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Dienstag, 8. April 2014, 11:43

Negativbild scannen

Hat vielleicht nicht direkten zusammenhang mit panoramen , aber wer weiss?

Letzte zeit habe mich endlich mobiliesiert die ältere KB negativbilder zu digitalisieren.
mit FF kamera und diaduplikator ergebnisse sind besser als erwartet, manchmal entzükend und das von 20 jahre alten fotos.
Mehr, ich sehe manchmal ein sinn die bilder doch analog zu fotografieren und dann durch fotografieren/scannen zu digitaliesieren .
Habe jetzt die alte bronica etrs aktiviert ( die rollfilmen sind kaum zu bekommen , der jungen verkeufer in einem fachgeschäft wusste überhaupt nicht , was ich mich unter 6 cm rollfilm :-) vorstelle. )

Hat jemand erfahrungen mit digitaliesieren von 6 cm negativen ?
GIbt es dazu gute und preiswerte geräte ?
Möchte nicht 1000 - 4000 eu für ein scanner ausgeben , aber vielleicht gibte es andere , genug guten methoden ?
Danke für alle ideen , anregungen und auch eventuelle beispiele.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (8. April 2014, 11:58)


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Dienstag, 8. April 2014, 12:12

Hallo,

es gibt da mehrere Möglichkeiten:

1. Durchlichtscanner. Von verschiedenen Herstellern gibt es Scanner, die das Digitalisieren von RF-Negativen ermöglichen. Ein Beispiel ist dazu ist der Canon 9000F
Dieser hat Masken im Lieferumfang, mit denen es ganz gut gut.

Eine gute Webseite ist dazu http://www.filmscanner.info/

2. Reprotisch. Mit einen Durchlichttisch und einer Reprovorrichtung (kann auch ein passendes Stativ sein), kann man ebenso Negative digitalisieren. Wichtig ist nur die gleichmäßige Ausleuchtung, die genaue Ausrichtung der Kamera über dem Negativ, die Planlage( Glasscheibe drüber legen) und ggf. die Bestimmung der Farbtemperatur des Durchlichttisches, um Farbfehler zu vermeiden.

Beide Methoden sind jedoch sehr zeitintensiv. Bei größeren Mengen lohnt es sich schon, die Negative einzuschicken und durch einen Anbieter digitalisieren zu lassen.

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Dienstag, 8. April 2014, 15:05

Hallo Panpan,

versuch' mal bei Ebay einen der bis zum Jahr 2006 hergestellten DIMAGE Film- und Diascanner von Minolta zu bekommen (wichtig: auf vollständiges Zubehör, insbesondere Filmhalter achten, Treibersoftware ggf. zum Download, aber nur noch für Windows XP oder verschiedene Mac OS Varianten 9 und X).

Für 24 x 36 Negative und Dias empfehle ich Dir besonders den Scan Elite 5400 II mit USB 2.0 Anschluss - und bitte nur die Version II, die erste Baureihe (in der Modellbezeichnung ohne II) hat zu viele Macken in der Firmware). Fürs Mittelformat den Dimage Scan MultiPro (FireWire und SCSI-Anschluss)

Die Minoltas sind fast genauso gut, wie die sehr sehr guten Scanner der letzten Generation von Nikon , gerade auch was die automatsche Staub- und Kratzerentfernung mit der "hardwarebasierten ICE-Technik" unter Verwendung von Infrarotlicht von Kodak anbetrifft. Minolta-Scanner werden nicht so teuer gehandelt, wie die Geräte von Nikon (diese werden gebraucht z.T. zum doppelten bis dreifachen Neupreis von 2008 angeboten)

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir den 5400 II sehr empfehlen, den ich 2008 sehr günstig bekommen habe und bis heute nutze - mittlerweile in einer Windows XP Virtual Machine unter Windows 7 (Neupreis 2006: ca. 800 bis 900 €). Bei Ebay gebraucht in gutem, vollständigem Zustand für 400 bis 900 € zu bekommen.

Nur wenn Du sehr viele Kodachrome Dias hast, führt an Nikon kein Weg vorbei.

Fürs Mittelformat gibt es inzwischen aber auch neue Filmscanner von Reflecta und Plustek, die eine sehr gute Papierform haben. Zu denen kann ich nichts sagen. Der obige Canon 9000 soll für einen Flachbettscanner auch recht ordentliche Ergebnisse liefern und reicht evtl. auch für Negative im Mittelformat völlig aus . Weiteres siehe obigen Link auf http://www.filmscanner.info/

Evtl. legst Du Dir dazu die sehr gute Scannersoftware Silverfast AI zu, die auf jeden Scanner abgestimmt wird und in der AI Version mit einem sogenannten "IT8 Dia" zur Kalibrierung des Scanners kommt. Für eine besonders kontrastreiche Wiedergabe der für Scanner kritischeren Dias mit einem höherem Dichteumfang als Negative wähle bitte eine Software-Variante mit Multi-Exposure (= Mehrfachscan mit Belichtungsvarianten, ähnlich wie Exposure Fusion in Photomatix u.a. HDR-Programmen).
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Visual.Tom« (8. April 2014, 21:24)


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Dienstag, 8. April 2014, 15:43

@ Tom , Fotokreil

danke für die hinweise.

scannen von KB negativen ich glaube habe im grif. da bin zufrieden.
6 KB bilder zu fotografieren dauert keine 30 sekunden , bearbeitung - wie üblich , je nach dem bedarf.

ein beispiel von 20 jahre alten foto ( aus dem negativ).
inzwischen habe mehr erfahrung , konnte rauschen verbessert:

http://spherapan.vot.pl/24.jpg

mehr erwarte ich eignetlich nicht.

da habe fotografiert in masstab 1:1 mit macroobjektiv. Theoretisch es sollte optimal sein.

aber bei 6*6 bin nicht sicher, ob scannnen nicht besser als fotgrafieren wird?

Habe über c 9000 f gehört , und preislich ist ok. was mich interessiert ,, ob wirklich scannen von 6*6 bilder zu besseren als fotografieren ergebnissen führt ?. Wenn ja , wäre bereit längere scannzeiten in kauf nehmen.

Tom kannst bitte sagen , ob mein beispiel qualitativ vergleichbar / besser / schlechter als vom scanner ist - KB - negativ ?


Ich habe von jahren irgendwas um 250 eu gekauft ( filmscanner wie reflecta 1800p) , aber qualität ist miserabel - schade um die zeit - der scanner zum wegschmeissen ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Panpan« (8. April 2014, 15:53)


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Dienstag, 8. April 2014, 16:45

Hallo Panpan,

vielen Dank für das interessante Beispiel einer digitalen Foto-"Kopie" im Maßstab 1:1. Für ein Foto im KB-Format 24x36 ist das eine sehr gute Qualität, die ja bzgl. Auflösung eigentlich auch nur von der Qualität des Objektivs und des Sensors der DSLR abhängt.

Der Minolta 5400 II bringt mit nominell bis zu 5400 dpi eine maximale optische Auflösung, die zu Bildern mit Abmessungen von ca. 7570 x 5050 px (= 38 MP) führt.
Ob diese Auflösung in der Praxis erreicht wird, ist eine ganz andere Frage. Mir reichen im Normalfall Scans von 3600 x 2400 px (8,6 MP), die sich bei einer optischen Auflösung von 2700 dpi ergeben, völlig aus.

Eine ganz andere Frage ist es für mich, ob Du für Deine 6x6 Negative auf eine automatische Staub- und Kratzerentfernung Wert legst. Diese ICE-Technik mit Infrarotlichterkennung von Bildstörungen leistet wirklich hervorragendes. Ich habe bei meinen Fotos praktisch nie etwas ausbessern müssen.

Bei Canon gibt es ja mit "Fare" ein ähnliches Verfahren (dessen Ergebnisse ich nicht kenne). In Deinem Testbild sind mir da so ein paar Flecken (ähnlich wie Staub auf dem Sensor) aufgefallen, die ich beim Scanner nicht habe. Für sehr alte, ausgeblichene oder verfärbte Fotos gibt es auch die Möglichkeit, in Grenzen eine Farbrestaurierung einzustellen.


PS: Wie bringst Du eigentlich die orangefarbene Maskierung und die Umkehrung der Helligkeitswerte aus einem abfotografierten Negativ heraus?
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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Dienstag, 8. April 2014, 17:24

was betrifft auflösung - habe bemerkt das bei fotografieren mit 22 mpx kamera , die auflösung des motivs wird nicht wirklcih so hoch. Es wird bereits filmstruktur / körnung abgebildet.
Über ca 4-5 mpx die auflösung der darstellung steigt nicht mehr. Keine detiels mehr zu sehen sind.
Also ich reduziere linal die auflösung auf ca 50 %.

Staub usw kann ich evtl händisch entfernenen.
was mir besonders gefählt, das ist die tonübertragung im lichterbereich.
das kann man auch schön theoretisch begründet , warum fotografiern vom negativ ein sinn ergibt.
die farben werden weich und " zart " dargestellt , obwohl schliesslich bild wird mit gleicher kamera wie üblich fotografiert , jedoch ergebnis ist anders.

die schwäche das ist die körnung , die sehtbar wird , und auflösung des motivs könnte auch etwas besser sein - deswegen mache mich hoffnung von 6*6 negativ.
Ich sehe ein sin ein 6*6 negativ gezielt als zwischenstuffe einsetzten.

noch 2 beispiele - vor 19 jahren mit kompaktkamera fotografiert:

http://spherapan.vot.pl/22.jpg
http://spherapan.vot.pl/21.jpg

seht man ein potenzial, wenn man die notwendige mittel gezielt ab Anfang einsetzt.

maske - mit einem klick mit der WB- pipete in LT auf der rand des bildes , oder anfang des filmes , wo nur die maskenfarbe zu sehen ist. dann diese korrektur wird auf alle bilder übertragen.
es klappt.
Alte version LT hatte noch funktion " Negativ invertieren " . Die neue nicht mehr. Die invertierung mache in PS.
eigenetlich lässt sich alles schön automatiesieren , aber bin nicht unter zeitdruck , bearbeitung macht mir spass.

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Dienstag, 8. April 2014, 17:35

Die Ergebnisse gefallen mir, nur nicht diese vielen kleinen "Wasserflecken" auf dem Bild...
Gruß vom pano-toffel

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Dienstag, 8. April 2014, 19:19

Die Ergebnisse gefallen mir, nur nicht diese vielen kleinen "Wasserflecken" auf dem Bild...


die bilder sind nicht retuschiert.
das sind ergebnisse direkt aus dem film - notwendige , realistische bearbeitung.
das sind nur einfache urlaubsfotos.
da ich interessante unterschiede zu dem ergebniss direkt vom digitalkamera finde , hat mich die sache gereitzt.
Mich hätte ein vergleich zwischen scannen und fotografieren mit der kamera wie ich gemacht habe sehr interessiert.
vorteil von der fotomethode - es geht sehr schnel zu digitaliesieren . bearbeitung - je nach dem erwünschten ergebniss.
Älteste bearbeitung habe aus 30 - jahrigem negativ gemacht , fotografiert mit einer primitiver russischer kamera von jemandem der überhaupt keine ahnung hatte- ergebniss erstaunlich gut.

repro1

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Beruf: Ingenieur i.R.

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Dienstag, 8. April 2014, 19:30

Hallo Panpan,

ich hatte noch einige wenige 6x6-Negative. Das ist meine einfache Methode, die sich für gelegentliche Digitalisierung eignet:

http://www.gerhard-blomberg.de/tipps-tri…digitalisieren/

Wenn grössere Mengen zu digitalisieren sind gibt es sicher professionellere Verfahren.

Gruß
Gerhard
Nikon D5300 / Sigma Fisheye 8 mm / Nodal Ninja 3 / SJCAM SJ4000 / Lightroom 5 / Photoshop CS 6 / SNS-HDR Pro / PanoramaStudio 3 Pro / Pano2VR

www.gerhard-blomberg.de

10

Dienstag, 8. April 2014, 19:48

v. dank

ist auch eine interessante lösung.

die belichtung , beleuchtung usw habe andes gelöst und es lässt in meinen augen kaum die wünsche offen .
mit blitzlampe auf der kamera - hiinten dem negativ weisses papierblatt - reflektiert das licht richtung negativ/objektiv. Farbtemperatur um 5600 K , belichtungszeit - 1/ ca 5000 sek ( blitzzeit)

bei K.B habe masstab ca 1:1 , also durch fotografieren dürfte nicht mehr viel verloren gehen (?).
bei 6*4,5 hätte ich um 1:1,6 und eben meine sorge ist, ob doch nicht bessere wäre scannen also im masstab 1:1 abbilden ?
weiss ich ganz einfach nicht , was besser wäre , deswegen meine frage.

ekki

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Mittwoch, 9. April 2014, 00:57

Das Thema Negative zu digitalisieren, hat auch mich beschäftigt. Anlass war die Hochzeit meiner Tochter und da wurden alte Fotos gebraucht.

Scannen war mir zu aufwändig... also probierte ich die wie bei DIA erprobte Abfotografiermethode. Thema DIA: Habe auf diese Weise schon tausende Fotos digital gemacht.

Dann bestand die Problematik aus dem Kleinbild-Negativ das farblich richtige Positiv zu erstellen.

Also mit einer eigenen Vorlage (als Basis) konnte ich im RAW-Konverter die ursprünglichen Farben wiederherstellen.

Kleines Beispiel (nichts besonderes): hier . Beschreibung ist im Link hinterlegt. Ich fotografiere nur RAW und nutze von Anfang an für alle meine Kameras Capture One Pro.
Freundliche Grüße Ekkehard
Mamiya645|Canon|Sony|Panasonic - 8-600mm + Altglas |Canon Fisheye 8-15mm|Mamiya645 24mmFisheye

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Dienstag, 24. Juni 2014, 12:33

Warum lässt du deine Negative nicht einfach bei einem Spezialisten digitalisieren? Das weitaus günstiger und schneller als sich da selber ran zu setzten. Habe hier einen recht günstigen Anbieter gesehen [url]www.mediafix.de[/url] . Fragen lohnt sich bestimmt mal.

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Sonntag, 18. Februar 2018, 13:09

Falls du noch auf der Suche bist, kann ich dir empfehlen deine KB-Negative bei https://www.mediadig.de/leistungen/negative-digitalisieren/digitalisieren zu lassen. Habe dort vor knapp einem halben Jahr auch meine einscannen lassen.