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1

Donnerstag, 10. Mai 2018, 09:55

Problem mit harten Übergang

Hi zusammen,

ich hatte das schon in einem anderen Forum gepostet, vielleicht weiß ja hier jemand bescheid...


Ich habe ein Problem mit dem Übergang (rechte und linke Seite des Bildes) eines equirectangularen Bildes. Folgendes:

Ich erstelle aus mehreren Einzelbildern mit Hugin oder PTGui ein equirectangulares Bild für ein Kugelpanorama. Bevor ich dieses nun z.B. mit krpano im Web präsentiere, bearbeite ich dieses immer noch in Photoshop oder auch mit ACR.

Nehme ich beispielsweise die Lichter des Bildes mit ACR zurück, um mehr Sturktur im Bild zu erhalten und sehe mir das Bild dann mit krpano oder auch dem DevalVR Viewer als Panorama an, bekomme ich im Panorama diesen harten Übergang (an der Stelle wo das Panorama aus der rechten und linken Seite des equirectangularen Bildes zusammengesetzt ist). Im equirectangularen Bild fällt das nicht auf, weil die linke und die rechte Bildseite hier nicht wie im Paorama zusammengeführt bzw. nebeneinander sind.

Dies tritt meist auf, wenn ich die Lichter absenke, die Belichtung anpasse oder einen Filter von Color Efex Pro 4 der Nik-Collection verwende.

Was kann ich hier machen, damit ich hier keinen harten Übergang bekomme?

Schwer zu erklären, ich hoffe es hat mich jemand verstanden.


MfG

2

Donnerstag, 10. Mai 2018, 10:01

Das kommt daher, dass PS nicht für die nahtlose 360°-Ansicht geeignet ist.

Abhilfe schafft ein Skript von Erik Krause:

http://erik-krause.de/ttt/equirect_tools.zip

Gerade heute im Panotools-Forum veröffentlicht.

3

Donnerstag, 10. Mai 2018, 12:17

Danke für das Script. Jedoch streikt da mein Rechner, aus einem Pano von 14000PX Breite macht das Scipt 58000px Breite. Da kommt mein Rechner an seine Grenzen.

Im Grunde genommen habe ich das was das Script macht auch schon händisch probiert, siehe hier. Jedoch scheint das nicht mehr zu funktionieren.

Gibt es noch andere Lösungen?

4

Donnerstag, 10. Mai 2018, 12:35

Die einzige Möglichkeit sehe ich darin, dass Du alle Anpassungen vor dem Stitchen vornimmst. Ich fotografiere mit der Mavic Pro in RAW (DNG-Format) und JPG gleichzeitig. Mit Lightroom bearbeite (entwickele) ich die DNG-Bilder je nach Bedarf und rühre das gestitchte Ergebnis nicht mehr an. Wenn es nicht gefällt, kann ich bei geöffnetem PTGUi-Projekt einzelne Bilder noch einmal in Lightroom anpassen, die betreffenden Bilder überschreiben und das Ergebnis wird im Panorama-Editor von PTGUi sofort angezeigt.

5

Donnerstag, 10. Mai 2018, 14:31

Solche Übergänge kommen von allen nicht-gleichmäßigen Bearbeitungsmethoden. Das sind zum Beispiel:
- Tiefen/Lichter Korrekturen
- Schwarz/Weiß Korrekturen
- Dynamik Korrektur
- Klarheit Korrektur
- Vignetten
- etc.

Abhilfe schafft bei der Arbeit mit Photoshop:
Entweder: Bild in zweite Ebene kopieren, mit Verschieben-Filter um 50% verschieben. Bearbeitung auf beide Ebenen anwenden, zurück verschieben, Ränder weg maskieren.
Oder: Das Panorama (oder ein Stück davon) links und rechts an das Bild ansetzen, dann die Bearbeitungen durchführen, dann das Panorama wieder richtig zuschneiden.

Gruß

kbaerwald

Profi-User

Beiträge: 197

Wohnort: Ettlingen bei Karlsruhe

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6

Donnerstag, 10. Mai 2018, 14:48

Also, ich bin ein Freund der manuellen Einstellung beim Pano Fotografieren (Blende, Zeit, ISO und ja, auch Weißabgleich!). Ich versuche auch schon vor der Aufnahmeserie eine allen Bildern gemeinsame Belichtung zu finden, die so in der Mitte zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bild liegt. Ist der Belichtungsumfang zu groß, wird HDR in Betracht gezogen oder ein Kompromiss eingegangen.

Auch bei RAWs gelangen die entwickelten (TIF) Bilder i.d.R. so in den Stitcher wie sie aus der Kamera kommen und vom Raweditor geliefert werden. Man kann auch versuchen noch vor dem Stitchen die Belichtung zu korrigieren, aber dann bitte durchgängig bei allen Aufnahmen der Serie und maßvoll!

Will damit sagen, dass ich eine nachträglich Manipulation (nach dem Stitchen Belichtung, Helligkeit absenken etc.) kaum oder nur sehr sparsam vornehme und dabei in LR sofort mit einem Panoviewer auf Säume oder andere Probleme schaue (Funktion: Bearbeiten in ... mit FSPViewer o.ä. belegen). Nötigenfalls wird die Einstellung des jeweiligen Reglers dann etwas zurückgenommen. Vollautomatisch geht nix!

Klaus

7

Donnerstag, 10. Mai 2018, 18:18

Entweder: Bild in zweite Ebene kopieren, mit Verschieben-Filter um 50% verschieben. Bearbeitung auf beide Ebenen anwenden, zurück verschieben, Ränder weg maskieren.


Das funktioniert soweit, nur nicht im Zenit, da bleibt ein Zenitstern übrig.


Oder: Das Panorama (oder ein Stück davon) links und rechts an das Bild ansetzen, dann die Bearbeitungen durchführen, dann das Panorama wieder richtig zuschneiden.


Diese Methode hatte ich bis jetzt immer angewendet, aber seit einiger Zeit funktioniert diese nicht mehr. Warum weiß ich nicht. Vielleicht hat Adobe an Camera Raw was geändert.

8

Donnerstag, 10. Mai 2018, 18:30

Das funktioniert soweit, nur nicht im Zenit, da bleibt ein Zenitstern übrig.


Diese hatte ich noch nie. Dann die zweite Variante wählen und auch noch vetikal verschrieben ;-).

Diese Methode hatte ich bis jetzt immer angewendet, aber seit einiger Zeit funktioniert diese nicht mehr. Warum weiß ich nicht. Vielleicht hat Adobe an Camera Raw was geändert.


Dann verwende die andere Variante. Da du damit beliebig weich ausmaskieren kannst, sind harte Übergänge ausgeschlossen.

9

Samstag, 12. Mai 2018, 09:09

Abhilfe schafft ein Skript von Erik Krause:


Das Script von Erik Krause funktioniert nach längerem pobieren doch. Dennoch tut sich dabei ein neuen Problem auf, das auch Erik Krause in seiner Liesmich.txt erwähnt, nämlich der Strudel-Artefakt-Effekt im Zenit. Dabei schreibt er, das man das ausmaskieren soll, dann würde der Strudel-Effekt nicht auftreten.

Das habe ich versucht, jedoch nicht wegbekommen. An welcher Stelle muss man wie ausmaskieren? Hat das Script schon mal jemand angewandt?

MfG

10

Sonntag, 13. Mai 2018, 10:39

Dto.

Also, ich bin ein Freund der manuellen Einstellung beim Pano Fotografieren (Blende, Zeit, ISO und ja, auch Weißabgleich!). Ich versuche auch schon vor der Aufnahmeserie eine allen Bildern gemeinsame Belichtung zu finden, die so in der Mitte zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bild liegt. Ist der Belichtungsumfang zu groß, wird HDR in Betracht gezogen oder ein Kompromiss eingegangen.

Auch bei RAWs gelangen die entwickelten (TIF) Bilder i.d.R. so in den Stitcher wie sie aus der Kamera kommen und vom Raweditor geliefert werden. Man kann auch versuchen noch vor dem Stitchen die Belichtung zu korrigieren, aber dann bitte durchgängig bei allen Aufnahmen der Serie und maßvoll!

Will damit sagen, dass ich eine nachträglich Manipulation (nach dem Stitchen Belichtung, Helligkeit absenken etc.) kaum oder nur sehr sparsam vornehme und dabei in LR sofort mit einem Panoviewer auf Säume oder andere Probleme schaue (Funktion: Bearbeiten in ... mit FSPViewer o.ä. belegen). Nötigenfalls wird die Einstellung des jeweiligen Reglers dann etwas zurückgenommen. Vollautomatisch geht nix!

Klaus


Hallo Klaus,

.....genau so mache ich es auch! Ich stelle alles manuell ein (ganz wichtig ist dabei der WB) und dann entstehen diese Probleme gar nicht.
Auch wenn hier jetzt keiner mehr mit mir spricht - ich spare mir sogar das RAW-Format. Nach unzähligen Versuchen halte ich den Mehraufwand (von der Dateigröße und Bearbeitungszeit dadurch mal ganz abgesehen) in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehend. Mit einer Belichtungsreihe mit 2 Blendstufen erreiche ich einen durchweg zufriedenstellenden Dynamikumfang und mein Workflow ist mit jpg Dateien einfach viel schneller. So, jetzt ist es raus!

Gruß
Tom

kbaerwald

Profi-User

Beiträge: 197

Wohnort: Ettlingen bei Karlsruhe

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11

Montag, 14. Mai 2018, 10:11

Tom

du wirst lachen, aber der Einsatz von RAW hängt mit meinen langjährigen Analog-Erfahrungen zusammen. Da ich auch selbst entwickelt habe (Zonensystem, Ansel Adams), habe ich gelernt, dass man versuchen sollte Fehler schon möglichst früh in der Entwicklungskette (heute sagt man wohl Pre- und Post-Production) zu vermeiden, weil alles Retuschiere zu einem späteren Zeitpunkt viel Arbeit bedeutet oder gar unmöglich ist.

Mag sein, dass das heute mit den modernen Mitteln von Photoshop und Co. anders ist - aber "teaching an old horse new tricks" :rolleyes: !

Gruß, Klaus

12

Montag, 14. Mai 2018, 19:02

Tom

du wirst lachen, aber der Einsatz von RAW hängt mit meinen langjährigen Analog-Erfahrungen zusammen. Da ich auch selbst entwickelt habe (Zonensystem, Ansel Adams), habe ich gelernt, dass man versuchen sollte Fehler schon möglichst früh in der Entwicklungskette (heute sagt man wohl Pre- und Post-Production) zu vermeiden, weil alles Retuschiere zu einem späteren Zeitpunkt viel Arbeit bedeutet oder gar unmöglich ist.

Mag sein, dass das heute mit den modernen Mitteln von Photoshop und Co. anders ist - aber "teaching an old horse new tricks" :rolleyes: !

Gruß, Klaus


Hallo Klaus,

verstehe - aber genau da liegt bei mir das Problem. Ich habe keine jahrelange Erfahrung im Entwickeln und wenn ich - wie beim Vergleich zwischen RAW und JPG erlebt - keinen großen Unterschied feststellen kann, ist die RAW-Bearbeitung für mich im Zweifelsfall eine latente Fehlerquelle.
Vielleicht hole ich nicht das letzte Quentschen an Bildqualität heraus - aber dafür kann ich auch nichts groß vermurksen (und schneller geht es auf jeden Fall). Ich habe schon Fotos tot-optimiert und das passiert mir manchmal noch heute. Ganz pragmatisch sehen. Wenn das Foto nach Photoshop und/oder Lightroom gut aussieht - Finger weg und speichern! Hier gilt wieder das 'Pareto-Prinzip'! Für die High-End-Fotografie bin ich viel zu schlecht.

Gruß
Tom

Ralf Michael

Neu im Forum

Beiträge: 55

Wohnort: Wertheim

Beruf: Entwicklungsingenieur

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13

Montag, 14. Mai 2018, 21:36

verstehe - aber genau da liegt bei mir das Problem. Ich habe keine jahrelange Erfahrung im Entwickeln und wenn ich - wie beim Vergleich zwischen RAW und JPG erlebt - keinen großen Unterschied feststellen kann, ist die RAW-Bearbeitung für mich im Zweifelsfall eine latente Fehlerquelle.


Hallo Tom.

Mit Rohdaten zu arbeiten bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Bildqualität (mit freiem Auge erkennbar) signifikant besser ist. Der Hauptvorteil ist, dass Einstellungen wie Farbton, Weißabgleich und Scharfzeichnen separat gespeichert werden. Solltest Du z.B. während des Fotografierens den korrekten Weißabgleich verdaddelt haben, ist es in RAW kein Problem, dies nachträglich zu korrigieren. Mit JPEG-Dateien geht das nicht.

Ob und wann ich RAW wähle, ist abhängig vom Motiv. In der Regel habe ich gerne beide "Fomate" auf der Karte. Muss es fix gehen, schließe ich RAW aus. Ansonsten sehe ich Rohdaten als Reserve für den Notfall. Ich benötige sie eher selten.

Gruß

Ralf
Kugelpanoramen aus dem Raum Main-Tauber-Kreis, Odenwald, Steigerwald, Spessart, Rhön, Vogelsberg und Taunus sowie Tipps und Tricks rund um das Thema der Panoramafotografie
ralf-michael-ackermann.de