoment. Da ich mir unsicher war habe ich die 4Nm Version mit 51 zu 1 Getriebe genommen.

Beste Grüße
Robert



Undertable

Mega-User

Beiträge: 774

Wohnort: Assamstadt

Beruf: Imperator

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6

Mittwoch, 29. März 2017, 06:48

Hallo Robert,

schönes Ergebnis. Ich beneide die Leute immer die in der Lage sind sich eigene Elektroniksteuerungen zu bauen und individuell zu programmieren.

Die Lagerung wurde ja schon angesprochen: mit der direkten Klemmung auf der Antriebsachse überlässt Du die Lagerung alleine der internen Lagerung des Motors wenn ich`s richtig verstehe.
Ob die auf Dauer für schwere DSLR-Kombis ausgelegt ist kann ich nicht beurteilen.

Rein Gefühlsmäßig hast Du da sehr viele Schrauben verbaut vor allem die 16 Stck. (M5er?) in der Mitte erscheinen mir in Anzahl und Größe für den Anwendungsfall stark überdimensioniert ;-)
Was ich noch nicht durchschaut habe ist die Verstellmöglichkeit (untere Schiene) für seitlichen Versatz (Sägezahn).
Geschieht das über die Langlöcher an den 16 (M5er?) Schrauben?

Bedenken hätte ich auch bei der Kapazität der Spannungsquelle:
Ein Panobot hat seine Daseinsberechtigung meiner Meinung nach neben beengten Platzverhältnissen insbesondere bei Gigapixel-Panos wo sehr viele Einzelaufnahmen ohne Bedienerfehler und prazise ausgeführt werden,
Die Akkukapazität sollte hierfür großzügig ausgelegt sein. Typische Motive für Gigapixel-Panos findet man fast ausschließlich im Freien und wenn es im Herbst oder Winter mal kälter wird geht die Anzahl der möglichen Aufnahmen rapide runter.
Ich hatte mir mal nen Merlinkopf umgebaut und bin recht schnell von dessen Originalakkus abgekommen.

Mit einer Buchse für ne externe Spannungsquelle kannst Du aber bei Bedarf schnell und einfach was Besseres dran hängen.

Die aufwändige Handarbeit verdient jedenfalls meinen vollen Respekt ebenso die Skills zum Entwickeln einer individuellen Steuerung.

Ich wünsch Dir viel Spaß und Erfolg mit dem Gerät.






Viele Grüße
Oli

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (29. März 2017, 07:26)


7

Mittwoch, 29. März 2017, 19:54

Hallo Oli,

vielen Dank für Dein Lob!

Das mit der Elektronik war auch für mich eine spannende Sache. Zumal meine Kenntnisse auf diesem Gebiet doch sehr rudimentär sind und es nirgendwo
einen Bauplan gibt oder klipp und klare Aussagen was man braucht und wie es anzuschließen ist.
Irgendwann kommt man zu dem Punkt dass man es einfach mal machen muss…

Ja, das Planetengetriebe muss Alles tragen. Ob das auf Dauer gut geht kann ich nicht beurteilen.
Die Auflagefläche ist mindestens 5cm x 5cm. So das die entstehenden Momente zumindest teilweise aufgefangen werden sollten.

Schrauben habe ich reichlich. Ich mag halt Schrauben ;-)
Da hätten bestimmt auch 8 Stück gereicht (M6).

Das mit der Verstellmöglichkeit hast Du richtig erkannt. Ich löse alle Schrauben und kann die untere Schiene dann verschieben.

Die Option einer externen Spannungsquelle habe ich dadurch, dass ich die untere Abdeckung am Batteriefach entferne und an den Batterieklipp einen stärkeren Akku hänge.

Beste Grüße
Robert

8

Donnerstag, 6. April 2017, 00:57

Tolle Arbeit! Mir gefällt ja vor allem dieses "Krangerüst". War bestimmt ne Heidenarbeit mit Säge und Co. :D

Wäre toll, wenn du noch ne Nachbau-Anleitung machen könntest.

Was wiegt eigentlich der komplette Aufbau (ohne Cam)?

9

Donnerstag, 6. April 2017, 04:42

Hallo Nikpan,

Ja, das „Krangerüst“ war eine Menge Arbeit.
Nichts für mal eben zwischendurch…

Eine Nachbau-Anleitung wird es wohl nicht geben. Dazu ist der Selbstbau zu speziell.
So habe ich z.B. die Aluminiumprofile vom Recyclinghof. Kg 2€ ;-)
Wenn Du etwas wissen möchtest, kannst Du mich gerne fragen.

Der Komplette Aufbau, mit Batterien, wiegt 2,997 kg.
Wobei alleine 1,2 kg auf die beiden Motoren entfallen.

Beste Grüße
Robert

10

Donnerstag, 6. April 2017, 09:42

Also insbesondere würde mich ein Schaltplan und die Software interessieren. Vielleicht könntest du da was zusammenstellen? Denn bei Elektronik kenn ich mich zu wenig aus. Alles andere wäre vorhanden, auch die Werkzeuge. Ein paar passende Schrittmotoren hab ich eh überzählig rumliegen, die könnte ich dann verwursten.

11

Donnerstag, 6. April 2017, 18:10

Hallo Nikpan,

den Schaltplan (Den, den ich habe…) habe ich angehängt.

Aber ACHTUNG!
Dieser läuft komplett mit 12 Volt.
Bei meiner aktuellen Version habe ich noch einen Festspannungsregler auf 5 Volt eingefügt.
Damit läuft der ARDUINO und die beiden A4988 Motortreiber.

Programmiert habe mit der ARDUINO IDE.
Ein Test Sketch füge ich auch mit bei.
Aber nicht lachen!
Wie Du gut erkennen kannst bin auch ich Anfänger…

Die Menüsteuerung läuft über die LCDMenuLib.h Library

...Natürlich alles ohne Gewähr!

Beste Grüße
Robert
»Robert_W« hat folgende Dateien angehängt:
  • Schaltplan.jpg (472,02 kB - 52 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. September 2017, 08:28)
  • 5-Volt.jpg (22,82 kB - 55 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. September 2017, 08:28)
  • PANO-ROB-Test-002.zip (2,37 kB - 40 mal heruntergeladen - zuletzt: 30. Juni 2017, 05:25)

12

Montag, 10. April 2017, 13:52

Danke für deine Mühe. Werde mir das beizeiten auf jeden Fall mal zu Gemüte führen. :)