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21

Sonntag, 14. Oktober 2018, 09:12

Hallo Tom


Ja , ich glaube auch, das der Einbein ( eigentlich beweglicher NPP) eine Ursache für Stitchinprobleme ist.

Wichtigste ist die richtige Diagnose. Dann kann man bewusst entsprechende gegen Massnahmen setzten , oder auch nicht.

Ich verwende einen Einbein ohne Standfuss , halte im Hand ,drehe mich selbst mit dem Einbein und der Kamera um ca 60 grad um. Kein Rotator ,ledieglich einfacher und sehr leichter NPP Adapter.
Originallibelle habe gegen 20 mm getauscht - die ist etwas genauer.
Das ganze ist leicht und die Fehler halten sich noch in akzeptablen Rahmen.
Aber verwende sehr selten - wegen tragekomfort habe sehr leichen Stativ - wiegt um 650 gramm , nicht schwer zum tragen ist , und dann notwendige Stabilität meistens gewerleistet ist.
Vielleicht das wäre Alternatiove für Dich - Sehr leicher Dreibein ?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (14. Oktober 2018, 20:13)


22

Sonntag, 14. Oktober 2018, 10:32

Wie in meinem vorletzten Beitrag geschrieben habe ich festgestellt, dass ein Einbein mit einem Hebelgewicht am oberen Ende gar nicht stabil stehen kann. Die Kamera-Schwerpunkt steht ja nicht genau auf der Stativ-Achse. Somit entsteht automatisch beim Drehen eine Kreisbahn um den Nodalpunkt. Je ebener der Untergrund ist, desto geringer fällt die Kreisbahn aus. Aber das ist - meiner Meinung nach - die Fehlerquelle für die Stitichingprobleme. Bei einem Dreibein passiert das nicht. Aber wie gesagt, der Transport-Komfort von so einem Einbeinstativ ist schon beachtlich. Der Preis ist mehr Zeit am Computer die Stitichingfehler auszubügeln.


Hallo Tom.

Das mag ich so nicht stehen lassen. Ich habe sehr viele Panoramen mit dem Einbeinstativ als auch mit einem 6m Hochstativ erstellt. Auf Reisen verwende ich fast immer das Monopod.

Das Problem der Instabilität bzw. der Kreiselbewegung des Adapters entsteht durch die Standspinne, die ich aus diesem Grund erst gar nicht verwende. Ich drehe das Stativ von Hand. An der Stange ist eine Rohrlibelle von Manfrotto befestigt. Da man einen Drehwinkel von 90 Grad ohne Hilfsmittel sehr gut abschätzen kann, arbeite ich einzeilig mit 4 Einzelaufnahmen. Dann funzt das ohne jedes Problem. Auch dann, wenn es auf 6 Meter Höhe beim Hochstativ zu einer Abweichung kommt, habe ich so gut wie keine Probleme beim Stitchen.

Hier mal die Vorgehensweise von Jan = https://youtu.be/WFVSBrRT5S4
Und hier mein Hochstativ im Eigenbau bei gleicher Vorgehensweise, auch mit Video (nicht so gut wie das von Jan) und mit Ergebnissen.

Gruß

Ralf


Moin Ralf,

das ist ein guter Hinweis. Ich habe mir das Einbein mit Standspinne nur zugelegt, damit ich keinen fetten Schattenwurf von mir auf den Fotos habe. Kommt also die Sonne von hinten gehe ich 4-5m zurück und löse per Funk aus. Das war der einzige Grund. Ansonsten ist Deine Vorgehensweise natürlich viel einfacher und stabiler. Aber die Schattenwurf-Retusche in PS finde ich sehr aufwendig.

Das Video von Jan kannte ich schon. Da scheint aber keine Sonne ;-)) Im Prinzip könnte ich das Verfahren auch mit meiner Standspinne machen. Ich müsste nur das Stativ nach jedem Dreh manuell wieder ins Wasser stellen, was ja kein Problem ist. Wenn dann die Sonne von hinten kommt versuche ich das Stativ - vor dem Auslösen - entsprechend auszurichten. Ist auf jeden Fall ein guter Ansatz.

Danke und schönen Sonntag

Tom

23

Sonntag, 14. Oktober 2018, 11:05

Moin Ralf,

Ich habe mir das Einbein mit Standspinne nur zugelegt, damit ich keinen fetten Schattenwurf von mir auf den Fotos habe


Tom

Gibt es eine gute Lösung : Man macht 2 Fotos.

Erstes - stehst rechts vom Stativ weg , zweites dass gleiche aber stehst links vom Stativ weg ( Einbein im Hand haltend).
Beide Fotos schickt man zum ptgui. Programm erkennt selbst die Schatten und ignoriert die. Kann man eventuell entsprechend unerwünschten Bereich maskieren.
Dauert nicht länger als Fernauslöser aus 5 m Entfernung zu benützen .

Undertable

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24

Montag, 15. Oktober 2018, 07:38

Moin,

...festgestellt, dass ein Einbein mit einem Hebelgewicht am oberen Ende gar nicht stabil stehen kann.

Das mag ich so nicht stehen lassen.

Ich auch nicht.

...ich glaube auch, das der Einbein ( eigentlich beweglicher NPP) eine Ursache für Stitchinprobleme ist.

Wie stabil Einbein und Standspinne speziell von Tom58 sind weiß ich nicht. Jedoch möchte ich behaupten dass man auf einem selbst stehenden Einbein sehr wohl Bildmaterial schießen kann das sich fehlerfrei stitchen lässt.

Hier nochmal eine ältere Gegenüberstellung verschiedener Einbeine mit aufgesetzter Spiegelreflex und 8mm Fish:
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7424
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7426

Bei Sirui`s starkem Carbon-Einbein P-424 auf dem selben Unterbau wie zuvor gibt kaum noch was nach (gut zu beurteilen am obersten Rohrdurchmesser).
Man beachte dass der Stab sogar noch auf einem Rotator sitzt, dem die aufgesetzte Hebelkraft in diesem Beispiel mehr abverlangt als bei üblichem Einsatz vorgesehen:
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7444
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7445

Aus diesen Ergebnissen ziehe ich für mich folgende 2 Schlüsse:
1.) Das Ministativ ist als Standfuß geeignet/ausreichend stabil: Nachgeben würde sich über den sehr langen Hebel oben deutlich bemerkbar machen
2.) Die Steifigkeit des Monopods spielt eine große Rolle! Deswegen meinte ich im Beitrag 10:

eine Anmerkung zur Aussage "Einbein mit Standspinne steht stabil..."

mal angenommen die Standspinne samt Nivellierkalotte als Fuß hätte optimale Steifigkeit, verbleibt oberhalb noch die Steifigkeit des Einbeins selbst. Bislang hat noch jedes Einbein aus meiner umfangreichen Sammlung mehr oder weniger stark nachgegeben wenn bei entsprechendem Auszug gearbeitet wird: Da der Schwerpunkt der Kamera samt Linse nie direkt auf der Rotationsachse liet biegt sich der Stab in sich mehr oder weniger stark durch. Bei sicherem Stand bedeutet dies, dass sich die Kamera oben in Richtung des Schwerpunkts von der Rotationsachse weg bewegt. Beim Schwenken eiert der Nodalpunkt dann auf einem Kreis um die gedachte Schwenkachse herum.

Wo die geforderte Auflösung einreihiges Arbeiten zulässt bin ich ein ganz großer Fan von
selbst stehenden Monopods:
- Reduzierung von Schatten auf ein Minimum
- kleiner Footprint der weg retuschiert werden muss
- ermöglicht bei Windstille längere Belichtungszeiten (z.B. Nachtaufnahmen) oder HDR
- schnell auf- und abgebaut
- Fotos schnell im Kasten
- kompakt und leicht (ideal auf Reisen oder für mobile Einsätze)
- vergleichsweise unauffällig (erregt weniger Aufsehen auf öffentlichen Plätzen bzw. in Menschenmengen)
- kann als vermeintlicher Handgriff, Selfie-Stick oder Spazierstock "getarnt" getragen werden (An bestimmten Orten bewirkt ein übliches Stativ Foto-Verbot oder kostet eine Gebühr)


Von diesen sogenannten "Standspinnen" habe ich bislang noch nichts Gutes gelesen. Alles was ich in der Art bisher selbst gesehen habe und auch anfassen konnte hat mich nicht überzeugt.
Die Spinnenbeine selbst sind z.T. zwar robust oder erwecken zumindest beim Käufer den Eindruck, sind aber oft mit viel Spiel befestigt (klapperiger Aufbau). Intergierte Nivelliereinrichtungen sind meist für Kompaktknipsen schon grenzwertig, für schwere Spiegelreflex m.e. unbrauchbar. Auch gefällt mir die Anordnung nicht, dass das dünne Ende unten ist, wo die Belastung (durch Hebelwirkung) am größten ist. Bäume machen`s andersrum (siehe auch Zugdreieck) und die hatten in der Evolution genügend Zeit ihre Geometrie zu optimieren.

Für Panozwecke montiere ich Monopods gerne auf Ministative als Standfuß und zwar mit dem dicken Ende nach unten.
Mit einem Ministativ als Standfuß kann man über Beinspreizung/Neigung und -Auszug variabel auf Umgebungsbedingungen reagieren und den Stand optimieren

Bei den Komponente hat man, einen gewissen Bastelaufwand vorausgesetzt, dann die freie Wahl:
Beim Einbein, dem Ministativ, der Nivelliereinrichtung, beim Rotator

Mit folgender frei stehenden Kombination hatte ich im Urlaub erste positive Erfahrungen gesammelt.
Sie war so klein dass ich sie zerlegt in in meiner Fototasche mit tragen konnte.
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7402
Das damit geschossene Bildmaterial war OK

Ohne Standfuß zu arbeiten und das Einbein handgeführt vor jedem Foto mit der Libelle auszuloten ist auch eine beliebte Möglichkeit, die jedoch dann ihre Grenzen hat wenn länger belichtet werden muss oder wenn der Fotograf harte Schatten wirft.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (15. Oktober 2018, 08:17)


25

Montag, 15. Oktober 2018, 16:33

Wie stabil Einbein und Standspinne speziell von Tom58 sind weiß ich nicht. Jedoch möchte ich behaupten dass man auf einem selbst stehenden Einbein sehr wohl Bildmaterial schießen kann das sich fehlerfrei stitchen lässt.


Hallo Undertable.

Hast Recht. Es ist möglich auch Material von Einbein so schiessen , das der Stitching fehlerlos wird.
Aber in dem konkreten Toms Beispiel ist nicht der Fall.
Wenn nach jedem Foto Einbein wird neu niveliert , bedeuted es , das er nicht stabil ist.
Korrektur nach der Libelle ist nicht genug genau.

Sind mir Panoramen fast fehlerlos aus dem Hand passiert , aber auch nicht immer , eher sehr selten.



Der Grund für Tom,s Sorgen ( stitchingfehler obligatorisch ? und weitere Fragen) ist meine Meinung nach zu grosse Bewegung NPP bei Panografieren. Natürlich man kann auch nicht definitiv andere Faktoren ausschliessen , aber Eines nach dem Anderen.

Grüsse

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (15. Oktober 2018, 23:36)


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26

Montag, 15. Oktober 2018, 19:15

Hallo Panpan

Wenn nach jedem Foto Einbein wird neu niveliert , bedeuted es , das er nicht stabil ist.
Und Korrektur nach der Libelle ist nicht genug genau
Ah, OK damit gehe ich konform.

Sind mir Panoramen fast fehlerlos aus dem Hand passiert , aber auch nicht immer
Ja, ptGUI ist sehr tolerant wenn man es richtig zu bedienen weiß. Irgendwo sind natürlich auch Grenzen erreicht wo sich Abweichungen eben bemerkbar machen.

Der Grund für Tom,s Sorgen...ist meine Meinung nach zu grosse Bewegung NPP bei Panografieren.

Das halte ich auch für wahrscheinlich

27

Dienstag, 16. Oktober 2018, 12:15

Hallo Panpan

Wenn nach jedem Foto Einbein wird neu niveliert , bedeuted es , das er nicht stabil ist.
Und Korrektur nach der Libelle ist nicht genug genau
Ah, OK damit gehe ich konform.

Sind mir Panoramen fast fehlerlos aus dem Hand passiert , aber auch nicht immer
Ja, ptGUI ist sehr tolerant wenn man es richtig zu bedienen weiß. Irgendwo sind natürlich auch Grenzen erreicht wo sich Abweichungen eben bemerkbar machen.

Der Grund für Tom,s Sorgen...ist meine Meinung nach zu grosse Bewegung NPP bei Panografieren.

Das halte ich auch für wahrscheinlich


Hallo zusammen,

die vielen Kommentare haben mir sehr weiter geholfen - danke!

1. Ich habe verstanden, dass das manuelle Nachjustieren falsch und fehlerverursachend war.
2. Entscheidend ist die strikte Einhaltung des NP beim Drehen.
3. Neigung oder Horizontlinien sind irrelevant wenn der NP stimmt.
4. Einbein mit Standspinne ist instabil und verursacht - ohne entsprechende Korrekturen - Stitchingfehler durch Kreiselbewegungen.
5. Monopod mit Mini-Stativ (also stabile Basis) wäre eine Lösung.
6. Dreibein ist stabilder - hat aber auch Nachteile.

Mein Stand heute sieht so aus:

1. Sofern die Sonne scheint, stelle ich mich mit dem Rücken ins Licht.
2. Mein Einbein mit Standspinne richte ich so aus, dass dieses für die zwei Schattenwurf-Aufnahmen frei im Wasser steht.
3. Bei den nächsten 4 Aufnahmen halte ich (die neue, große Dosenlibelle im Auge) das Einbein fest und stelle es manuell ins Wasser.

Somit habe ich eine Kombination aus a) zwei Aufnahmen im Wasser frei stehend (ohne Schattenwurf) b) die restlichen Aufnahmen das Stativ mit der Hand ausrichtend, trotz Standspinne.

Bei längeren Belichtungen geht die letzte Variante nicht, ist mir klar.

Die Idee mit dem Mini-Stativ als verbesserte Standspinne hat mir gut gefallen. Ich habe auch noch so ein Teil hier und das ist wirklich viel Stabiler. Allerdings sind da wieder 4 Rohre die zusammen gefaltet durch deutlich mehr auftragen, als die zusammenklappbare Standspinne am Einbeinstativ. Alles ein Kompromiss - aber ich lege großen Wert auf ein schlankes Packmaß und das Mini-Stativ träg viel zu sehr auf der Fototasche auf.

Weitere Berichte folgen....!

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28

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 09:56

Hallo Tom58

4. Einbein mit Standspinne ist instabil und verursacht - ohne entsprechende Korrekturen - Stitchingfehler durch Kreiselbewegungen.

Meine geschilderten Eindrücke beziehen sich nur auf die Modelle die ich bislang selbst in der Hand hatte und auf Beiträge die ich über solche Standspinnen gelesen habe.
Das schließt aber nicht aus, dass es vielleicht doch auch irgendwelche vernünftig ausgeführten Exemplare gibt mit denen man gute Ergebnisse erzielen kann.
Probier doch mal aus was mit dem selben Gerät bei richtiger Arbeitsweise heraus kommt:

1.) Auf möglichst guten Stand und maximale Steifigkeit achten:
- harter Untergrund
- Das Einbein nicht mehr als nötig ausfahren
- Den nötigen Auszug mit dem dicksten Rohr beginnen (von dick nach dünn)
- Wenn möglich Wind vermeiden

2.) Vor dem Aufnehmen einmalig ausrichten:
d.h. das Einbein unbedingt lotrecht stellen!
Wenn Du`s genau machen willst mit einer Richtlibelle (z.B. etwas in der Art).
Die räumliche Ausrichtung des Bildmaterials ist hierbei nebensächlich.
=> Speziell bei Aufbauten mit hohem Schwerpunkt bei kleiner Standfläche ist dies vor allem für sicheren Stand und geringe Abweichungen nötig!
Steht der Stab lotrecht wandert der Schwerpunkt (von Kamera mit Linse) beim Schwenken im Rahmen der "Nachgiebigkeit" der gesamten Kombination (hauptsächlich die Durchbiegung des Stabes) gleichmäßig auf einer gedachten Kreisbahn um die Schwenkachse.
Steht der Stab schräg hat die Belastung beim Schwenken ein Minimum und ein Maximum.
=> Das Maximum der Belastung ist dann höher als bei lotrechtem Stab und führt an der Stelle zu mehr "Nachgiebigkeit" bzw. Durchbiegung (=mehr Potenzial für Abweichung im Bildmaterial).
=> Das Maximum gefährdet aber insbesondere den sicheren freien Stand der Kombination, vor allem wenn es zufällig auf einer kurzen Seite der Standgeometrie liegt, also nicht entlang eines Standbeins sondern dazwischen!

3.) Beim schwenken (den Lichteintrittspunkt) so gut wie möglich in dieser räumlichen Position belassen:
Gedanklich stelle ich mir den Lichteintrittspunkt im Objektiv als eine winzige Kugel vor, die sich beim Schwenken und Fotografieren beliebig ins sich drehen darf, die aber immer an Ort und stelle bleiben muss.
Der Nodalpunktadapter bringt diese gedachte Kugel (in Wirklichkeit ein Punkt) baulich genau auf die Schwenkachse(n). Bei einreihiger Arbeitsweise auf die Rotationsachse, bei multirow zusätzlich auch auf die Neigungsachse.
Somit konzentriere ich mich hier beim Einbein gedanklich auf das oberste Rohrsegment. Ich versuche so zu schwenken dass sich das oberste Rohrsegment nur in sich selbst dreht, es dabei aber an Ort und Stelle bleibt.

4.) behutsames Loslassen und beruhigen lassen
Lässt man nach dem Schwenk vorsichtig los und behält dabei den obersten Rohrdurchmesser im Auge stellt man fest dass das Rohr geringfügig seine Position verändert und wegfedert.
Einerseits macht sich hier die "Nachgiebigkeit" des Aufbaus (hauptsächlich die Durchbiegung des Stabs) bemerkbar. Andererseits gelingt es uns auch nicht immer beim Schwenken die räumliche Position exakt beizubehalten (oder eine Tasse Kaffe ohne Seegang herum zu tragen).
Man sollte dieses Wegfedern zulassen und genau im Auge behalten. Es hilft dabei den nächsten Winkelschritt mit geringerer räumlicher Abweichung weiter zu schwenken (beim Tragen der Kaffeetasse orientieren wir uns am Seegang)

5.) Aufnehmen
Berührt man die Kamera um z.B. den Auslöser zu drücken verändert man ungewollt die Position im Raum, erst recht bei so einem nachgiebigen Stand.
Es empfiehlt sich also einen Fernauslöser zu benutzen oder falls nicht vorhanden mit der Zeitverzögerung auszulösen, damit die Kombi sich beruhigen kann.
Ich bevorzuge Funkauslöser weil ich bei beruhigter Kombination auch noch nen Blick auf`s Motiv werfen kann um individuell auslösen zu können:
läuft oder fährt da wer ins Bild? Stört (m)ein Schatten den ich vermeiden kann? Verdunkelt etwas die Lichtverhältnisse

Mein Stand heute sieht so aus:
2. Mein Einbein mit Standspinne richte ich so aus, dass dieses für die zwei Schattenwurf-Aufnahmen frei im Wasser steht.
3. Bei den nächsten 4 Aufnahmen halte ich (die neue, große Dosenlibelle im Auge) das Einbein fest und stelle es manuell ins Wasser.

Somit habe ich eine Kombination aus a) zwei Aufnahmen im Wasser frei stehend (ohne Schattenwurf) b) die restlichen Aufnahmen das Stativ mit der Hand ausrichtend, trotz Standspinne.

Da gehen die Meinungen jetzt vermutlich auseinander. Ich persönlich würde das nicht so machen. Wenn ich eine Kombi habe die frei stehen kann, dann lasse ich sie für alle Aufnahmen frei stehen.

...Mini-Stativ als verbesserte Standspinne...4 Rohre die zusammen gefaltet deutlich mehr auftragen, als die zusammenklappbare Standspinne am Einbeinstativ...Kompromiss...lege großen Wert auf ein schlankes Packmaß...

Meine Ministative haben nur 3 Beine und mein persönlicher Favorit hat zusammengeklappt in etwa den Durchmesser einer Getränkeflasche:


klar ist das im Durchmesser etwas mehr als beim Stativ mit angeklappter Standspinne.

...Mini-Stativ träg viel zu sehr auf der Fototasche auf.

Viel wichtiger finde ich persönlich die Länge des Packmaßes, damit man die Kombi ggf. auch in einer Fototasche verstauen kann und sei es in Teilen:

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (17. Oktober 2018, 10:34)


29

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 18:44

Hallo Oli,

vielen Dank für die Ausführliche Erklärung. Das bringt mich deutlich weiter!

Die Mini-Stativ Variante gefällt mir ausgesprochen gut! Gibt es die als Fertiglösung oder ist das eine Eigenkonstruktion? Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Ich ziehe bei meinem Einbeinstativ nur die oberen Segmente aus und da verwindet sich gar nichts. Außerdem ist die Kugelgelenk-Fuß-Verschraubung aus massivem Metall mit Loctite fixiert - das sitzt bombenfest. (s. Foto)

Nur die Füße der Standspinne machen mir Sorgen. Die liegen recht flach auf dem Erdreich und bei Rasen leidet die Stabiliät. Da könnte ich mir vorstellen, dass die drei Beine des Mini-Stativs eine bessere Figur machen. Aber deshalb ein Mini-Stativ, Carbon-Monopod und neue Schnellwechselplatte kaufen...?

Noch mal zum umgekehrten Stativ. Im gegensatz zu Deiner Objektivschelle (genial einfache Konstruktion!!!) habe ich einen schlanken NP-Adapter. Wenn ich den jetzt (mit Schnellwechselplatte??) auf die Spitze des umgedrehten Stativs schraube, hat der Kraftschluss ja nur eine sehr geringe Auflage. Das scheint mir auch noch ein Thema.

Aktuell bleibe ich bei meinem System. Ich habe eben noch mal einen Test mit und ohne Kamera auf der NPA gemacht und keine sichtbaren Abweichungen in der Dosenlibelle gesehen. Apropos Dosenlibelle. Ich habe zwei Fotos beigefügt. 1x mit Optimalwert und 1x mit maximaler Abweichung. Ist letztere für die Parallaxeverschiebung (und somit für Stitchingfehler) relevant?

Ich habe mir noch mal Gedanken zum Thema Dreibein vs. Einbein gemacht. Stabilität keine Frage - aber für ein Dreibein eine ebene Fläche in freier Wildbahn zu finden ist wesentlich schwieriger als für mein Einbein mit kleiner Standspinne, denke ich.

Gruß

Tom
»Tom58« hat folgende Dateien angehängt:
  • DSC01347.jpg (38,68 kB - 18 mal heruntergeladen - zuletzt: 18. Oktober 2018, 20:19)
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30

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 01:10

Hi Tom58,

vielen Dank für die Ausführliche Erklärung. Das bringt mich deutlich weiter!

gerne

Die Mini-Stativ Variante gefällt mir ausgesprochen gut! Gibt es die als Fertiglösung oder ist das eine Eigenkonstruktion?

Als Fertiglösung habe ich bislang leider noch nichts gefunden was meiner persönlichen Vorstellung von einem halbwegs robusten frei stehenden Mini-Panostativchen mit möglichst kleinem Footprint und kompakten Packmaß nahe kommt.
Die gezeigte Kombination besteht zwar aus einigen Kaufteilen, die sich jedoch nur mit selbst gemachten Adaptern und Metallbearbeitung kombinieren ließen.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

In Summe von 270€ bis 520€ (nur Kaufteile ohne verbindende Adapter) und somit deutlich teurer als so ein Einbein mit Standspinne aber pauschal kann ich das nicht beantworten da es von den verwendeten Komponenten abhängt:

Ministativ je nach Wahl: 40...120€
Nivelliereinrichtung je nach Wahl: 50...80€
Einbein je nach Wahl: 30...120€
Rotator je nach Wahl: 150...200€

Da Du zum Kombinieren dieser Kaufteile noch den ein oder anderen Adapter benötigst musst Du für solche Sonderanfertigungen bei einem Zerspaner auch noch was löhnen.

Ein paar Ministative im Vergleich:




In dieser amazon-Rezension hab ich ein solches Modell mit o.g. Velbon verglichen. Hier noch eine andere Rezension.

Ich ziehe bei meinem Einbeinstativ nur die oberen Segmente aus und da verwindet sich gar nichts.

Die einzige Beanspruchung auf Verwinden, das Überwinden der Indexierung eines optional eingesetzten Rotators, ist so unbedeutend gering dass wir es es eigentlich vernachlässigen können.
Womit die Segmente hauptsaächlich zu kämpfen haben ist die Beanspruchung auf Durchbiegung. Letztere sieht man mit bloßem Auge zwar nicht. Sie wird aber erkennbar wenn man die Fotos der belasteten Kombination in allen Winkelstellungen übereinanderlegt, natürlich mit einer Transparenz damit sie sich nicht gegenseitig verdecken, so wie ich es hier und hier im Detail schon gezeigt habe.

Außerdem ist die Kugelgelenk-Fuß-Verschraubung aus massivem Metall mit Loctite fixiert - das sitzt bombenfest.

Das Aussehen dieser Monopods mit Standspinne suggeriert bei Vielen einen sehr robusten Eindruck dem zumindest nicht alle Modelle auch tatsächlich entsprechen.
Nur weil die Verschraubung der Kugelklemmung aus Metall ist und mit Loctite gesichert wurde heisst das noch lange nicht dass im Gelenk auch tatsächlich nichts nachgibt.
Zudem sichert das Loctite nur die Verschraubung gegen Lösen. Das beeinflusst die max. Haltekraft der Kalotte in keinster Weise.
Ich zielte bei meinen Ausführungen über "Nachgiebigkeit" bzw. nicht ausreichende Steifigkeit auch eher auf elastische Verformung. Die würde auch dann stattfinden wenn sämtliche Verbindungen miteinander verschweisst wären.

Wird lotrecht stehenden langen Rohren eine Last aufgesetzt, deren Schwerpunkt sich nicht auf deren Achse befindet werden sie auf Durchbiegung beansprucht. Abhängig vom Werkstoff, -der Länge, -des Durchmessers, der Wandung und der Geometrie des Rohres, so wie der aufgesetzten Masse und des Abstands deren Schwerpunkts zur Achse gibt das Rohr im Rahmen seiner elastischen Verformung mehr oder weniger stark nach. Dynamische Belastungen durch Kräfte die nicht koaxial einwirken (z.B. durch Wind oder aufschwingen beim Drehen) spielen auch eine große Rolle aber die will ich hier mal vernachlässigen, da wir ja bei Windstille arbeiten, sorgfältig schwenken und die Kombi ausschwingen/beruhigen lassen.


...Füße der Standspinne...liegen recht flach auf dem Erdreich und bei Rasen leidet die Stabiliät. Da könnte ich mir vorstellen, dass die drei Beine des Mini-Stativs eine bessere Figur machen.

Richtig, hier kannst Du flexibler auf die vorherrschenden Bedingungen reagieren.

Aber deshalb ein Mini-Stativ, Carbon-Monopod und neue Schnellwechselplatte kaufen...?

Nein, natürlich nicht. Da Du Dein Einbein mit Standspinne schon hast solltest Du zunächst nur Deine Arbeitsweise damit optimieren und schauen wie weit Du damit zurecht kommst.
Solltest Du damit an Grenzen stoßen kannst Du Dir immer noch überlegen ob oder was Du am Aufbau ändern willst.
Mit meiner Mini-Stativ-Geschichte wollte ich Dir auch nur eine andere Möglichkeit aufzeigen.

Noch mal zum umgekehrten Stativ...

Du meinst das Einbein das mit dem dicken Rohr nach unten befestigt ist?

Im gegensatz zu Deiner Objektivschelle (genial einfache Konstruktion!!!)...

Die Objektivschelle selbst ist ein Kaufteil (Nodal Ninja), in das ich lediglich noch Aussparungen hineingefräst habe.
Hier im originalen Setup mit meinen Aussparungen:

Hier auf meinem in beide Richtungen verstellbaren Adapter und meinem Rotator (Außendurchmesser 16mm). Beides möglichst kompakt ausgeführt:



...NP-Adapter...auf die Spitze des umgedrehten Stativs schraube, hat der Kraftschluss ja nur eine sehr geringe Auflage.

Hoffentlich verstehe ich die Frage richtig: Du hast Bedenken Deinen Adapter auf das dünne Rohr Deines Einbeins zu schrauben weil die Auflage(-Fläche) gering ist?
Hast Du Bedenken wegen der Winkligkeit oder wegen der kraftschlüssigen (Schraub-)Verbindung?

Was die kraftschlüssige Verbindung angeht: je kleiner die Auflagefläche, desto größer die Flächenpressung, umso geringer die Gefahr ungewollten Losdrehens.
Mein dünnstes Rohr hat oben 16mm. Mein Rotator unten wie oben ebenso, folglich brauche ich am Mini-Adapter auch nicht mehr Überstand.
Das Oberteil meines Rotators ist sogar aus einem Gleitwerkstoff gemacht und löst sich trotzdem nicht unbeabsichtigt wenn es von Hand angekontert wird.
Jedoch schwenke ich auch im Uhrzeigersinn (also in Festzieh-Richtung)

Aktuell bleibe ich bei meinem System

genau, wie gesagt, ausprobieren wie weit sich Deine Ergebnisse damit optimieren lassen

Test mit und ohne Kamera auf der NPA gemacht

Könntest Du bitte mal Bilder Deiner Kombination samt korrekt eingestelltem Adapter in Seitenansicht zeigen, einmal von vorn und einmal von der Seite, damit ich den Aufbau erkennen kann?

...maximaler Abweichung.Ist letztere für die Parallaxeverschiebung (und somit für Stitchingfehler) relevant?

Ohne die Seitenansicht(en) erkenne ich Deinen Aufbau nicht wirklich und kann nur Spekulieren.
Vorab nur so viel:

Wenn Dein Stab lotrecht steht und Du den Nodalpunkt mit dem Adapter korrekt auf die Schwenkachse eingestellt hast, dann ist es völlig wurst was diese Libelle anzeigt.
Aber lass bitte erst mal Deine Seitenansicht(en) sehen, denn da könnte sich noch ein Fehler einschleichen den wir bisher noch gar nicht berücksichtigt haben*

...für ein Dreibein eine ebene Fläche in freier Wildbahn zu finden ist wesentlich schwieriger als für mein Einbein mit kleiner Standspinne, denke ich.

Um den Stab in unebenem Gelände lotrecht stellen zu können braucht es natürlich eine Nivelliereinrichtung, meist eine Kalotte.
Deine befindet sich von Haus aus zwischen Standspinne und Einbein. Beim Ministativ muss man da natürlich separat was zwischen schrauben:

Beim Standspinnenteil bist Du auf die verbaute Kalotte festgelegt. Wenn man sich selbst was zusammenstellt hat man die freie Wahl.
Ich hatte ursprünglich mit nem umgekehrten Kugelkopf begonnen der bei schwerem Gerät und Vollauszug auch mal an seine Grenzen kam.
Inzwischen bin ich bei FLM`s LB15 gelandet (oben abgebildet) - der hält wirklich bombenfest, auch schweres Equipment am Vollauszug, was ich bei der Standspinne nicht mit Sicherheit so einschätzen würde.

*

Ein anderes Thema mit möglicherweise großem Fehlerpotenzial ist z.B. auch der Freiheitsgrad zum Schwenken bei Deinem Standspinnenteil. Auch deswegen wären Seitenansichten Deiner Kombi interessant. Wo oder wie schwenkst Du eigentlich? Hat deine Standspinne einen integrierten Rotator oder so was wie ne Panoplatte zum Drehen oder machst Du das über einen aufgesetzten Kugelkopf?

Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (18. Oktober 2018, 08:37)


31

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 06:57

Optimalwert und 1x mit maximaler Abweichung. Ist letztere für die Parallaxeverschiebung (und somit für Stitchingfehler) relevant?


Wenn ich das richtig abschätzen kann, der Winkelfehler beträgt ca 2 Grad , was bei einer Kamerahöhe
1,5 m , linear einer Versetzung von ca 6 mm entspricht. Es ist nich wirklich viel aber auch nicht ganz wenig . Bestimmt nicht drammatisch viel , aber mit Stichinfehler kann man rechnen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (18. Oktober 2018, 07:49)


32

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 07:00

Als Fertiglösung habe ich bislang leider noch nichts gefunden was meiner persönlichen Vorstellung von einem halbwegs robusten frei stehenden Mini-Panostativchen mit möglichst kleinem Footprint und kompakten Packmaß nahe kommt.
Die gezeigte Kombination besteht zwar aus einigen Kaufteilen, die sich jedoch nur mit selbst gemachten Adaptern und Metallbearbeitung kombinieren ließen.


Hi Oli

was wiegt das Ganze ohne Kamera?

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Donnerstag, 18. Oktober 2018, 08:21

Hi Panpan,

ich liste mal von unten nach oben:

377g Mini-Stativ
044g Adapter Stativ/Nivellierbasis
217g Nivellierbasis FLM LB-15
039g Adapterblech mit elektronischer Wasserwaage
170g Adapter Nivellierbasis/neutrale Anschraubbasis
035g Adapter neutrale Anschraubbasis/Einbein
291g modifiziertes Einbein Sirui P-326
087g Rotator
670g Objektiv Canon 8-15mm mit modifiziertem Objektivring NN und Nodalpunktadapter
033g Objektiv Frontdeckel
099g Objektiv Rückdeckel modifiziert als Anbaulehre für den Objektivring
2,06 Kg komplett bzw.
1,93 Kg ohne die Objektivabdeckungen

Die Adaption von der Nivellierbasis aufs Einbein habe ich 2-teilig ausgeführt weil ich verschiedene Monopods aufsetze und jedes seinen eigenen Adapter hat. So muss ich den großen und schweren Teil mit dem Kegel nicht für jedes Einbein-Modell erneut drehen.
Der große und schweren Teil der Adaption "Nivellierbasis/neutrale Anschraubbasis" ist für mein größtes Einbein, das Sirui P-426 ausgelegt und hat bei Verwendung meines leichten- und dünneren Favoriten P-326 natürlich unnötigen Überstand.
Da wäre noch Potenzial zur Gewichtseinsparung wenn man`s drauf anlegen würde.

@ Tom58: in blauer Schrift alles was nicht original ist, was ich also selbst gemacht- oder modifiziert habe

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (18. Oktober 2018, 09:17)


34

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 10:05

Oli ,

danke für die Info

das Ganze ist bewunderungswert.

Was für geräte brauchst dazu ?
Hast alles selbst zu Hause , oder hast zugang zu den Maschinen ?

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35

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 10:40

danke.

Habe einen tollen Arbeitgeber. Er gewährt mir in meiner Freizeit Zugang zur Werkstatt und duldet meine private Maschinennutzung solange ich es damit nicht übertreibe.
Mit 2 konventionellen Fräsmaschinchen und einer kleinen konventionellen Tisch-Drehbank kann ich mir da gelegentlich den ein oder anderen Wunsch erfüllen.

36

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 14:52

Ich habe aus Neugir jetzt meine Reiseausrüstung verwogen

Dreibein ( inkl Kugelkopf , NP - Adapter , Objektiv 15 mm ) wiegt 1690 gramm.
Auf Kugelkopf man kann eventuell verzichten ( mag ich gerne wegen nivelieren und Nadirfoto. Nivelieren kann man mit dem bein , aber daeurt mir zu lange) dann wäre alles 1440 gramm schwer.
ohne objektiv wäre es 1090 gramm.
Also Dreibein bedeuted nicht undbedingt das es schwer sein muss.

Undertable

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37

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 15:27

das ist natürlich auch schön leicht.
Könntest Du vielleicht ein Foto von der Kombi hochladen?
Bin immer an solchen Sachen interessiert

ohne Nivelliereinrichtung wäre ich mit 1436g minimal leichter


ohne Nivelliereinrichtung und ohne Rotator mit 1339g noch leichter


Lasse ich das Objektiv auch noch weg bin ich bei 684g


Nachtrag:
zum Vergleich noch ein normales Alu-Leichtbau-Stativ (mit großem Fußabdruck):


mit Rotator, NPA und Linse:



Also Dreibein bedeuted nicht undbedingt das es schwer sein muss.

Auf keinen Fall!

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (Gestern, 09:20)


38

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 15:45

Hier mal meine Reise-Ausrüstung.

Bei der Gelegenheit gleich noch eine Frage. Für was nützt ein Nivellierkopf? Wenn das Stativ schief steht und ich den NPA gerade ausrichte, bringt das doch nur für die eine Ausrichtung etwas. Sowie ich den NPA drehe, wird es wieder schräg. Und was manuelles Nachjustieren macht, wurde ja nun ausgiebig besprochen.

Also - wozu ein Nivellierkopf?

Danke und Gruß

Tom

P.S.: ich habe übrigens den Fehler für die 'Schräglagen' gefunden!!! Es war der Kugelkopfhalter zwischen Drehteller und NPA. Ich hatte sogar einen mit Fluid-Dämpfung, ganz fatal! Da ist das Spiel quasi eingebaut. Jetzt sitzt der NPA direkt auf dem Drehteller und wenn das System im Wasser steht, dann bleibt es dort auch bei jeder Drehung. Ich werde aber noch eine Schnellwechselplatte dazwiscchen setzen. Das sollte der neuen Stabilität keinen Abbruch tun.
»Tom58« hat folgende Dateien angehängt:
  • DSC01364.JPG (166,19 kB - 12 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 01:28)
  • DSC01360.JPG (179,3 kB - 10 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 01:28)
  • DSC01353.JPG (390,19 kB - 15 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 01:28)
  • DSC01352.JPG (238,62 kB - 13 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 01:28)
  • DSC01366.JPG (131,69 kB - 14 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 01:29)

Undertable

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39

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 16:01

Bei der Gelegenheit gleich noch eine Frage. Für was nützt ein Nivellierkopf?

Na das hab ich Dir im Beitrag 28unter Punkt 2) recht ausführlich erklärt:
Er ermöglicht die Säule lotrecht zu stellen, damit Du beim Schwenk einen guten Stand hast und damit es beim Schwenk kein Minimum und Maximum der Belastung gibt, weil das Maximum die Kombi mehr beansprucht (und von der Soll-Position weg bringt) als beim lotrechten Stab.

Wenn das Stativ schief steht und ich den NPA gerade ausrichte, bringt das doch nur für die eine Ausrichtung etwas. Sowie ich den NPA drehe, wird es wieder schräg

Wenn ich Deine Bilder richtig interpretiere sitzt Dein Rotator samt aufgesetztem Nodalunktadapter starr auf der Säule und die Säule kann (nur) unten am Fuß nivelliert werden, ist das so?
Der Rotator hat doch keine Nivelliermöglichkeit, wie willst Du dann bei schräg stehender Säule den NPA (Nodalpunktadapter) gerade ausrichten?

So wie ich das sehe ist die Schwenkachse auf die Du den Lichteintrittspunkt eingestellt hast die Schwenkachse des Rotators. Die kann zufällig koaxial zur Achse der Säule sein, muss aber nicht.
Vorausgesetzt Dein Rotator bleibt beim Schwenk exakt an der gleichen Stelle, dann wäre die Schrägstellung der Säule für`s erfolgreiche Stitching völlig egal.
Bei Cliffhanger werden Panos mit waagrechter Säule gemacht und für Fahrzeug-Innenräume wird die Säule z.T. auch waagrecht durchs Seitenfenster geführt, weil der Footprint an der Stelle besser zu retuschieren ist als in der Mittelkonsole.
Steht Deine Säule aber schräg bleibt Dein Rotator eben nicht an exakt der selben Stelle wegen des eiernden Schwerpunkts, der die Säule elastisch verformt und bei langem Auszug den sicheren Stand gefährdet
Das ist der Grund warum Du nivellieren solltest.

Wenn der Schwerpunkt niedrig ist macht sich das natürlich weniger bemerkbar

Ein Gedankenkonstrukt das es vielleicht verständlicher macht:

angenommen Du würdest Deine Säule in beliebiger Schräglage knapp unterhalb des Rotators in einen Schraubstock spannen.
Dann wäre das Bildmaterial bei korrekt eingestelltem Adapter einwandfrei. (Lichteintrittspunkt im Objektiv befindet sich exakt auf der Schwenkachse des Rotators)
Klar würde die Ausrichtung der Kugel nicht stimmen aber sie ließe sich einwandfrei stitchen.
Machst Du aber nach der 2ten Aufnahme den Schraubstock auf und die Position verrutscht minimal würden die restlichen Bilder nicht mehr zu den ersten 2 passen und Du hättest mit Stitchingfehlern zu kämpfen.
Der eiernde Schwerpunkt bei schräg stehender langer Säule (=hohem Schwerpunkt) bewirkt dass selbe wie den Schraubstock zu öffnen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (18. Oktober 2018, 16:43)


40

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 18:30

Bei der Gelegenheit gleich noch eine Frage. Für was nützt ein Nivellierkopf?

Na das hab ich Dir im Beitrag 28unter Punkt 2) recht ausführlich erklärt:
Er ermöglicht die Säule lotrecht zu stellen, damit Du beim Schwenk einen guten Stand hast und damit es beim Schwenk kein Minimum und Maximum der Belastung gibt, weil das Maximum die Kombi mehr beansprucht (und von der Soll-Position weg bringt) als beim lotrechten Stab.

Wenn das Stativ schief steht und ich den NPA gerade ausrichte, bringt das doch nur für die eine Ausrichtung etwas. Sowie ich den NPA drehe, wird es wieder schräg

Wenn ich Deine Bilder richtig interpretiere sitzt Dein Rotator samt aufgesetztem Nodalunktadapter starr auf der Säule und die Säule kann (nur) unten am Fuß nivelliert werden, ist das so? Nein, überhaupt nicht.
Der Rotator hat doch keine Nivelliermöglichkeit, wie willst Du dann bei schräg stehender Säule den NPA (Nodalpunktadapter) gerade ausrichten? So lange im Gelände suchen, bis ich für die 25cm Durchmesser der Standspinne eine ebene Fläche gefunden habe. Ging eben auf einem Feldweg ganz einfach. Das Ergebnis war zu 95% perfekt!

In dieser Kombination arbeite ich ohne Nivelierkopf. Nur erschließt sich mir der Sinn eines Nivelierkopfs am oberen Ende des Einbein nicht, sondern nur am Anfang (Boden) des Einbein-Stativs

So wie ich das sehe ist die Schwenkachse auf die Du den Lichteintrittspunkt eingestellt hast die Schwenkachse des Rotators. Die kann zufällig koaxial zur Achse der Säule sein, muss aber nicht.
Vorausgesetzt Dein Rotator bleibt beim Schwenk exakt an der gleichen Stelle, dann wäre die Schrägstellung der Säule für`s erfolgreiche Stitching völlig egal.

Meine Frage zum Nivelierkopf ging in die Richtung, dass es keinen Sinn macht - oberhalb der Säule - damit einen geraden Horizont zu simulieren der bei der Drehung aber gar nicht da ist. Das gilt auch für ein Dreibein. Steht das Dreibein schief und ich niveliere den NPA mit dem Nivelierkopf gerade aus, nützt das gar nichts. Der NPA beginnt zu eiern und somit erschließt sich mir nicht, was ein Nivelierkopf in der Panoramafotografie oberhalb des Stativs zu suchen hat?

Bei Cliffhanger werden Panos mit waagrechter Säule gemacht und für Fahrzeug-Innenräume wird die Säule z.T. auch waagrecht durchs Seitenfenster geführt, weil der Footprint an der Stelle besser zu retuschieren ist als in der Mittelkonsole.
Steht Deine Säule aber schräg bleibt Dein Rotator eben nicht an exakt der selben Stelle wegen des eiernden Schwerpunkts, der die Säule elastisch verformt und bei langem Auszug den sicheren Stand gefährdet
Das ist der Grund warum Du nivellieren solltest.

Wenn der Schwerpunkt niedrig ist macht sich das natürlich weniger bemerkbar

Ein Gedankenkonstrukt das es vielleicht verständlicher macht:

angenommen Du würdest Deine Säule in beliebiger Schräglage knapp unterhalb des Rotators in einen Schraubstock spannen.
Dann wäre das Bildmaterial bei korrekt eingestelltem Adapter einwandfrei. (Lichteintrittspunkt im Objektiv befindet sich exakt auf der Schwenkachse des Rotators)
Klar würde die Ausrichtung der Kugel nicht stimmen aber sie ließe sich einwandfrei stitchen.
Machst Du aber nach der 2ten Aufnahme den Schraubstock auf und die Position verrutscht minimal würden die restlichen Bilder nicht mehr zu den ersten 2 passen und Du hättest mit Stitchingfehlern zu kämpfen.
Der eiernde Schwerpunkt bei schräg stehender langer Säule (=hohem Schwerpunkt) bewirkt dass selbe wie den Schraubstock zu öffnen
Sehr anschauliches Beispiel - vielen Dank!!