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Undertable

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Samstag, 12. Januar 2019, 14:44

Bushman Monopod für 2-Äugige One-Shot-Vollsphärenkameras

Im Nachbarthread Mijia MiSphere gings u.a. auch um kompakte selbststehende Pano-Stativchen für One-Shot-Vollsphärenkameras. Hier hat Volker auf das Bushman-Monopod hingewiesen und dieses Video aus der Tube dazu verlinkt.

Mein persönlicher Vorab-Eindruck war, dass speziell für diesen Zweck hier erstmals mal was Vernünftiges als Kauflösung angeboten wurde. Das Ding hat mein Interesse geweckt, so dass ich mir`s näher anschauen musste:

Preis:
inclusive Steuern und Versand nach Deutschland summierten sich 146,80€.


Im Nachbarthread hatte ich hier versucht mit Kaufteilen möglichst billig was Ähnliches zu kombinieren. Das wäre mit rund 43€ möglich, jedoch muss man zumindest beim Adapterbolzen auf die Kamera noch minimal Hand anlegen (bearbeiten) und in in puncto Stabilität und Standfestigkeit schon Abstriche machen. Aber zurück zum Bushman Monopod...

Standfuß:
der scheint mir in Größe und Stabilität ideal für diesen Zweck zu sein und ist obendrein noch sehr gut verarbeitet.
Metallteile mit ordentlicher Lagerung und festen Anschlägen. Hartgummieinsätze nur beim Bodenkontakt.
Bei noch kompakter Bauform ist die Standfläche relativ groß - Eine ausgesprochen gute Basis für guten Stand:


Adapter:

aus Edelstahl, ist dreiteilig, bestehend aus Adapterbuchse, Gewindestift und äußere Buchse die miteinander verpresst und/oder verklebt sind (kein Demontageversuch meinerseits).
Hier wurde bewusst ein schweres Material gewählt das ebenfalls zu sicherem Stand beitragen soll.
Zumindest ohne aufgesetzte Kamera dürfte der niedrige Schwerpunkt dafür sorgen dass das Stativ nicht bei jedem Windzug zu kippen neigt.
Das konnte ich bei meinen Versuchen auch nachvollziehen.

Bei Vollauszug und aufgesetzter Mijia konnte ich subjektiv kaum einen Unterschied zu meiner Zusammenstellung mit Billigteilen feststellen.
Beide Stative standen nebeneinander auf Teppichboden. Wind habe ich durch leichtes Anschubsen mit dem Finger in mehrere Richtungen simuliert, jeweils übers Stativbein und über die kurze Seite dazwischen.
Für ähnliche Versuchsbedingungen habe ich an meiner Zusammenstellung das (8€-)Racksoy-Stativchen gegen das (39,94€-)Neewer (M225) ersetzt, damit eine vergleichbare Dreipunktauflage erreicht wird. Gesamtpreis dann allerdings schon 74,34€ statt 42,40. Jedoch ist man dann aufgrund der Teleskopbeine in der Dreipunktauflage flexibel und könnte für sichereren Stand z.B. bei Wind noch weiter ausziehen!

Montage:
Fuß, Adapter und Monopod lassen sich schnell und gefällig zu einer robusten Standeinheit miteinander verschrauben.


Teleskoprohr:
Besonderheit sind die für diesen Zweck optimalen Enden. Oben das kleine Fotogewinde in richtiger Länge so daß man Mijia MiSphere oder Theta direkt drauf schrauben kann. Dabei sind Rohr und Anschlag so klein dass sie auch unter der schmalen Mijia verschwinden.


Das dünne Rohr ist zwar an sich etwas lummelig aber für diesen Zweck vollkommen ausreichend. Unten das kleine Fotogewinde als Bohrung in eine plane Stirnfläche. Das ist in meiner Sammlung bisher einzigartig! Mehr oder weniger sitzt bei allen Exemplaren meiner Sammlung die Fußgewindebohrung vertieft, weil dort i.d.R. der Kamerabolzen (kleines/großes Fotogewinde) bzw dessen Sechskant zur Mitnahme versenkt wird. Das ist gut bei Standardanwendung aber schlecht wenn man das Einbein umgekehrt mit dem dicken Teil nach unten z.B. auf ein Ministativ schrauben will. Da braucht es dann längeres Bolzengewinde was i.d.R. zusätzliche Adapter erfordert. Das Bushman Monopod lässt sich so einfacher adaptieren.

Dieser Beitrag wurde bereits 24 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (13. Januar 2019, 18:19)


Undertable

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Samstag, 12. Januar 2019, 14:46

Teleskoprohr:
Die Rohrsegmente haben bei geöffneter Klemmutter eine Verdrehsicherung, mit Ausnahme des oberen dünnen Rohrs.
Im demontierten Zustand sehen dessen Gleitelemente auch anders aus als die der unteren Rohre:


Arbeitshöhe:
Voll ausgefahren ist das Bushman Monopod nur minimal höher als meine billige Zusammenstellung(en):
Hier links neben oben verlinkter Billigstausführung


Hier links neben Billigausführung, allerding mit Neewer-Tisch-Stativ-Fuß als Vergleichskombi für meine Kipptests (bei ähnlicher Beinspreizung)


Der minimale Höhenunterschied beim Bushman ist vermutlich durch dessen Edelstahladapter begründet.


Hier noch zusammen geschoben:


Fazit:
Eine gelungene Kauflösung, die ihren Zweck meines erachtens optimal erfüllt.
Wer bereit ist 146,80€ hinzublättern bekommt hier was wirklich Feines.
Aus Billigteilen was zu kombinieren geht nicht immer ganz ohne Bastelei. Meiner Meinung nach lohnt es sich aber trotzdem.
Die Unterschiede im Endresultat sind zwar klar erkennbar aber sie fallen geringer aus als man angesichts des Preisunterschieds vielleicht erwartet.
Mit anderen Worten: auch mit Billigteilen kann man sich was zusammenstellen das den Anforderungen bei gelegentlicher Nutzung genügt.

Über die Anzahl der Rohrsegmente kann man philosophieren. Zu Gunsten des kleinen Packmaßes bevorzuge ich i.d.R. 6 Segmente.
Jedoch muss man beim Auf- und Abbau dann auch jeweils 2 Muttern mehr betätigen, was an sich aber auch kein Aufwand ist.
Im direkten Vergleich der beiden Lösungen ist der Unterschied im Packmaß wohl eher zu vernachlässigen.
Ich nehme an es wurden 4 Segmente gewählt um mehr Steifigkeit zu erreichen. Ob dieser Effekt bei so dünnen Rohrsegmenten zum Tragen kommt?

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (2. März 2019, 11:42)


kbaerwald

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Samstag, 12. Januar 2019, 15:56

Hallo Oli,

danke wieder einmal für deine Mühe mit dem Stativ! Deine Argumente kann ich voll und ganz nachvollziehen!

Ich möchte auch noch einmal auf die grundsätzliche Problematik der leichten 360Grad-Billiglösungen hinweisen: die Kameras sind so extrem leicht (und manchmal mit so großer Oberfläche ausgestattet), dass sie schnell Beute eines leichten Windstoßes werden und mitsamt Stativ umfallen.

Dem könnte man entgegenwirken, wenn man die Spreizung des Fußes vergrößert, hat dann aber bei 360Grad das Problem eines großen "footprints". Wie sieht das eigentlich bei deinen verwendeten Standfüßen aus? Wie schwer sind die denn so, bzw. ist da evtl. noch Platz für kl. Gewichte über oder unter dem Fuß? Die Idee dabei ist ja eigentlich: das Rohr so leicht wie möglich zu machen und den Fuß so schwer wie nötig. Damit würde der Schwerpunkt des Gesamtgebildes ziemlich nach unten gezogen, was der Windstabilität zugute kommt.

Bei starkem Wind, wie z.B. hier und heute in Ettlingen, kann ich ansonsten nur fotografieren, wenn ich die Kamera (MiSphere360) mitsamt Stick über mich halte und anschließend einige Zeit beim Retuschieren verbringe.

Gruß, Klaus

Undertable

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84

Samstag, 12. Januar 2019, 16:10

Hallo Klaus,

gerne :-)

Diese Art von Ministativ muss eigentlich immer mit dem nötigen Feingefühl eingesetzt werden.
Der Ansatz mit Gewichten und niedrigem Schwerpunkt ist zwar prinzipiell richtig, aber wie Du schon geschrieben hast bietet z.B. die Mijia ein breite Angriffsfläche.
Der lange Hebel bei Vollauszug wirkt dem Gewicht (mit relativ kurzem Hebel) doch stark entgegen.
So hat sich das bei meinen simplen Schubs-Tests auch gezeigt. Dazu angeregt hat mich das Video aus der Tube. Da wurde auch leicht am Stativ geschubst um die Standfestigkeit zu demonstrieren.

Wie gesagt konnte ich das nachvollziehen solange keine Kamera drauf war.
Mit der Mijia oben drauf konnte ich dem Zusatzgewicht des "schweren" Bushman-Adapters REIN SUBJEKTIV BEURTEILT keinen eindeutigen Nutzen mehr zuschreiben.
Und ich testete nur schubsend, quasi bei Windstille im Zimmer ;-)

Von der Ablage- oder Befestigungsmöglichkeit mal abgesehen müsste man Versuche machen welches Gewicht einem Windangriff bei ungünstigen Bedingungen standhalten würde.
Ich glaube fast das Gewicht will man auf Spaziergängen nicht unbedingt mit herum tragen ;-)

kbaerwald

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85

Samstag, 12. Januar 2019, 18:07

Hallo Klaus,
...

Von der Ablage- oder Befestigungsmöglichkeit mal abgesehen müsste man Versuche machen welches Gewicht einem Windangriff bei ungünstigen Bedingungen standhalten würde.
Ich glaube fast das Gewicht will man auf Spaziergängen nicht unbedingt mit herum tragen ;-)
Du hast ja recht - man muss die Kirche im Dorf lassen!

Und nicht nur der Wind setzt der kleinen Kamera zu: habe doch letztens erlebt, dass bei dem zierlichen Profil von Kamera und Stativ der Aufbau fast von einem Mountain Biker umgefahren wurde. Also - nichts gegen Mountain Biker (der hat sich auch ganz schön erschrocken), aber man muss dat Ding manchmal hüten wie seinen Augapfel :).

So mittenmang in der Stadt trage ich es mittlerweile am Stick herum und recke es dann bei Aufnahmen am Ärmchen hoch. Da gelingen eher spontane Fotos (von wegen Street Fotografie ... he, he). Alles andere wird dann mit dem großen Besteck gemacht.

Wünsch dir noch ein schönes Wochenende.

Gruß, Klaus

Undertable

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Mittwoch, 16. Januar 2019, 23:21

Dreibein-Überblendung Neewer/Bushman

Überblendung vom ausziehbaren Neewer-Dreibein und dem des Bushman Monopod:

Eingefahren hat das Neewer vergleichbaren Stand wie das Bushman
Durch Ausfahren kann man beim Neewer den Stand aber noch weiter verbessern, z.B. bei Wind.
Der Footprint wird dabei entsprechend größer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (17. Januar 2019, 05:10)


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Samstag, 2. März 2019, 00:42

Andoer A-666 für Mini Pano-Stativ Teil 1

Im Mijia Mi Sphere Thread ist Achimzwo auf was Interessantes gestoßen:

Habe hier noch ein anderes Andoer (666) gefunden, das geht bis 1,80 m hoch.
https://www.amazon.de/gp/product/B0753H4…d=ASGC1KLFC2VW6

Ich hatte mir genau das A-555 vorgestellt, nur mit etwas längeren Rohren und staunte nicht schlecht über das dicke Ende.
Während am A-555 das große Fotogewinde vertieft sitzt wie an den meisten Monopods, ist es am Andoer A-666 bündig:


Vermutlich ist diese Geometrie das Ergebnis von Einsparungen, weil Endstück und Teller dadurch einfacher werden.
Für Panozwecke ist das super weil man das Einbein ohne Zwischenadapter direkt auf (Mini) Stative mit dem großen Fotogewinde schrauben kann.
Hier ein paar denkbare Beispiele aus meiner Sammlung:


Mit einer Adapterbuchse ohne Bund kann man natürlich auch auf (Mini) Stative mit dem kleinen Fotogewinde schrauben.


Im gelben Fluss bin ich kürzlich auf`s Elerose Mini Stativ gestoßen (derzeit 14€), das dem des Bushman Monopod doch verblüffend ähnelt.


Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (2. März 2019, 15:15)


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Samstag, 2. März 2019, 00:50

Andoer A-666 für Mini Pano-Stativ Teil 2

Größenvergleich auf den ähnlichen Standfüßen:

Nur die Säulen eingefahren

...ausgefahren

Um der Kippgefahr des langen A-666 etwas entgegen zu wirken dachte ich über ein optionales Gegengewicht nach.
Aufgrund der ungünstig langen Hebellänge wollte ich das Gewicht etwas schwerer machen und den Schwerpunkt möglichst tief halten.
Die untere Mittelsäulen-Endkappe des Koolehaoda H-50 hat von Haus aus eine 4er Bohrung. Da könnte man ein Gewicht dran schrauben oder einen Tellermagneten der ein Gewicht halten könnte.
Deshalb hab ich das H-50B aus meiner Sammlung mal weiter verfolgt

Als Gewicht hab ich mir ein Stück Edelstahl (1.4305) gedreht.
Bei (unbearbeitem) Außendurchmesser von 50mm habe ich eine Länge von 45mm gewählt.
Mit 680g verbessert es den Stand spürbar und lässt sich dennoch akzeptabel händeln bzw mittragen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (2. März 2019, 07:27)


Undertable

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89

Samstag, 2. März 2019, 01:10

Andoer A-666 für Mini Pano-Stativ Teil 3

So sieht das montiert aus:


Die Mittelsäule befindet sich hierbei am unteren Anschlag und könnte für mehr Bodenfreiheit in unebenem Gelände ggf auch weiter oben geklemmt werden.
Größenvergleich Bushman Monopod und A-666 auf H-50B



Adaption oben auf die Kamera:


Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Am einfachsten wäre der mit dem A-666 mitgelieferte Gewindebolzen:


Würde zwar gehen ist aber nicht schön weil sich der Bolzen nicht komplett einschrauben lässt.
So weit geht`s rein, dann ist auf beiden Seiten Schluss:


Eine andere Möglichkeit sind Reduzierstücke aus dem Handel. Die gibt`s offensichtlich auch von groß auf klein.
Ich hatte nur leider grad keine solchen da und hab mir statt dessen mit einer Reduzierbuchse ohne Bund ausgeholfen.

Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (2. März 2019, 18:08)


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Samstag, 2. März 2019, 01:16

Andoer A-666 für Mini Pano-Stativ Teil 4

Leider ist das Bolzengewinde meines Adapters für die Mijia etwas zu lang:


Würde zwar funktionieren, sieht aber auch nicht so toll aus:


Da ich bislang noch nichts besseres gefunden habe gefällt mir der gekürzte Gewindebolzen noch am besten:


Mit Eisensäge und Schraubstock sollte das leicht machbar sein.

Preisvergleich:

1.) Bushman Monopod ca. 146,80€
2.) A-666 auf sehr ähnlichem (selben?) Elerose Fuß 30,99€ + 13,99€ = 44,98€
3.) A-666 auf Koolehaoda H-50 30,99€ + 45,55€ = 76,54€

Das Bushman hat am dünnen Ende schon den passenden Gewindebolzen fest montiert
Auch hat es durch den schweren Edelstahl-Adapter unten einen niedrigen Schwerpunkt, was die Kippgefahr reduziert.

Das A-666 baut genauso kompakt wie das Bushman, ist ausgefahren aber deutlich länger.
Den dickeren Rohrdurchmessern würde ich aus dem Bauch heraus mehr Steifigkeit unterstellen
Bei Verwendung eines Ministativs mit ausziehbaren Beinen kann man flexibler auf den Untergrund reagieren und mit mehr Beinauszug die Standfestigkeit verbessern.
Ein zusätzliches Gewicht unter die Mittelsäule geschraubt kann sehr einfach ausgeführt werden:
Außendurchmesser unbearbeitet, Rundmaterial nur abgesägt und plan gedreht. Ein M4er Gewinde rein geschnitten.
Wer selber keine Möglichkeit hat sollte so etwas beim Dreher um die Ecke für kleines Geld gemacht bekommen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (2. März 2019, 18:10)


Undertable

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Samstag, 2. März 2019, 11:26

Andoer A-666 für Mini Pano-Stativ Teil 5

Dass bei hohen Gerätschaften mit kleiner Standfläche eine Nivelliereinrichtung sinnvoll ist wurde hier schon mal erklärt.
Gerade weil das A-666 so lang ist halte ich so was auch hier für sinnvoll. Nach wie vor ist FLM`s Nivelliersystem LB-15 das Beste was ich in der Art bislang hatte. Hält einfach konkurrenzlos gut und sicher.
Das Innengewinde des LB-15 hat unten nur wenige Gewindegänge. Daher sollte sich dort am Gewindebolzen kein Freistich befinden und das Bolzengewinde möglichst bis zur Auflagefläche des Tellers gehen.
Das ist beim Koolehaoda H-50(B) gegeben:


Oben ist der Gewindebolzen auch recht kurz. Dank des bündigen Innengewindes kann das A-666 direkt drauf geschraubt werden.
Um die Korkschicht des LB-15 nicht zu verhunzen ist sorgfältiges Anziehen ratsam. Durch die relativ kleine Konterfläche dürfte da eine relativ große Flächenpressung entstehen:


So schaut das fertig montiert aus:


Den Schwerpunkt der gesamten Kombi würde ich geschätzt am roten Punkt verorten. In Schräglage nivelliert neigt sich das Gewicht unter der Mittelsäule zum Hang hin. Sein Schwerpunkt (gelber Punkt) beeinflusst die Lage des Schwerpunkt der gesamten Kombi dahingehend dass er innerhalb der dreickigen Standfläche bleibt. Das wiederum verbessert den Stand bzw reduziert die Kippgefahr.

kbaerwald

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92

Montag, 4. März 2019, 22:46

Lieber Oli

habe diese Woche erst wieder ins Forum geschaut - würde sagen: mit deinem Ansatz nähern wir uns der Zielgeraden. Edelstahlgewicht und Nivelliermöglichkeit sind sozusagen die i-Tüpfelchen für das ideale Mija-Stativ.

Bei uns braust gerade ein tüchtiger Wind übers Land und mit viel Regen und Graupelschauern, da werde ich meiner Mija mal ein Päuschen gönnen. Bei dir alles im Lot?

Gruß, Klaus

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Dienstag, 5. März 2019, 06:18

Hallo Klaus,

den Wind hatten wir auch. Jedoch blieb unser Rosenmontagsumzug wenigstens trocken.

Die Sache mit dem Gewicht will ich mal noch näher beleuchten. Bislang ist das für mich nur so eine Gefühlssache.
Habe an beiden Stativen bei Vollauszug und aufgesetzter Mijia den Schwerpunkt ermittelt und markiert, jeweils mit- und ohne Gewicht.
Im folgenden Bild für den direkten Vergleich ohne den Nivellierer:



Der Gewichts-Adapter des Bushman baut innen rund 26mm hoch. Die rote Markierung hab ich ja ohne Gewicht aufgeklebt, auf dem Foto ist es aber mit dem Gewicht gezeigt.
Um diesen Fehler auszugleichen hab ich die Markierung auf dem Bild per Photoshop um ca. 26mm nach unten geschoben, so dass es aussagekräftig sein sollte.
Die gelben Markierungen zeigen die Schwerpunkte mit dem Nivellierer (mit- u. ohne Gewicht).
Da auf dem Foto der Nivellierer nicht eingebaut ist, muss man sich die gelben Markierungen in Wirklichkeit 44mm höher vorstellen (Bauhöhe des Nivellierers).

Dazu möchte ich auch mal noch überschlägige Berechnungen anstellen damit man den tatsächlichen Nutzen auch in Zahlen greifen kann.

2 Dinge muss man da glaube ich separat betrachten:

1.) Die Schrägstellung/Neigung ab der ein nicht nivelliertes Stativ kippt
2.) Die Kraft ab der z.B. Wind das Stativ zum Kippen bringen kann.

In beiden Fällen spielt die dreieckige Standfläche eine Rolle: wirkt die Kraft in Richtung eines Stativbeins (best case) oder 90° zu einer der Dreiecksseiten (worst case).

Ergebnis stelle ich in den nächsten Tagen hier rein.

Viele Grüße
Oli

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (7. März 2019, 00:08)


94

Dienstag, 5. März 2019, 09:00

Wie gewohnt: Wieder interessante Beiträge von Dir ! :thumbsup:
mfG schwarzvogel

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95

Dienstag, 5. März 2019, 11:30

Hallo Klaus,
Die Sache mit dem Gewicht will ich mal noch näher beleuchten. Bislang ist das für mich nur so eine Gefühlssache.
Habe an beiden Stativen bei Vollauszug und aufgesetzter Mijia den Schwerpunkt ermittelt und markiert, jeweils mit- und ohne Gewicht.
Im folgenden Bild für den direkten Vergleich ohne den Nivellierer:

Moin Oli,
wie hast du die Lage des Massenmittelpunktes berechnet? Ich nehme an einfach das ganze Stativgedöns mit Kamera auf eine Stange gelegt und bis zum Gleichgewicht (fehlender Hebelarm) verschoben? Oder etwa per Integral (Massenschwerpunkt mehrerer Punktmassen auf einem Stab)? 8)

Gruß, Klaus

Undertable

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Dienstag, 5. März 2019, 12:23

Wie gewohnt: Wieder interessante Beiträge von Dir ! :thumbsup:
mfG schwarzvogel

Danke für`s feedback, freut mich.

wie hast du die Lage des Massenmittelpunktes berechnet?

nichts berechnet, das ging recht fix mit primitivsten Mitteln

Ich nehme an einfach das ganze Stativgedöns mit Kamera auf eine Stange gelegt und bis zum Gleichgewicht (fehlender Hebelarm) verschoben?

So ähnlich: hab die ganze Kombi samt aufgesetzter Kamera zunächst auf dem Finger austariert:
Grob durch Schieben bis es langsam die Waage hält. Anschließend durch rollen des Fingers etwas genauer.
Dann an der gefunden Stelle mit einem runden Bleistift ebenfalls rollend die "halbwegs" exakte Mitte gesucht.
Im Sitzen auf den Knieen abgestützt geht das recht fix.

Die Markierung hab ich per Augenmaß nach Mitte des Bleistifts auf`s Stativ übertragen.
Das wird nicht 100% auf den mm genau sein. Aber man wird seine Schlüsse draus ziehen können.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (5. März 2019, 17:47)


kbaerwald

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Dienstag, 5. März 2019, 12:29

Dacht ich mir - also, mir gefällt die A-666 Lösung ausgeprochen gut. Ist da in dem Ministativ am Boden noch ein wenig "Reserve" für Ausgleich der Schräglage drin?
Man könnte dann auf das Nivellieren verzichten, zumal die Mija-SW ja ohnehin "nivelliert".

Gruß, Klaus

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Dienstag, 5. März 2019, 12:40

Hallo Klaus,

Ist da in dem Ministativ am Boden noch ein wenig "Reserve" für Ausgleich der Schräglage drin?

Wie meinst Du das?

Das Ministativ selbst hat keine Nivelliereinrichtung d.h. die Mittelsäule geht immer lotrecht zum Schulterstück raus.
Allerdings hat es Teleskopbeine, die man für besseren Stand generell weiter ausziehen kann.
Auch könnte man die Beine unterschiedlich weit ausziehen, wodurch man Schräglage auch ein Stück weit ausgleichen kann.
Komfortabel ist das zwar nicht aber: im Gegensatz zu den festen Mini-Dreibeinen wie Manfrotto 209, dem des Bushman Monopod oder dem baugleichen Elerose ist man da um einiges flexibler.
Das hab ich schon an meinem ersten Ministativ dieser Art, Velbon Ultra Maxi Mini zu schätzen gelernt.
Während ich noch mit 4x90° in der Wohnung oder auf Aspalt für Minimalen Footprint mit kleinster Beinspreizung und ohne Beinauszug erfolgreiche Kugel geschossen hab,
hatte ich mit derselben Beispreizung und -Auszug in Wiesen Probleme bekommen. Das ist dann schön wenn man flexibel weiter ausziehen kann.

Mit so ner Nivelliereinrichtung wie dem FLM LB-15 geht das super flott:
Blick auf ne Dosenlibelle, 1 Klemmschraube die sicher hält und gut ist.
Hab auch schon mit so elektronischen Wasserwaagen (leider Bastelaufwand um diese anzubringen) gute Erfahrungen gemacht:
Da zieh ich die Klemmschraube nur leicht an um eine gewisse Friktion zu erreichen.
Oben stehend kann man den Stab nach unten drückend richten bis die LED in der Mitte ist.
Dann kurz bücken und festziehen.

Hab diese Lösung hier nicht aufgeführt weil ich was Preiswertes ohne Bastelaufwand finden wollte.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (29. März 2019, 05:43)


kbaerwald

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Dienstag, 5. März 2019, 12:55

Zitat

"Das Ministativ selbst hat keine Nivelliereinrichtung d.h. die Mittelsäule geht immer lotrecht zum Schulterstück raus.
Allerdings hat es Teleskopbeine, die man für besseren Stand weiter generell rausziehen kann.
Auch könnte man die Beine unterschiedlich weit ausziehen, wodurch man Schräglage auch ein Stück weit ausgleichen kann."


Ja, das meinte ich. Nicht so komfortabel - sicher. Werd mir mal FLM LB-15 näher anschauen. Ist für mich auch immer wichtig, dass der geometrische Nadir wirklich weitgehend zentrisch mit dem Stativ-Footprint übereinstimmt und nicht zu weit daneben liegt: die zu retuschierende Fläche wird sonst unnötig groß.

Gruß, Klaus

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Dienstag, 5. März 2019, 13:01

Bei Vollauszug ist der abgeschattete Bereich eh relativ klein.
Dazu kommt der Umstand dass die Mijia im Nahtbereich ohnehin auch Bildmaterial unterschlägt.
Mit den Dreibeinigen Tabletops ist man meist auch nicht größer als mit den festen Ministativen.
Man hat aber bei Bedarf (unsicherem Stand, bei Wind und/oder weichem Untergrund) mehr Optionen.