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21

Sonntag, 14. Oktober 2018, 09:12

Hallo Tom


Ja , ich glaube auch, das der Einbein ( eigentlich beweglicher NPP) eine Ursache für Stitchinprobleme ist.

Wichtigste ist die richtige Diagnose. Dann kann man bewusst entsprechende gegen Massnahmen setzten , oder auch nicht.

Ich verwende einen Einbein ohne Standfuss , halte im Hand ,drehe mich selbst mit dem Einbein und der Kamera um ca 60 grad um. Kein Rotator ,ledieglich einfacher und sehr leichter NPP Adapter.
Originallibelle habe gegen 20 mm getauscht - die ist etwas genauer.
Das ganze ist leicht und die Fehler halten sich noch in akzeptablen Rahmen.
Aber verwende sehr selten - wegen tragekomfort habe sehr leichen Stativ - wiegt um 650 gramm , nicht schwer zum tragen ist , und dann notwendige Stabilität meistens gewerleistet ist.
Vielleicht das wäre Alternatiove für Dich - Sehr leicher Dreibein ?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (14. Oktober 2018, 20:13)


22

Sonntag, 14. Oktober 2018, 10:32

Wie in meinem vorletzten Beitrag geschrieben habe ich festgestellt, dass ein Einbein mit einem Hebelgewicht am oberen Ende gar nicht stabil stehen kann. Die Kamera-Schwerpunkt steht ja nicht genau auf der Stativ-Achse. Somit entsteht automatisch beim Drehen eine Kreisbahn um den Nodalpunkt. Je ebener der Untergrund ist, desto geringer fällt die Kreisbahn aus. Aber das ist - meiner Meinung nach - die Fehlerquelle für die Stitichingprobleme. Bei einem Dreibein passiert das nicht. Aber wie gesagt, der Transport-Komfort von so einem Einbeinstativ ist schon beachtlich. Der Preis ist mehr Zeit am Computer die Stitichingfehler auszubügeln.


Hallo Tom.

Das mag ich so nicht stehen lassen. Ich habe sehr viele Panoramen mit dem Einbeinstativ als auch mit einem 6m Hochstativ erstellt. Auf Reisen verwende ich fast immer das Monopod.

Das Problem der Instabilität bzw. der Kreiselbewegung des Adapters entsteht durch die Standspinne, die ich aus diesem Grund erst gar nicht verwende. Ich drehe das Stativ von Hand. An der Stange ist eine Rohrlibelle von Manfrotto befestigt. Da man einen Drehwinkel von 90 Grad ohne Hilfsmittel sehr gut abschätzen kann, arbeite ich einzeilig mit 4 Einzelaufnahmen. Dann funzt das ohne jedes Problem. Auch dann, wenn es auf 6 Meter Höhe beim Hochstativ zu einer Abweichung kommt, habe ich so gut wie keine Probleme beim Stitchen.

Hier mal die Vorgehensweise von Jan = https://youtu.be/WFVSBrRT5S4
Und hier mein Hochstativ im Eigenbau bei gleicher Vorgehensweise, auch mit Video (nicht so gut wie das von Jan) und mit Ergebnissen.

Gruß

Ralf


Moin Ralf,

das ist ein guter Hinweis. Ich habe mir das Einbein mit Standspinne nur zugelegt, damit ich keinen fetten Schattenwurf von mir auf den Fotos habe. Kommt also die Sonne von hinten gehe ich 4-5m zurück und löse per Funk aus. Das war der einzige Grund. Ansonsten ist Deine Vorgehensweise natürlich viel einfacher und stabiler. Aber die Schattenwurf-Retusche in PS finde ich sehr aufwendig.

Das Video von Jan kannte ich schon. Da scheint aber keine Sonne ;-)) Im Prinzip könnte ich das Verfahren auch mit meiner Standspinne machen. Ich müsste nur das Stativ nach jedem Dreh manuell wieder ins Wasser stellen, was ja kein Problem ist. Wenn dann die Sonne von hinten kommt versuche ich das Stativ - vor dem Auslösen - entsprechend auszurichten. Ist auf jeden Fall ein guter Ansatz.

Danke und schönen Sonntag

Tom

23

Sonntag, 14. Oktober 2018, 11:05

Moin Ralf,

Ich habe mir das Einbein mit Standspinne nur zugelegt, damit ich keinen fetten Schattenwurf von mir auf den Fotos habe


Tom

Gibt es eine gute Lösung : Man macht 2 Fotos.

Erstes - stehst rechts vom Stativ weg , zweites dass gleiche aber stehst links vom Stativ weg ( Einbein im Hand haltend).
Beide Fotos schickt man zum ptgui. Programm erkennt selbst die Schatten und ignoriert die. Kann man eventuell entsprechend unerwünschten Bereich maskieren.
Dauert nicht länger als Fernauslöser aus 5 m Entfernung zu benützen .

Undertable

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24

Montag, 15. Oktober 2018, 07:38

Moin,

...festgestellt, dass ein Einbein mit einem Hebelgewicht am oberen Ende gar nicht stabil stehen kann.

Das mag ich so nicht stehen lassen.

Ich auch nicht.

...ich glaube auch, das der Einbein ( eigentlich beweglicher NPP) eine Ursache für Stitchinprobleme ist.

Wie stabil Einbein und Standspinne speziell von Tom58 sind weiß ich nicht. Jedoch möchte ich behaupten dass man auf einem selbst stehenden Einbein sehr wohl Bildmaterial schießen kann das sich fehlerfrei stitchen lässt.

Hier nochmal eine ältere Gegenüberstellung verschiedener Einbeine mit aufgesetzter Spiegelreflex und 8mm Fish:
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7424
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7426

Bei Sirui`s starkem Carbon-Einbein P-424 auf dem selben Unterbau wie zuvor gibt kaum noch was nach (gut zu beurteilen am obersten Rohrdurchmesser).
Man beachte dass der Stab sogar noch auf einem Rotator sitzt, dem die aufgesetzte Hebelkraft in diesem Beispiel mehr abverlangt als bei üblichem Einsatz vorgesehen:
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7444
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7445

Aus diesen Ergebnissen ziehe ich für mich folgende 2 Schlüsse:
1.) Das Ministativ ist als Standfuß geeignet/ausreichend stabil: Nachgeben würde sich über den sehr langen Hebel oben deutlich bemerkbar machen
2.) Die Steifigkeit des Monopods spielt eine große Rolle! Deswegen meinte ich im Beitrag 10:

eine Anmerkung zur Aussage "Einbein mit Standspinne steht stabil..."

mal angenommen die Standspinne samt Nivellierkalotte als Fuß hätte optimale Steifigkeit, verbleibt oberhalb noch die Steifigkeit des Einbeins selbst. Bislang hat noch jedes Einbein aus meiner umfangreichen Sammlung mehr oder weniger stark nachgegeben wenn bei entsprechendem Auszug gearbeitet wird: Da der Schwerpunkt der Kamera samt Linse nie direkt auf der Rotationsachse liet biegt sich der Stab in sich mehr oder weniger stark durch. Bei sicherem Stand bedeutet dies, dass sich die Kamera oben in Richtung des Schwerpunkts von der Rotationsachse weg bewegt. Beim Schwenken eiert der Nodalpunkt dann auf einem Kreis um die gedachte Schwenkachse herum.

Wo die geforderte Auflösung einreihiges Arbeiten zulässt bin ich ein ganz großer Fan von
selbst stehenden Monopods:
- Reduzierung von Schatten auf ein Minimum
- kleiner Footprint der weg retuschiert werden muss
- ermöglicht bei Windstille längere Belichtungszeiten (z.B. Nachtaufnahmen) oder HDR
- schnell auf- und abgebaut
- Fotos schnell im Kasten
- kompakt und leicht (ideal auf Reisen oder für mobile Einsätze)
- vergleichsweise unauffällig (erregt weniger Aufsehen auf öffentlichen Plätzen bzw. in Menschenmengen)
- kann als vermeintlicher Handgriff, Selfie-Stick oder Spazierstock "getarnt" getragen werden (An bestimmten Orten bewirkt ein übliches Stativ Foto-Verbot oder kostet eine Gebühr)


Von diesen sogenannten "Standspinnen" habe ich bislang noch nichts Gutes gelesen. Alles was ich in der Art bisher selbst gesehen habe und auch anfassen konnte hat mich nicht überzeugt.
Die Spinnenbeine selbst sind z.T. zwar robust oder erwecken zumindest beim Käufer den Eindruck, sind aber oft mit viel Spiel befestigt (klapperiger Aufbau). Intergierte Nivelliereinrichtungen sind meist für Kompaktknipsen schon grenzwertig, für schwere Spiegelreflex m.e. unbrauchbar. Auch gefällt mir die Anordnung nicht, dass das dünne Ende unten ist, wo die Belastung (durch Hebelwirkung) am größten ist. Bäume machen`s andersrum (siehe auch Zugdreieck) und die hatten in der Evolution genügend Zeit ihre Geometrie zu optimieren.

Für Panozwecke montiere ich Monopods gerne auf Ministative als Standfuß und zwar mit dem dicken Ende nach unten.
Mit einem Ministativ als Standfuß kann man über Beinspreizung/Neigung und -Auszug variabel auf Umgebungsbedingungen reagieren und den Stand optimieren

Bei den Komponente hat man, einen gewissen Bastelaufwand vorausgesetzt, dann die freie Wahl:
Beim Einbein, dem Ministativ, der Nivelliereinrichtung, beim Rotator

Mit folgender frei stehenden Kombination hatte ich im Urlaub erste positive Erfahrungen gesammelt.
Sie war so klein dass ich sie zerlegt in in meiner Fototasche mit tragen konnte.
http://www.panorama-community.de/wbb/ind…tachmentID=7402
Das damit geschossene Bildmaterial war OK

Ohne Standfuß zu arbeiten und das Einbein handgeführt vor jedem Foto mit der Libelle auszuloten ist auch eine beliebte Möglichkeit, die jedoch dann ihre Grenzen hat wenn länger belichtet werden muss oder wenn der Fotograf harte Schatten wirft.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (15. Oktober 2018, 08:17)


25

Montag, 15. Oktober 2018, 16:33

Wie stabil Einbein und Standspinne speziell von Tom58 sind weiß ich nicht. Jedoch möchte ich behaupten dass man auf einem selbst stehenden Einbein sehr wohl Bildmaterial schießen kann das sich fehlerfrei stitchen lässt.


Hallo Undertable.

Hast Recht. Es ist möglich auch Material von Einbein so schiessen , das der Stitching fehlerlos wird.
Aber in dem konkreten Toms Beispiel ist nicht der Fall.
Wenn nach jedem Foto Einbein wird neu niveliert , bedeuted es , das er nicht stabil ist.
Korrektur nach der Libelle ist nicht genug genau.

Sind mir Panoramen fast fehlerlos aus dem Hand passiert , aber auch nicht immer , eher sehr selten.



Der Grund für Tom,s Sorgen ( stitchingfehler obligatorisch ? und weitere Fragen) ist meine Meinung nach zu grosse Bewegung NPP bei Panografieren. Natürlich man kann auch nicht definitiv andere Faktoren ausschliessen , aber Eines nach dem Anderen.

Grüsse

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (15. Oktober 2018, 23:36)


Undertable

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26

Montag, 15. Oktober 2018, 19:15

Hallo Panpan

Wenn nach jedem Foto Einbein wird neu niveliert , bedeuted es , das er nicht stabil ist.
Und Korrektur nach der Libelle ist nicht genug genau
Ah, OK damit gehe ich konform.

Sind mir Panoramen fast fehlerlos aus dem Hand passiert , aber auch nicht immer
Ja, ptGUI ist sehr tolerant wenn man es richtig zu bedienen weiß. Irgendwo sind natürlich auch Grenzen erreicht wo sich Abweichungen eben bemerkbar machen.

Der Grund für Tom,s Sorgen...ist meine Meinung nach zu grosse Bewegung NPP bei Panografieren.

Das halte ich auch für wahrscheinlich

27

Gestern, 12:15

Hallo Panpan

Wenn nach jedem Foto Einbein wird neu niveliert , bedeuted es , das er nicht stabil ist.
Und Korrektur nach der Libelle ist nicht genug genau
Ah, OK damit gehe ich konform.

Sind mir Panoramen fast fehlerlos aus dem Hand passiert , aber auch nicht immer
Ja, ptGUI ist sehr tolerant wenn man es richtig zu bedienen weiß. Irgendwo sind natürlich auch Grenzen erreicht wo sich Abweichungen eben bemerkbar machen.

Der Grund für Tom,s Sorgen...ist meine Meinung nach zu grosse Bewegung NPP bei Panografieren.

Das halte ich auch für wahrscheinlich


Hallo zusammen,

die vielen Kommentare haben mir sehr weiter geholfen - danke!

1. Ich habe verstanden, dass das manuelle Nachjustieren falsch und fehlerverursachend war.
2. Entscheidend ist die strikte Einhaltung des NP beim Drehen.
3. Neigung oder Horizontlinien sind irrelevant wenn der NP stimmt.
4. Einbein mit Standspinne ist instabil und verursacht - ohne entsprechende Korrekturen - Stitchingfehler durch Kreiselbewegungen.
5. Monopod mit Mini-Stativ (also stabile Basis) wäre eine Lösung.
6. Dreibein ist stabilder - hat aber auch Nachteile.

Mein Stand heute sieht so aus:

1. Sofern die Sonne scheint, stelle ich mich mit dem Rücken ins Licht.
2. Mein Einbein mit Standspinne richte ich so aus, dass dieses für die zwei Schattenwurf-Aufnahmen frei im Wasser steht.
3. Bei den nächsten 4 Aufnahmen halte ich (die neue, große Dosenlibelle im Auge) das Einbein fest und stelle es manuell ins Wasser.

Somit habe ich eine Kombination aus a) zwei Aufnahmen im Wasser frei stehend (ohne Schattenwurf) b) die restlichen Aufnahmen das Stativ mit der Hand ausrichtend, trotz Standspinne.

Bei längeren Belichtungen geht die letzte Variante nicht, ist mir klar.

Die Idee mit dem Mini-Stativ als verbesserte Standspinne hat mir gut gefallen. Ich habe auch noch so ein Teil hier und das ist wirklich viel Stabiler. Allerdings sind da wieder 4 Rohre die zusammen gefaltet durch deutlich mehr auftragen, als die zusammenklappbare Standspinne am Einbeinstativ. Alles ein Kompromiss - aber ich lege großen Wert auf ein schlankes Packmaß und das Mini-Stativ träg viel zu sehr auf der Fototasche auf.

Weitere Berichte folgen....!