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Dienstag, 27. Oktober 2015, 21:18

Rauschreduzierung bei 6400 ISO durch Mehrfachbelichtung

Hallo liebe Freunde nächtlicher Panoramaaufnahmen bei hohen ISO-Werten,

heute habe ich mit Mehrfachbelichtungen zur Rauschreduzierung bei hohen ISO-Werten experimentiert. Mich interessierte, wie sichtbar der Unterschied zwischen einer Dreifachbelichtung und einer Einzelaufnahme bzgl. des Rauschverhaltens bei ISO 6400 sein würde. Nachdem das Rauschmuster einer Einzelaufnahme ja "zufällig" entsteht, sollte das Rauschen durch die Kamerainterne RAW-Verarbeitung einer Dreifachbelichtung zu einem einzigen RAW-Bild geringer ausfallen. Die zufällig entstehenden Rauschmuster sollten sich dabei gegenseitig neutralisieren und die "wirkliche" Lichtinformation des Motivs übrig bleiben. Hier die recht aufschlussreichen Ergebnisse als 100% Ausschnitt (bis auf Korrektur des Weißabgleichs keine weitere Bearbeitung):

Bild 1 - Einfachbelichtung f:5,6 / 1 Sek.



Bild 2 - Mehrfachbelichtung f:5,6 / 1 Sek.



Für die Freunde von Panoramen unter dem Sternenhimmel ist das leider unbrauchbar, wenn zwischen den Einzelbelichtungen zu viel Zeit vergeht. Die Sterne werden dann als Lichtspur dargestellt.

Was habt Ihr an Erfahrungen mit Mehrfachbelichtungen?
Herzliche Grüsse

Visual.Tom

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Nikopan

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2

Mittwoch, 28. Oktober 2015, 10:48

Hallo Tom,

bei einer 3-er oder besser noch 5er Reihe ist das Rauschen sehr stark reduziert - wie man sieht - bei Bilder ohne Bewegung kann man ja die Belichtungszeit verlängern und man bekommt ähnliche Ergebnisse.
Bei der Astrofotgrafie werden ja oft über 100 Bilder gemacht - da gibt es dann kein Rauschen mehr.

Entscheidend ist auch die Temperatur: je kälter, desto weniger Rauschen - alle 7-10° kälter wird das Rauschen um die Hälfte reduziert.

lg
Bernd

3

Mittwoch, 28. Oktober 2015, 18:37

Ich nutze Mehrfachbelichtung seit unzähligen Jahren schon manuell in der Post am PC. Nicht nur bei der Panografie (da, wo es sich halt lohnt oder wo es geht, oft geht es nämlich nicht) und vielen anderen Arten der Fotografie (Produktfotografie, Nachtaufnahmen etc.) Oft spare ich mir sogar HDR durch das Ausmitteln vieler unterschiedlich belichteter Bilder: Der Signal-Rausch-Abstand steigt deutlich an und damit auch der Dynamikumfang. Mehrfachbelichtungen in-camera kann meine Nikon leider nicht.

4

Montag, 2. November 2015, 11:29

Meine Sony bietet diese Funktion schon intern an, allerdings entsteht dabei nur eine jpg-Datei, und kein Raw. Die Kamera rechnet eine Serie von 5 oder 6 Bildern zu einem zusammen, und das Ergebnis sieht ziemlich gut aus. So sehr ich anfangs von dieser Methode begeistert war (das Rauschen ist sichtbar weniger, und man erkennt deutlch mehr Details), so wenig wende ich sie in der Praxis an. Wenn ich freihand fotografiere, sind die Einzelbilder ganz sicher etwas gegeneinander verschoben. Ich bin nicht sicher, ob die Verschiebung intern korrigiert wird, das müsste ich mal prüfen. Wenn ich ein Stativ benutze, dann sehe ich keinen Grund für so eine Reihe. Dann hindert mich nichts daran, ISO 100 und eine längere Belichtungszeit zu wählen. Ich war einige Zeit auf der Suche nach einer sinnvollen Anwendung der Mehrfachbelichtung, habe aber keine gefunden, die mir einen Mehrwert bringt. Vielleicht versuche ich mal eine Dämmerungsaufnahme mit ISO 100, und schaue, ob die tatsächlich auch besser wird als ein Einzelbild.
Gruß vom pano-toffel

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