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Ecotuner

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1

Freitag, 22. April 2016, 08:58

Problemfaktor Nadirbild - eure Tricks für die bessere Einbindung?

Hallo zusammen :-)

Ich gehe davon aus, nicht nur ich schlage mich regelmäßig mit der Einbindung des Nadirbildes möglichs ohne Fehler herum.
Speziell bei anspruchsvollem gleichmäßig strukturiertem Untergrund (Pflastersteine, Parkettboden,...) erfordert dies bei mir oft einen relativ hohen Zeitaufwand.

Welche Tips für eine erleichterte Einbindung des Nadirbildes habt ihr als langjährige Profis?
Was hat sich bewährt, was hat euch nicht wirklich weiter geholfen?
Ich habe ja schon überlegt, mir drei "Marker" mit kontrastreicher, unterschiedlicher Form zu basteln und diese um das Einbein-/Dreibeinstativ zu legen und später im fertigen Pano mit PS zu entfernen...

Gruß Andreas

2

Freitag, 22. April 2016, 10:41

Gerade das ist doch am einfachste. a) weil man klar erkennbare punkte hat und b) weil man fehler sofort sieht.
Gehe stur nach Anleitung z.B. von der PTGUI Webseite vor und das sollte kein Problem sein.

3

Freitag, 22. April 2016, 10:51

Wenn der NPA korrekt eingestellt ist, und wenn man PTGUI nutzt, dann ist das wirklich ein Klacks.

https://www.ptgui.com/examples/vptutorial.html

Gruß
Uli

Visual.Tom

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4

Freitag, 22. April 2016, 10:55

Hallo Andreas,

für die aufnahmetechnische Seite des Nadirfotos bieten diese Threads eine ganze Menge wertvoller Anregungen, um den Retuschieraufwand in der Nachbearbeitung möglichst gering zu halten:

http://www.panorama-forum.net/wbb/index.…d&threadID=7456

http://panorama-forum.net/wbb/index.php?…nja+4#post51796
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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5

Freitag, 22. April 2016, 10:57

Hallo zusammen,
Gerade das ist doch am einfachste. a) weil man klar erkennbare punkte hat und b) weil man fehler sofort sieht.
Gehe stur nach Anleitung z.B. von der PTGUI Webseite vor und das sollte kein Problem sein.
von der Struktur ist das sicherlich am einfachsten, trotz allem erfordert es meiner Meinung nach auch den meisten händischen Aufwand.
Welche Tips für eine erleichterte Einbindung des Nadirbildes habt ihr als langjährige Profis?
Was hat sich bewährt, was hat euch nicht wirklich weiter geholfen?
Ich habe ja schon überlegt, mir drei "Marker" mit kontrastreicher, unterschiedlicher Form zu basteln und diese um das Einbein-/Dreibeinstativ zu legen und später im fertigen Pano mit PS zu entfernen...
Wenn ich mich recht entsinne, gab es hier mal einen Beitrag , wo jemand verschiedenfarbige Einkaufswagenchips verwendet hat. Vielleicht ist das ja ein Ansatz. Ich habe zeitweise mal farblich gekennzeichnete Unterlegscheiben verwendet. Zwischenzeitlich bin ich allerdings davon weggekommen. Viel schwieriger als das einbinden des Nadirbildes (oder der Nadirbilder) finde ich je nach Standort das entfernen des Schattens. Vor allem bei sehr dunklen Motiven wo es trotz allem zu einer Schattenbildung kommt.

Viele Grüße,

Thomas

6

Freitag, 22. April 2016, 11:15

Im Idealfall reichen vier manuell gesetzte Punkte.
Wenn es viel mehr sein müssen hat man meist auch ein anderes Problem.

7

Freitag, 22. April 2016, 11:17

Ich sehe für einen sauberen Nadir keine Probleme, zumal ich da meine eigene Technik entwickelt habe, die nicht unbedingt neu ist.

Von der Nadirretusche mit PS halte ich wenig, da dies mMn einen großen Zeitaufwand bedeutet und auch nicht immer ein 100%iges Ergebnis liefert. Viel mehr würde ich zu einer zusätzlichen schrägen Aufnahme aus ca. 1-1,5 Meter Entfernung des Nadir raten. Diese Aufnahme und das eigentliche Nadirbild läßt man dann durch PTGui oder auch Hugin so verrechnen, dass das Stativ nicht mehr sichtbar ist.

Mit dieser Technik habe ich alle meine Panoramen gemacht, jedes dieser Panoramen hat einen sauberen Nadir, man sieht nicht mehr das dort mal ein Stativ war.

Visual.Tom

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8

Freitag, 22. April 2016, 16:50

Nach meinem Gefühl tut sich PTGui leichter mit dem Einbinden des Bodenbildes, wenn die Nadiraufnahme senkrecht und annähernd zentriert auf den Bodenpunkt zeigt. Auch beim manuellen Setzen von Kontrollpunkten hat das für mich Vorteile.

Das geht vorzugsweise mit solchen Nodalpunktadaptern/Panoramaköpfen, die ein Verdrehen der Vertikalschiene um 180°nach außen bei seitlich verschobenem Stativ erlauben (z.B. NodalNinja 3/4/5 mit Nadiradapter oder Panomaxx 1). Dann kann die Kamera senkrecht nach unten schauend ausgerichtet werden, ohne dass Stativteile stören.

Die Methode mit dem schräg aufgenommenen Bodenbild habe ich auch mal ausprobiert, bin aber wieder davon abgekommen.
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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Ecotuner

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9

Freitag, 22. April 2016, 18:07

Vielen Dank euch schonmal für eure Ratschläge =)

Das mit den Einkaufschips probiere ich auf jeden Fall mal.
So einen Nadiradapter habe ich auch bereits mit dem NodalNinja, allerdings bin ich aktuell eher auf der "keep it simple"-Schiene, zumindest beim Wandern.
Das heißt:
- SingleRow-Panos auf 12mm Fisheye KB, optional mit Nadirbild von Seite (schräg), je nach Untergrund
- entweder mit Stativ oder sogar nur Monopod

Nodalpunkt ist zwar eingehalten mit immerdrauf-L-Winkel und Schiene, erste Versuche ohne ihn (mehr oder weniger kontrollierte Schrägstellung des Monopods, mit Wasserwage, siehe Bild) sahen aber ansich auch nicht schlecht aus, sofern nicht gerade 50cm entfernt größere Objekte stehen.

Angehängt ein Beispiel (Monopod, ohne Nodalpunktadapter) - PanoramaStudio als auch PTGui haben zumindest automatisch nur Kontrollpunkte bei den Häusern, nicht aber im Bodenbereich genommen. Obwohl die Bilder bewusst in der Nähe des Gullys gemacht wurden - nur durch weitere händisch gesetzte Punkte war die Ausrichtung dann weitgehend korrekt. Und genau dafür bin ich auf der Suche, nach einer besseren Vorgehensweise, wie z.B. die oben genannten 4 Einkaufschips (wobei wahrscheinlich drei Reichen bei vier Bildern).

10

Dienstag, 14. März 2017, 15:00

Vielen Dank euch schonmal für eure Ratschläge =)

Das mit den Einkaufschips probiere ich auf jeden Fall mal.

Runde Marker sind mMn nicht so optimal, weil die Fläche gleichmäßig ist und man darauf keinen konkreten Punkt im Pixelbereich setzen kann. Effektiver empfinde ich eckige Marker. Da stehen mit den Ecken pixelgenaue Markierungspunkte zur Verfügung.
Gruß aus Sachsen

HascheLSax

11

Dienstag, 14. März 2017, 15:44

Ich verzichte schon immer auf zusätzliche Punkte im Nadir, und das war nie ein Problem. Bei Platten oder Pflaster gibt es mehr als genug unverwechselbare Details. Bei Betonboden, Asphalt, Rasen usw. sind oft gar keine CPs notwendig, da reicht es, wenn man das Nadirbild manuell zurechtschiebt.
Die Frage, ob gerade oder schräg aufnehmen, ist motivabhängig. Wenn die Fläche planeben ist, ist schräg gar kein Problem, solange es nicht zu extrem wird, und die Pixel oder Strukturen unter der Zerrung leiden.
Bei Untergründen mit Erhebungen oder Vertiefungen (z.B. breite tiefe Fugen) sind Schrägbilder problematisch, weil man nicht mehr senkrecht in die Fugen schaut, sondern seitwärts. Beim Stitchen geht dann eine hohle Fuge in eine gefüllte über, und das sieht nicht gut aus. Stufen und sonstige Kanten sollte man also im Nadir vermeiden. Wenn sie trotzdem unvermeidlich sind, muss man sie im Nodalpunkt aufnehmen. Hilfsweise auch aus zwei leicht verschobenen Perspektiven, damit man zumindest gutes Material als Retuschequelle hat.
Gruß vom pano-toffel

12

Dienstag, 14. März 2017, 19:01

Ich hatte mir mal bei eBay einen Beutel dieser EInkaufswagenchips besorgt, die haben ein Loch in der Mitte und dies wähle ich dann auch bei der Kontrollpunktbestimmung aus. Die Chips kommen vorwiegend bei Böden zum Einsatz die keine bis nur wenige Kontrollpunkte bieten, z.B. Laminat oder sonstige Böden...


13

Dienstag, 14. März 2017, 21:43

Runde Marker sind mMn nicht so optimal, weil die Fläche gleichmäßig ist und man darauf keinen konkreten Punkt im Pixelbereich setzen kann.


Daher versehe ich die bewährten Chips mit Symbolen. Früher einfach ein paar X. Bei den aktuellen Markern habe ich 4 verschiedene Symbole (X I O .) darauf. Damit wird das definitv pixelgenau ;-)

Gruß


Ralf Michael

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14

Donnerstag, 16. März 2017, 00:19

Früher nutzte auch ich farbige Marker, später fand ich eine Lösung für mich, die bereits im Stitcher zu einem brauchbaren Ergebnis führt (PTGui >> Maskierung). Ich merke mir einen markanten Punkt im Bodenbereich, trete einen Schritt zur Seite, lege das Stativ auf die Schulter und länge dann das Stativ aus, bis die Optik über dem besagten Punkt schwebt. Mit dem Fernauslöser sind schnell ein paar Aufnahmen gemacht.



Diese Technik funktioniert auch bei schwierigen Schattenwürfen (wie z.B. bei dem o.g. Panorama), scheitert aber bei schlechten Lichtverhältnissen und langen Belichtungszeiten. Die Beschaffenheit des Bodens ist völlig egal.

Gruß

Ralf
Kugelpanoramen aus dem Raum Main-Tauber-Kreis, Odenwald, Steigerwald, Spessart, Rhön, Vogelsberg und Taunus sowie Tipps und Tricks rund um das Thema der Panoramafotografie
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Ecotuner

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15

Freitag, 24. März 2017, 09:34

...ich habe mir jetzt aus Marker-Chips aus dem Golfsportzubehör meine Bodenmarker gemacht...dank Magnetischer Elemente schön ordentlich :-) Klappt prima.

@Ralf deine "Lösung" kann ich nicht ganz nachvollziehen... ist doch nichts anderes als ein herkömmliches Nadirbild von versetztem Standort?



Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ecotuner« (29. März 2017, 14:51)


Ralf Michael

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16

Freitag, 24. März 2017, 20:16

Hallo Ecotuner

Doch, da existiert ein ganz wesentlicher Unterschied. Beim "versetzten" Nadirbild muss man fast immer zusätzliche Kontrollpunkte von Hand hinzufügen. Das ist zeitaufwändig und nur bei einem glatten Boden machbar. Erhabene oder vertiefte Konturen werfen z.B. ein anderes Schattenbild. Mit meiner Methode bewege ich mich in etwa weiterhin im ursprünglichen "Zentrum" des Panoramas und das Nadirbild wird zu 90% aller Fälle automatisch gestitcht. Eine Treppe oder ähnliches bereitet keinerlei Probleme. Das heißt, ich komme sehr viel schneller zu einem brauchbaren Ergebnis.

Gruß Ralf
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Der Beitrag von »Ecotuner« (Montag, 27. März 2017, 21:02) wurde vom Autor selbst gelöscht (Montag, 27. März 2017, 21:05).

Ecotuner

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18

Montag, 27. März 2017, 21:02

Hallo Ralf,

Ok du versuchst also einfach, dich etwas weniger vom Standort weg zu bewegen - ähnlich wie es auch mit dem Nadiradapter bei NodalNinja geht. Wenn die Belichtungszeit passt, sicher nicht schlecht. Bei mir passt sie nur meistens nicht :-/
Aber im hellen probiere ich das vielleicht mal aus mit dem Freihand-Nadir, spart wie du schon sagst die Zeit der manuellen Kontrollpunktsetzung. Ausprobieren kann nie schaden, auch wenn ich inzwischen mit den Chips echt sehr gut klar komme und systematisch fehlerlose Panos erstelle :-)
Frage: klappt das dann bei dir "regulär", also Einfügen aller Bilder in PtGui, oder setzt du das Nadirbild auch erst ein wenn das Pano sonst fertig ist mit Haken bei der versetzten Perspektive?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ecotuner« (27. März 2017, 22:32)


Ralf Michael

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19

Mittwoch, 29. März 2017, 20:18

Hallo Eccotuner.

Mit dem Stativ auf der Schulter und mit ausgerecktem Arm komme ich auf ungefähr 1 Meter Wegstrecke. Das reicht fast immer, um Nadir senkrecht von oben frei von den eigenen Füßen zu schließen. In PTGui lade ich sämtliche Einzelbilder hoch - also auch Nadir. Im lens setting aktiviere ich sämtliche Haken und definiere das Ausgangsbild (keine Haken). Im Optimizer dann noch viewpoint setzen (Nadir). Die Vorgehensweise müsste identisch sein wie bei der versetzten Perspektive. Ab und an muss ich Kontrollpunkt löschen, wenn sie außerhalb des Bodens liegen (z.B. Wände hoch, Laternenmast oder ähnliches). Ganz selten wird ein Einzelbild mit Nadir gar nicht verknüpft. Ich sag mal, zu 80% komme ich ohne Korrekturen aus. Bei dem HDR-Panorama anbei bin ich ein Wagnis eingegangen und habe für Nadir die ISO hochgeschraubt. Hat ulkigerweise mit etwas Retusche funktioniert. Ist aber sicher nicht ratsam.

Anonsten führen ja viele Wege zum Ziel. Schlüssel hat man z.B. immer dabei, die man mal eben schnell auf den Boden legen kann.

Gruß Ralf

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