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ernst1101

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1

Montag, 23. Mai 2016, 14:00

Allgemeiner Workflow - Rohaufnahmen bis PTGUI

Liebe Mitglieder der Panorama-Cummunity

Ich bin neu hier, habe mich soeben registriert. Schaut nach einem tollen Forum aus.

Ich fotografiere seit längerem Panoramen und habe mich in letzter Zeit auf Kirchenpanos (Innenraum) spezialisiert. In stereografische Panos bin ich ganz vernarrt und denke, dass ich bereits ein paar sehr gute Bilder gemacht habe, die auch hier und da in Fachzeitschriften publiziert wurden/werden (Beispiele siehe bei www.ernst-christen.com im Portfolio oder hier im Anhang).

Trotz einiger Erfahrung stellen sich mir ab und zu grundsätzliche Fragen.

Zunächst mal mein Equipment:
Ich benutze natürlich ein Stativ, eine Manfrotto Nivellier-Einheit, einen Roundabout Panoramakopf (bin sehr zufrieden damit), und eine Spiegelreflex mit 20mm Objektiv. Zum Zusammenrechnen benutze ich PTGUI PRO V10.0.7
Aufgenommen werden die Panos grundsätzlich als Rundum-Aufnahme, inkl. Nadir und Zenith (die ich jedoch oft gar nicht brauche).

Nun zu den Fragen:

- Die Ausrichtung der Kamera auf den Panoramakopf bereitet mir immer wieder etwas Kopfzerbrechen. Ich versuche die Kamera mit einer kleinen Wasserwaage auszurichten, stelle jedoch dann am Rechner immer wieder fest, dass die Einzelbilder schräg sind. Wie richtet ihr die Kamera präzise aus? Da hab ich noch nix gescheites gefunden ... :-(

- Mit PTGUI verarbeite ich direkt die Rohbilder direkt aus der Kamera. Wie geht ihr da vor? Entwickelt ihr die Bilder zuerst? Stellt ihr die erst im Computer gerade?

- Aufgrund der grossen Unterschiede der Lichtstärke von Innen- und Aussenlicht benutze ich oft die HDR Funktion der Kamera. Oft fotografiere ich die Kirchenfenster dennoch extra und maskiere sie in PUGUI (mache dann 2 Tiff-Dateien, die ich im Photoshop endgültig maskiere). Wie geht ihr mit diesen starken Unterschieden um? Kennt ihr einen einfacheren Weg zum Maskieren?

Das war's mal für's Erste.
Ich danke schon im Voraus für die konstruktiven Antworten!

Liebe Grüsse
Ernst Christen
»ernst1101« hat folgende Bilder angehängt:
  • 20160505-_DSC6828 Panorama.jpg
  • 20160516-_DSC7927 Panorama.jpg
  • 20160119-20160119 Solothurn St Ursenkathedrale 1-2 (Rohdaten original).jpg
Besten Dank & einen schönen Tag
Ernst

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ernst1101« (23. Mai 2016, 15:42)


2

Montag, 23. Mai 2016, 15:47

Sehen gut aus, deine Bilder!



zu 1. Was meinst du mit schräg? Eigentlich ist es bei einem Kugelpanorama auch relativ egal, ob du nicht mit der Waage im Lot bist, da man das sehr einfach in PTGui nachträglich geraderücken kann. Hauptsache du hast genügend Überlappungen, um die 360 Grad sauber zu stitchen. Schließlich erstellst du ja eine Kugel und die kann man rollen ;) Dein Panoramakopf in sich muss justiert sein: also Parallaxe und Querversatz.



zu 2. Auch wenn PTGui mit Rohdaten umgehen kann, so ist es für mich im Vorfeld wichtig, die Fotos erst grundliegend zu bearbeiten und dann exportierte TIFF in PTGui zu stitchen. Dazu gehört aber auf keinen Fall "das Geraderücken"! Das macht man dann besser in PTGui (siehe zu 1.).



zu 3. Wenn du erst die Bilder entwickelst/vorbearbeitest, dann muss du nicht im Nachhinein noch mal mit Photoshop maskieren. Entweder du erstellst vorher fertige HDR Fotos (ob du das kameraintern machst oder mit Belichtungsreihen, bleibt dir überlassen, wobei "manuelle" Belichtungsreihen qualitativ bestimmt besser werden). PtGui kann auch aus einer Belichtungsreihe HDR Fotos erstellen. Ich selbst mache kaum noch HDR, da die Dynamik der aktuellen Kameras in den meisten Fällen ausreicht, wenn ich die Tiefen raufziehe und die Lichter abdunkel. Nur in Extremfällen mache ich noch Belichtungsreihen.



P.S.: Warum arbeitest du mit so einer alten Version von PTGui? Die Updates sind doch kostenlos...!?

ernst1101

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3

Montag, 23. Mai 2016, 16:29

Danke für die Blumen MikaG

Mit "schräg" mein ich nicht ganz im Lot.

Vielleicht mache ich mir da unnötig Sorgen, wenn die Einzelbilder etwas schräg sind (ich meine die mittlere Reihe, die oft so um 1° bis max ca. 2° schräg sind.). Du hast schon Recht: PTGUI verrechnet das alles sauber und am Schluss steht das Panorama kerzengerade - so wie's sein muss.
Wenn ich die stereografischen Projektionen voll aufziehe (d. h. Blickwinkel von 350x350° und mehr) kommt es manchmal zu leichten Parallax-fehlern. Ich hab das bisher auf die leicht schrägen Einzelbilder zurückgeführt, da der Panokopf so gut wie nur möglich eingestellt ist (Querversatz bis auf's Pixel, Parallax so gut wie nur möglich). Aber da irre ich mich wohl ...
In Anbetracht des Blickwinkels machen sich halt da wahrscheinlich die kleinsten Ungenauigkeiten bemerkbar ...

Früher hab ich stets zuerst TIFFs entwickelt und daraus die Panos erstellt. Habe dann aufgrund der riesigen Datenmengen (arbeite mit einer 36MP Kamera) angefangen NEFs zu verarbeiten.
Um's umständliche Maskieren komme ich wohl nicht herum ... sei's vor dem Verrechnen oder nachher ...

Und zu deinem PS ... ja ... gute Frage ;-)
Danke.
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Ernst

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4

Montag, 23. Mai 2016, 16:40

Hallo und herzlich Willkommen im Panoramaforum, Ernst,

die Ausführungen meines Vorredners kann ich in jeder Hinsicht aus meinen Erfahrungen mit Panoramaaufnahmen gerade auch in Kirchen bestätigen. Allerdings reicht der Dynamikumfang selbst der D800 in aller Regel nicht aus, um die Kontraste zwischen sonnenbeschienenen Fenstern und dunkelsten Gewölbestellen ohne DRI mit nur einem Raw-Bild zu überbrücken. Bei dieser aktuellen Arbeit von mir liegt der Belichtungsabstand zwischen den hellsten gemessenen Stellen der Fenster bei 1/125 bis 1/60 Sek. und 8 Sek. (jeweils bei f:9 und 100 ISO). Natürlich haben die Raws erhebliche Reserven, so dass ich für die Überblendung der Teilaufnahmen mit 5 Bildern im Abstand von 2 EV auskam.
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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ernst1101

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Montag, 23. Mai 2016, 17:02

Salü Tom

Danke für den Willkommensgruss.
Ganz tolle Arbeiten, die du da machst.

Da ist nichts ausgefressen und nichts abgesoffen. Ganz toll. Beindruckend.

Kirchenpanos mit nur einem RAW-Bild ... ja, das geht nicht (es sei denn in der Blauen Stunde oder bei gaaanz trübem Wetter).

Kannst du mir bitte kurz deinen Workflow von der Belichtungsreihe (ich mein die 5 Bilder mit 2 EV Unterschied) bis zum fertigen Einzelbild (das dann verrechnet wird) erläutern? Da wäre ich dir sehr dankbar. Merci!
Besten Dank & einen schönen Tag
Ernst

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6

Montag, 23. Mai 2016, 17:21

Hallo Ernst,

erstmal herzlich Willkommen im Panorama-Forum!
Zu Deinen Fragen möchte ich gerne Stellung nehmen:

- Die Ausrichtung der Kamera auf den Panoramakopf bereitet mir immer wieder etwas Kopfzerbrechen. Ich versuche die Kamera mit einer kleinen Wasserwaage auszurichten, stelle jedoch dann am Rechner immer wieder fest, dass die Einzelbilder schräg sind. Wie richtet ihr die Kamera präzise aus? Da hab ich noch nix gescheites gefunden ... :-(


Wenn man ganze Kugeln fotografiert, ist das waagerechte Ausrichten der Kamera völlig überflüssig, so wie MikaG schon sagte.
Es gibt an Fotoequipment KEINE Wasserwaage oder Libelle, die eine ausreichende Genauigkeit hat. Nicht nur, dass die Auflösung zu gering ist. Gefordert sind 0,05°, wenn man auf einem normalen Monitor mit 1200 px Höhe ein Panorama pixelgenau ausrichten will. Die selbe Genauigkeit wird dann auch an die Einstellung des Nodalpunktadapters und an die Kontrollpunkte in PTGui gestellt. Trotz aller Bemühungen wird eine gemessene Ausrichtung nie 100% genau sein. Ausgerichtet wird immer das fertig gestitchte Bild in PTGui, bevor es gerendert wird. Weil diese Justage bei jedem Panorama gemacht werden muss, ist es völlig unerheblich, ob es vorher schon einigermaßen im Lot war, oder ob die Kugel völlig schräg steht. Sie muss nur in sich perfekt passen, das tut sie, wenn der NPA richtig eingestellt ist.
Die genaueste Justierung der Lotkanten erreicht man in PTGui mit der numerischen Ausrichtung. Das habe ich hier schon einmal ausführlich beschrieben.

- Mit PTGUI verarbeite ich direkt die Rohbilder direkt aus der Kamera. Wie geht ihr da vor? Entwickelt ihr die Bilder zuerst? Stellt ihr die erst im Computer gerade?

PTGui kann zwar RAW einlesen, aber es verfügt nur über sehr rudimentäre Konverterfunktionen. Jeder gängige Rawkonverter (z.B. Lightroom) kann das um ein Vielfaches besser. Das ist ein zwingender Grund, die Bilder vor dem Stitchen zu entwickeln. Sehr wichtig ist dabei, die CAs zu entfernen, die eigentlich jedes Objektiv produziert. Aus dem gestitchten Bild lassen sich diese Farbsäume nur unter hohem Aufwand entfernen, und an einiegen Stellen ist es sogar unmöglich.
Das Ausrichten der Bilder ist allein Sache von PTGui, also bitte niemals im Rawkonverter drehen oder beschneiden. Sinnvoll kann es sein, die Vignettierung rauszurechnen, um keine dunklen Überlappungsbereiche zu bekommen. PTGui verfügt zwar auch über eine solche Funktion, aber hier traue ich dem Rawkonverter mehr zu.

- Aufgrund der grossen Unterschiede der Lichtstärke von Innen- und Aussenlicht benutze ich oft die HDR Funktion der Kamera. Oft fotografiere ich die Kirchenfenster dennoch extra und maskiere sie in PUGUI (mache dann 2 Tiff-Dateien, die ich im Photoshop endgültig maskiere). Wie geht ihr mit diesen starken Unterschieden um? Kennt ihr einen einfacheren Weg zum Maskieren?


Hier gibt es verschiedene Ansätze, und jeder ist aus bestimmten Gründen von seinem eigenem Weg überzeugt, wobei die anderen auch ihre Berechtigung haben.
- HDR aus der Kamerafunktion halte ich für die schlechteste Lösung. Kameras, die HDR selbst produzieren, geben sie soweit ich weiß, nur im jpg-Format aus. Für eine vernünftige Bildbearbeitung braucht man aber das RAW-Format.
- Man kann Belichtungsreihen aufnehmen, und die Einzelbilder vor dem Stitchen einem HDR-Workflow unterziehen. Das hat den Vorteil, dass man mit relativ kleinen Dateien arbeitet. Ein Nachteil könnte sein, dass HDR-Programme motivabhängig arbeiten, und es in den Überlappungsbereichen zu unterschiedlichen Motivhelligkeiten kommen kann. Bei genügend Überlappung bekommt der Blender von PTGui das aber gut in den Griff.
- Die andere Alternative ist, dass man in PTGui so viele Panos stitchen lässt, wie man verschiedene Belichtungen hat. Die gestitcheten Bilder verrechnet man dann zum HDR. Der Vorteil ist, dass man den HDR-Workflow nur EINMAL anwenden muss, und nicht für jedes Einzelbild. HDR-Programme sind heute meistens in der Lage, ein 360°-Bild am linken und rechten Rand so zu gestalten, dass die Helligkeit nahtlos zusammen passt. Das ist bei älteren Versionen nicht immer gegeben, und es gab immer eine hässliche Kante im Bild.
- PTGui verfügt auch über eine eigene HDR-Bearbeitung, aber meine Meinung über den Funktionsumfang kennst Du ja schon. PTGui ist ein sehr guter Stitcher, und andere Programme sind auf ihrem eigenen Spezialgebiet führend.
- Man kann auf alle HDR-Programme verzichten, und die Bilder manuell in PS überblenden. Wie man das am geschicktesten macht, das führt hier zu weit, und ich stecke auch nicht tief genug in diesem Workflow drin, um ihn genau genug erklären zu können. Im Gegensatz zu den HDR-Programmen ist man mit der manuellen Methode genauer und flexibler, weil man jeden Bereich eines Bildes gezielt so bearbeiten kann, wie es ihm gebührt. Vorausgesetzt, man beherrscht das Maskieren und den gesamten Workflow.
Gruß vom pano-toffel

ernst1101

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7

Montag, 23. Mai 2016, 18:27

Ganz gute Tipps dabei, Pano-Toffel, sehr kompetent. Danke.
Die Idee, verschiedene Belichtungspanos nur einmal als HDR zu verrechnen ist mir noch nicht gekommen. Sehr gut. Das probier ich gleich mal aus.
Aber ich seh schon: Für die wirklich guten Ergebnisse muss ich Einzelbilder entsprechend vorbereiten.
Besten Dank & einen schönen Tag
Ernst

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8

Montag, 23. Mai 2016, 20:46

Salü Tom ... Kannst du mir bitte kurz deinen Workflow von der Belichtungsreihe (ich mein die 5 Bilder mit 2 EV Unterschied) bis zum fertigen Einzelbild (das dann verrechnet wird) erläutern? Da wäre ich dir sehr dankbar. Merci!

Hallo Ernst,

mein Workflow kurz zusammengefasst ist Folgender:

1) Die jeweils 5 Rohdatenbilder von -4 EV bis + 4 EV im Rawkonverter als 16 Bit Tiffs ausarbeiten, hier jedoch keine wesentlichen EBV-Bearbeitungen
2) Belichtungsüberlagerung der Tiffs je nach Motiv aus dem Bauch heraus in Photomatix oder direkt in PTGui
3) Stitching-Bearbeitung in PTGui, Ausgabe des Panoramas neuerlich als 16 Bit Tiff
4) Feinretusche, Globale und lokale Kontrast-u. Farbkorrekturen sowie Schärfen in Capture NX2 oder Photoshop (seltener)
5) HTML5-Umsetzung in Panorama Studio 3 Pro
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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9

Dienstag, 24. Mai 2016, 06:41

Herzlichen Dank Tom.
Bisher habe ich mich kaum an Kirchenpanos gewagt, wenn die Sonne durch die Fenster scheint. Das hat bei mir stets zu ausgefressenen Partien geführt. Ich hab aber oft auch den Arbeitsaufwand gescheut :-) ... schliesslich brauch ich bei einem 20mm Objektiv mindestens 24 Einzelaufnahmen für die ganze Kugel ... mal 5 gibt dann schon 120 Aufnahmen, die vorher bearbeitet und zu TIFFs verrechnet werden müssen ...

Aber die Resultate sprechen klar für dich :-)
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Ernst

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10

Dienstag, 24. Mai 2016, 18:57

Na hör mal bitte, Deine Stereografischen Projektionen können sich doch sehr gut sehen lassen - was ich so sehe auch hinsichtlich Wiedergabe der Kirchenfenster. Die Berichte in der Fachpresse kommen nicht von ungefähr ... ;-)
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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11

Mittwoch, 25. Mai 2016, 08:29

Hallo Ernst,
ich finde die gezeigten Beispiele auch sehr interessant !
Wo kann man mehr über die Technik erfahren ?
HDR ist mir geläufig, aber wie realisiert man eine derartige Projektion ?
Little Planet ?
mfG schwarzvogel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »schwarzvogel« (25. Mai 2016, 09:29)


12

Mittwoch, 25. Mai 2016, 10:41

Ich hänge mich hier mal ein:

Wie groß ist bei PtGUI der Unterscheied, ob ich von RAW zu JPEG exportiere und diese Bilder im PtGUI verarbeite, oder ob ich JPEs nehme?

Habe bisher immer RAW -> JPGEG -> PtGUI gearbeitet.

Kann mir kaum vorstellen, dass sich durch die JPEG Komprimierung alleine große Qualitätsunterschiede ergeben?

Gruß

13

Mittwoch, 25. Mai 2016, 12:05

Kann mir kaum vorstellen, dass sich durch die JPEG Komprimierung alleine große Qualitätsunterschiede ergeben?
Ohne es genau zu wissen, aber ich denke mir, dass der Vorteil/Nutzen von RAW oder TIFF nur dann relevant wird, wenn man den Reiter Exposure/HDR auch nutzt und Tonwerte veraendert und/oder die Vignettierung bereinigt. Andernfalls waere TIFF mit 16 bit nur die bessere Wahl, wenn das fertig gestitchte Panorama danach noch Korrekturen erfaehrt. Wenn bei der RAW-Konvertierung im Vorfeld o.g. Korrekturen bereits erfolgt sind, spricht wohl nichts gegen das Stitchen von Jpegs, im Sinne von Qualitaetsverlusten.

Ach, die Nadirretusche mittels Photoshop etc. waere auch noch ein Punkt, so lange verlustfrei zu arbeiten wie moeglich. Wer aber zusaetzlich ein Nadirbild per Viewpoint Correction einfuegt, koennte das wohl auch vernachlaessigen.

14

Mittwoch, 25. Mai 2016, 13:18


Kann mir kaum vorstellen, dass sich durch die JPEG Komprimierung alleine große Qualitätsunterschiede ergeben?


Wenn! Du jetzt allen erklären würdest deine Panoramen sind alle mit tiff gemacht würde sicher keiner auf die Idee kommen das in Frage zu stellen.

Oder du sagst halt, wenn ich tiff genommen hätte wären meine Panoramen noch besser ;)

Gruß Tobias

ernst1101

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Mittwoch, 25. Mai 2016, 20:36

Da hat's ja noch einige Antworten und Anregungen gegeben :-)

@ Visual.Tom: Ja, kann mich nicht beklagen über ein gutes Echo auf die Panos in der Fachpresse. Etliche Publikationen stehen noch an. Aber - und das kannst du sicher auch unterschreiben - besser geht immer. Und deine Bilder ohne ausgefressene oder abgesoffene Stellen haben mich beeindruckt. Da kann ich noch was lernen. Daher meine Frage nach dem Workflow. :-)
Ich krieg z. B. bei direkten Sonnenschein kaum ein brauchbares Resultat hin und spare mir regnerische und trübe Tage immer für Kirchenfotografie.

@ schwarzvogel: Ja, sind alles "little Planet"-Projektionen - oder im Fachjargon "stereografische Projektionen". Ist nix kompliziertes: Ich mach lediglich ein Rundumpano (26 Aufnahmen im HDR Modus auf TIFF mit einem 20mm im Vollformat, Fenster werden meist separat fotografiert) und projiziere die ganze Sache stereografisch (oder eben "little Planet"). Der Rest ist Entwicklung mit einem herkömmlichen Programm.
Gaaaanz wichtig ist, dass man sich mit der Kamera gemäss der Geometrie des Kirchenraums positioniert, d. h. immer mittig im Gebäude, sonst klappt's nicht.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ernst1101« (25. Mai 2016, 20:52)


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Mittwoch, 25. Mai 2016, 20:51

Noch zu RAW bzw. TIFF und JPG:

Ich selbst arbeite grundsätzlich bis zum Schluss mit RAW bzw. TIFF, da ich das eigentlich Bild erst nach dem stitchen fertig entwickle. Damit halte ich mir in Sachen Entwicklung noch fast alle Optionen offen.
Allerdings häufen sich damit die Terabites nur so an ...
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17

Mittwoch, 25. Mai 2016, 22:19

...
@ Visual.Tom: Ja, kann mich nicht beklagen über ein gutes Echo auf die Panos in der Fachpresse. Etliche Publikationen stehen noch an. Aber - und das kannst du sicher auch unterschreiben - besser geht immer. Und deine Bilder ohne ausgefressene oder abgesoffene Stellen haben mich beeindruckt. Da kann ich noch was lernen. Daher meine Frage nach dem Workflow. :-)
Ich krieg z. B. bei direkten Sonnenschein kaum ein brauchbares Resultat hin und spare mir regnerische und trübe Tage immer für Kirchenfotografie.
...

Ja, das mit dem direkten Sonnenschein war bei St. Gereon in Kölnneulich auch meine Sorge. Als leidenschaftlicher Gelegenheitspanograf wollte ich den vereinbarten Termin jedoch unbedingt wahrnehmen und habe es einfach versucht. Bewölkter Himmel ist mir für Kirchenpanoramen wegen der Fenster auch lieber. Da reichen mitunter Belichtungsreihen mit jeweils 3 bis 4 Aufnahmen. Hier waren es nun 5 Bilder, ich freue mich an dem Ergebnis und weiß es fürs nächste Mal. Wenn ich es richtig gelesen habe, arbeitest Du auch mit der D800. Die hat genug Reserveren in den NEFs.

...
Gaaaanz wichtig ist, dass man sich mit der Kamera gemäss der Geometrie des Kirchenraums positioniert, d. h. immer mittig im Gebäude, sonst klappt's nicht.

Dieses Thema hatten wir neulich auch hierdiskutiert. Wie machst Du es denn mit der exakten Positionierung des Stativs genau mittig im Schnittpunkt der Gebäudeachsen?
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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18

Mittwoch, 25. Mai 2016, 22:20

Wie groß ist bei PtGUI der Unterscheied, ob ich von RAW zu JPEG exportiere und diese Bilder im PtGUI verarbeite, oder ob ich JPEs nehme?

.
Ganz einfach mal testen und schon kannst du den Unterschied sehen ;) geht doch ganz fix.
Solch ein Test habe ich kürzlich mit PanoramaStudio 3 Pro gemacht, und es ist keinerlei Unterschied zu sehen - war ja eigentlich auch zu erwarten...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Skipper« (8. Juli 2016, 16:23)


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Donnerstag, 26. Mai 2016, 09:06

Dieses Thema hatten wir neulich auch hier diskutiert. Wie machst Du es denn mit der exakten Positionierung des Stativs genau mittig im Schnittpunkt der Gebäudeachsen?


Ich mach das nach Augenmaß. Ich stell das Stativ mal auf, stell mich dann mit dem Rücken ans Ende der einen Gebäudeachse und schaue, ob die Kamera fluchtet. Das funktioniert eigentlich ziemlich gut, mehr noch, da kaum eine der alten Kirchen in sich wirklich symmetrisch ist. Da hat's IMMER Symmetriefehler drin die dann im fertigen Bild meist hässlich aussehen (vor allem wenn man so eine stereografische Projektion voll aufzieht, d. h. so auf 350° x 350° und mehr). Ich bieg dann das alles im Photoshop zurecht (Perspektive korrigieren, freies Verformen). Das klappt eigentlich ziemlich gut und am Schluss hab ich ein (fast) symmetrisches Bild. Viele Symmetriefehler lass ich manchmal drin, da sie zum Gebäude gehören.
Ich leg mir aber nächstes, um das Stativ genauer auszurichten, ein Maßband zu. Vor allem die genaue Positionierung im Gang zwischen den Bänken ist ziemlich wichtig. Das führt sonst oft zu unkorrigierbaren und hässlichen Symmetriefehlern.

Auch St Gereon in Köln ist dir sehr gut gelungen (hab das schon auf deiner HP bestaunt). Gratuliere. Die Tonwerte sind klasse, auch dort, wo die Sonne rein scheint. Und die Ausrichtung im Raum stimmt auch. Wahrscheinlich jammern wir hier beide auf sehr hohem Niveau :-)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ernst1101« (26. Mai 2016, 09:23)


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Donnerstag, 26. Mai 2016, 09:19

Da reichen mitunter Belichtungsreihen mit jeweils 3 bis 4 Aufnahmen. Hier waren es nun 5 Bilder, ich freue mich an dem Ergebnis und weiß es fürs nächste Mal. Wenn ich es richtig gelesen habe, arbeitest Du auch mit der D800. Die hat genug Reserveren in den NEFs.


Ja, benutze auch eine D800.
Ich hab übrigens ziemlich gute Ergebnisse, wenn ich die HDR Funktion der Kamera benutze (natürlich TIFF) und auf A (aperture priority) fotografiere. Das führt zu ziemlich ausgewogenen Tonwerten (und PTGUI verrechnet die ziemlich gut). Bei bewölkten Tagen reicht das aus und in den Tiffs hat's genug Reserve für die Fenster (auch zum maskieren wenn' sein muss). Mit Radialfiltern kann man dann in der Entwicklung die unschönen Stellen gut korrigieren.
Je nach Situation arbeite ich aber auch mit RAW (entweder A oder M) und fotografiere die Fenster extra und maskiere sie in Photoshop. Ich entscheide das so aus dem Bauch heraus und mach vor Ort zur Sicherheit einen Datensatz mal in NEF oder HDR ...

Verstehe ich das Recht: Du machst lediglich Belichtungsreihen, die du dann zu HDR's oder DRI's verrechnest und dann mit PTGUI verrechnest? Du maskierst die Fenster nicht? Die Ergebnisse lassen sich sehen!
Besten Dank & einen schönen Tag
Ernst

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