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Samstag, 21. September 2019, 17:01

Das neue Laowa 4 mm Fisheye MFT im Vergleich

Ich habe heute das Laowa 4 mm Fisheye für MFT bekommen. Und natürlich sofort auf die Schnelle ausprobiert. Im 4:3 Format bildet es fast einen Kreis ab. Dadurch werden auf der langen Bildseite ein paar Pixel verschenkt. Eine Auflösung von gut 7500 Pixeln Breite bietet PTGui bei 100% an. Die Randschärfe des Kreises ist bei weitem besser als mein Exemplar vom Meike 6.5. Hier könnt ihr selbst vergleichen, das Canon 8/15 mit 3 MFT Objektiven: Panorama-Vergleich

Michael

2

Sonntag, 22. September 2019, 10:38

25MPx mit mittelmäßiger Qualität ... :-(

Ich verstehe die Verwendung von Fisheye bei schweren und teuren Kameras nicht ... es ist einfacher und praktischer, nur Xiaomi Mi Sphere und derselbe 24 MPx mit besserer Qualität.
Anstelle eines Fisheye ist es besser, es zu kaufen und es wird nicht ...
Oder PanoHero / Pano5+1 (60-80MPx!) für perfekte Nähte.

Es ist sinnvoll, Spiegelreflexkameras mit 120 MPx zu verwenden. Less ist Sisyphean Labour... :-(

kbaerwald

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3

Sonntag, 22. September 2019, 10:46

Moin Michael

danke für den Vergleich. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer Ausrüstung für "schnelle" Panorama Fotografie. Leider sind die reinen 360-Grad-Kameras mit Doppelobjektiven nicht für viel Belange gut geeignet, meine gegenwärtige Lösung (mFT) mit 6+Zenith+Nadir hat zwar genügend Pixel, ist aber häufig zu umständlich in der Handhabung.

Ich hatte schon an Vollformat mit 8mm (2+Zenith+ evtl Nadir) gedacht, scheue aber vor dem Formatwechsel zurück. Eine "ordentliche" mFT Lösung mit 4mm und 7500 Pixeln würde mir da schon entgegenkommen, auch weil ich nicht nur Panos mit der Ausrüstung mache.

Bei dem Vergleich habe ich bemerkt, dass im Nadirbereich der Laowa-Aufnahme eine leichte Verfärbung der Kiesssteine auf dem Weg zu sehen ist. Das ist ja sicher der überlappende Saumbereich der beiden Aufnahmen - oder war das nur Zufall? Hast du eine Ahnung zu welchem Fisheyetyp das Laowa gehört? Ist der Rand stark komprimiert?

Da ich den Kauf dieses noch neuen Objektivs in Betracht ziehe, würde ich mich freuen, wenn du mir irgendwie die Originalbilder (RAWs?) zukommen lassen könntest. Ich kann dann mit PTGUI selbst ein wenig herumspielen.

Wünsche dir noch ein schönes Wochenende (das Wetter soll ja ab Montag schlechter werden)

Gruß, Klaus

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kbaerwald« (22. September 2019, 12:22)


4

Montag, 23. September 2019, 17:01

Hallo Klaus,

völlig richtig erkannt. Die leichte Verfärbung im Nadir ist genau der Bereich, wo ich das Bodenbild eingebaut habe. Die Verfärbung ist schlicht meine Dödeligkeit, da das Bild ja aus einem anderen Winkel als die restlichen Bilder aufgenommen ist und damit die Steine anders reflektieren (das ganze Bodenbild hat einen leicht anderen Farbstich). Bei einem anderen TestPano war das nicht. Ich habe aber dezente Anzeichen, dass das Loawo etwas anfällig auf Farbstiche ist (habe ich noch nicht weiter verfolgt).

Das Meike hat bekanntermaßen eine recht starke Kompression am Rand. Das Madoka topt das noch mal kräftig - und war völlig unbrauchbar. Das Laowa spielt in einer anderen Liga und hat nach meinem Eindruck eine sehr schwache Randkompression. Zumindest bis 180° Blickwinkel (das Laowa schaut mit 210° ja nach hinten). Deswegen habe ich auch auf die Schnelle das Bodenbild eingebaut. Es fällt quasi kein Schärfeunterschied zwischen Nadir und dem Rest auf. In diesem Punkt bin ich bei MFT das erste Mal zufrieden.

Jetzt muss nur noch ein kleiner PanoHead her. Mr. Nodal Ninja schaut gerade, ob er einen Ring dafür machen kann. Ich bin gespannt.

Michael

kbaerwald

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5

Montag, 23. September 2019, 18:13

Hallo Michael,

das klingt ja sehr gut - nur nochmals zur Klärung: 2 Aufnahmen, Zenith sauber geschlossen und Fußabdruck ziemlich klein? Ist es das, was ich aus 210 Grad FOV herauslese? PTGUI hat ja inzwischen auch das Laowa 4mm Profil übernommen: musst du da noch viele Kontrollpunkte "nachlegen"?

Bin mittlerweile mit einer PEN-F und PocketPANO Vario als Grundbaustein recht zufrieden, steht alles auf einem umgedrehten B.I.G. Monopad mit kurzem Stativ darunter.

Ich denke, ich werde mir das Laowa 4mm anschaffen.

Gruß, Klaus

6

Montag, 23. September 2019, 18:32

Hallo Klaus,

ich habe die Linse am Samstag um 12:50 bei der Post abgeholt. Da waren noch nicht so viele Experimente drin. Daher habe ich zunächst das Schema F durchgezogen. Und dazu gehört leider auch, 4 Bilder alle 90°bei 0° Kippwinkel plus Bodenbild . Der Test mit weniger Bilder steht noch aus, ist für mich aber eher unwichtig. Denn ich möchte die Überlappung wegen sich bewegender Objekte.

Durch die 210° gibt es Sicht der Linse gar keinen Fußabdruck :-) Dieser wird einzig durchs Stativ/Panoadapter erzeugt. Man sieht sogar leicht hinter den Panoadapter - echt drollig. Im Anhang ein Ausschnitt des untere Teils des Bildes. Die Mittellinie zeigt naturgemäß die 180°.

Ja, in PtGui war die Linse schon bekannt. Hatte ich gar nicht mit gerechnet. 2 oder 3 mal hat das automatische Ausrichten nicht funktioniert. Stoische Wiederholung half. Nein, Kontrollpunkte habe ich gar keine hinzugefügt, bei den Wolken mussten ich wenige löschen. Es ist ein ganz normales Pano mit genügend Punkten. Das Bodenbild war auch sehr flott mit wenigen Punkten eingebaut (einmal 4 und dreimal 2). Wer mal mit komischen Linsenrechnungen gearbeitet hat, weiß, das kann auch ganz anders sein.

Michael
»gomi42« hat folgende Datei angehängt:
  • P1040424.jpg (96,6 kB - 56 mal heruntergeladen - zuletzt: Heute, 01:58)

kbaerwald

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7

Montag, 23. September 2019, 19:01

Michael

besten Dank auch für die PM. Werde mich alsbald über das Material hermachen.

Das Bodenbild sieht ja lustig aus: bei dem FOV kommt es nun wirklich auf einen kleinen Adapter an - am besten etwas Maßgefertigtes! Ich habe diesen Effekt zum erstenmal gesehen, als ich die Xaomi 360-Grad-Kamera (siehe Thread hier im Forum) direkt auf eine Beleuchtungsstange gesetzt und diese mit Erdnagel in den Boden gerammt habe. Die Stange war praktisch nicht mehr zu sehen und man kam ohne Nadirbearbeitung aus. Es sah aus als schwebte die Kamera 150 cm über dem Grasboden.

Ich melde mich hier in diesem Thread wieder, wenn ich das Fisheye getestet habe.

Gruß, Klaus

kbaerwald

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8

Sonntag, 29. September 2019, 13:30

Laowa 4mm/2.8 MFT ist angekommen!

Gestern ist nun das Laowa 4mm angekommen, und ich habe die notwendigen Justierungen am NPA vorgenommen. Insgesamt fällt auf, dass das Objektiv, selbst für m43 Verhältnisse, ausgesprochen winzig ist. Grobmotoriker werden ihre Freude haben. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, die Einstellungen an den Drehringen lassen sich mit Feingefühl vornehmen. So ist der Entfernungsring durch einen zusätzlichen Anfasser mit einem Finger leicht zu drehen. Der vordere Teil der 210 Grad FOV Linse wird durch eine metallene Kappe geschützt. Das Ganze natürlich rein mechanisch und ohne elektrische Übertragung an die Kamera - für Puristen.

Bei ersten Aufnahmen fällt auf (wie schon von Michael bemerkt), dass bei klassischer NPA Montage die Abschattung im Nadir und auch an der Seite recht groß ist (FOV 210!). Sphärische Panos erfordern daher also mindestens 3-4 Aufnahmen. Eine Ringkonstruktion würde a. die Abschattung bis auf den Nadir erheblich vermindern und b. zwei Sphären-Panos möglich machen. Vielleicht erbarmt sich ja einer der NPA-Hersteller dieses Problems.

Ich habe mich also auf jeweils vier Aufnahmen beschränkt, welche sich mit PTGui ohne Probleme stitchen lassen. Da bereits ein Profil des Laowa Fish Eye in PTGui vorhanden ist, kann das Pano flott erstellt werden. Man muss halt aufpassen, dass der Algorithmus sich nicht an dem ins Bild ragenden NPA "festsaugt" und dass die Stützpunkte im "wirklichen" Bild liegen. PTGui bietet rund 7500x3750 für das erzeugte Pano an, was fürs zirkulare Fisheye und 20MP-Sensor der zu erwartende Wert ist. Im HiRes Modus (Beispiel im Netz) ergibt das 15000x7500 - für Innenaufnahmen o.k., bei Außenaufnahmen nur statische Objekte!

Die Standardaufnahmen wurden mit Bl.8 und Entfernung 1m vorgenommen. Eine etwaige Beugungsunschärfe bei Bl.8 konnte ich nicht feststellen. Die RAWs wurden in TIF gewandelt und mäßig geschärft, Farbquerfehler (chrom.Ab.) wurden nicht beseitigt, sodass PTGUI eine einigermaßen "unbehandelte" Bildvorlage erhielt. Für ein Fish Eye erstaunlich wenig Farbquerfehler.

Heute morgen war Sonnenschein, die Panos kommen alle aus einer Serie: keine Retusche, Panos direkt aus PTGui mit "Original-Nadir". So kann man alles besser beurteilen (auch meine Fehler ... grins). Hier also drei Panos fürs Forum:







Ich habe alle Panos der Serie für eine Woche ins Netz gestellt. Originalauflösung für alle Pixelpeeper!


Gruß, Klaus

9

Freitag, 4. Oktober 2019, 06:24

Hallo Klaus.

Vielen Dank für den Test und vor allem für die Equi´s,unbearbeitet und in Originalauflösung. Ideal für das eigene Urteil. Die Fehler, die ich finde, sind nicht dramatisch und dürften mit wenig Aufwand behoben sein. Mich überrascht das Ergebnis. Ein 4mm Fish an MFT mit rund 7500x3750 für das finale Panorama; da hätte man leicht(fertig) einen matschigen Pixelbrei vorhersagen können. Was hier nicht der Fall ist. Nicht schlecht für´s "schnelle" Panorama!

Gruß, Ralf
Kugelpanoramen. Die Welt in 360 Grad. < https://www.das-panorama-magazin.de >

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10

Freitag, 4. Oktober 2019, 07:36

Moin Klaus,

produziert nebenbei bemerkt auch einen schönen Blendenstern (ungleiche Zahl der Blendenlamellen?):


Der Footprint macht mich auch neugierig auf die Gerätschaften:


Könntest Du bitte ein Foto des Aufbaus zeigen?

Viele Grüße
Oli

kbaerwald

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11

Freitag, 4. Oktober 2019, 11:33

Hallo Klaus.

Vielen Dank für den Test und vor allem für die Equi´s,unbearbeitet und in Originalauflösung. Ideal für das eigene Urteil. Die Fehler, die ich finde, sind nicht dramatisch und dürften mit wenig Aufwand behoben sein. Mich überrascht das Ergebnis. Ein 4mm Fish an MFT mit rund 7500x3750 für das finale Panorama; da hätte man leicht(fertig) einen matschigen Pixelbrei vorhersagen können. Was hier nicht der Fall ist. Nicht schlecht für´s "schnelle" Panorama!

Gruß, Ralf

Hallo, Ralf,

musste schnell gehen - Objektiv bekommen, schnell am NPA "eingerichtet" und dann raus auf meine Ettlinger "Teststrecke". Mittlerweile habe ich feinjustiert und die Ecken und Kanten am Footprint sind auch weg.

Die Spielarten der Panorama-Fotografie sind ja vielfältig: der eine möchte gern 'fine art' Werke abliefern, der andere interessiert sich fürs Technische, wieder ein anderer (ich) hat sich in den Kopf gesetzt mit einer FOV 210° Linse und zwei Aufnahmen vernünftige Panos zustande zu bringen ... grins. Hauptsache es macht Spass!

Gruß, Klaus

kbaerwald

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12

Freitag, 4. Oktober 2019, 12:15

Moin Klaus,

Der Footprint macht mich auch neugierig auf die Gerätschaften:

Könntest Du bitte ein Foto des Aufbaus zeigen?

Viele Grüße
Oli

Hallo Oli,

es ist halt der Standard-Ansatz: klassischer NPA (PocketPANO) mit Seitenarm + Mantona Staiv + B.I.G. Monopad M-440 kopfüber. Dadurch wird das Stativ nicht ausgezogen, bleibt aber dennoch in der Ebene ziemlich stabil. Ist ja nicht viel, was es tragen muss: PEN-F und das geradezu winzige Laowa 4mm. Aufnahmen: 4x 90° + Nadir (falls gewünscht).

Sieht zwar schnuckelig aus, da das Stativ vollkommen unter dem NPA verschwindet, aber Seitenarm des NPA ragt doch sehr weit ins Bild. So sind 3-4 Aufnahmen Pflicht. Ich hoffe auf einen Ringadapter, sodass ich vielleicht mit zwei Aufnahmen bei der Linse hinkomme. Der FOV ist sagenhafte 210° und das Fisheye hat an den Rändern keine große Kompression.

Hier die Fotos des Aufbaus:







Gruß, Klaus

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13

Freitag, 4. Oktober 2019, 12:43

Hi Klaus,

vielen Dank für Deine Mühe.
Find ich immer spannend :-)